Vortrag
Manfred-Görg-Gedächtnisvorlesung
Tempel und Felsendom
Prof. em. Dr. Klaus Bieberstein, Bamberg
Beginn: 18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei
Keine Anmeldung erforderlich.
Jerusalem als Nabel der Welt und Ort des Jüngsten Gerichts
Religionen definieren, was Menschen heilig ist, und grenzen es räumlich aus. So entstanden mit der Sesshaftwerdung des Menschen die ersten Tempel, in deren Tradition auch der Tempel von Jerusalem stand. Dieser galt als Mitte und Achse der Welt, um die sich alles dreht. Auch nach seiner Zerstörung durch die Römer hielten Jüdinnen und Juden am geistigen Zentrum des Tempels fest. Unter Kalif Umar wurde der Ort wieder dem Gottesdienst zugeführt und unter Kalif Abd al-Malik an ihm der Felsendom errichtet. Dieser wurde nicht nur als Wiederherstellung des Salomonischen Tempels betrachtet, sondern auch als Schlussstein der Schöpfung und vor allem als Ort des Jüngsten Gerichts. So repräsentiert der Bau über Jahrtausende ein gemeinsames Gottesdenken im Judentum, Christentum und Islam.
In Kooperation mit der Gesellschaft Freunde Abrahams e.V.
