Projekte

Naga

Seit 2013 leitet das Ägyptische-Museum ein Grabungs-Projekt in Naga, nordöstlich von Khartum, der Hauptstadt der Republik Sudan.

Naga ist die südlichste Stadt des Königreichs von Meroë, des Nachbarn und mächtigen Rivalen des ptolemäischen und römischen Ägypten. Nordöstlich von Khartum, der Hauptstadt der Republik Sudan, weitab vom Nil in der Steppe gelegen, ist Naga seit seiner Blütezeit von 200 v. Chr. bis 250 n. Chr. unberührt geblieben.

Weitere Informationen auf der Seite des Naga-Projekts.

Logo des Naga-Projekts

Inschriftenprojekt

Das Inschriftenprojekt sieht langfristig die wissenschaftliche Aufarbeitung aller beschrifteten Objekte des Museums vor. Die Texte werden mithilfe unterschiedlicher Methoden dokumentiert und lesbar gemacht. Der erste Band des Inschriftenprojektes, der knapp 70 beschriftete Statuen von Privatpersonen, Königen und Göttern behandelt, ist in der Endredaktion.

Ein Fokus liegt auf der Objektgruppe der Uschebtis, der sog. Dienerfigürchen, die als Ersatzkörper für die Verstorbenen im Jenseits Arbeit verrichteten. Alle 382 Figuren wurden neu dokumentiert und bearbeitet.

Arbeiten am Uschebti-Projekt© Mélanie Flossmann-Schütze
Arbeiten am Uschebti-Projekt© Mélanie Flossmann-Schütze

Als dritte Textträgergruppe standen 30 hieratisch beschriftete Ostraka (Ton- und Steinscherben) sowie Gefäßaufschriften im Vordergrund. Detaillierte Recherchen des Inhalts und zur Provenienz der Ostraka ergaben, dass diese aus dem Raum Theben-West, dem heutigen Luxor, insbesondere aus der Siedlung Deir el-Medineh stammen, wo die Arbeiter und Handwerker gelebt haben, die für den Bau der Königsgräber im Tal der Könige verantwortlich waren.

Um die zum Teil schlecht erhaltenen Texte auf den Objekten besser lesbar zu machen, wurden im letzten Jahr verschiedene Methoden eingesetzt. Neben der klassischen Fotografie wurden bei ausgewählten Objekten Multispektralaufnahmen sowie hochauflösende 3D-Scans angefertigt, die die Lesbarkeit deutlich verbesserten. Verblasste Inschriften und Zeichnungen, die mit roter und schwarzer Farbe verfasst wurden, konnten unter Einsatz der Software DStretch um ein vielfaches verbessert werden. Zeichnungen und Inschriften auf Gegenständen aus Holz wurden mithilfe von Infrarotlicht herausgearbeitet. Daneben kamen auch UV-Licht sowie grüne Lampen zum Einsatz. Letztere ermöglichen es, stark verblasste Farbpigmente von Ägyptisch-Blau fluoreszierend zu visualisieren. Schließlich wurden fragmentarische Statuen anhand von 3D-Modellen virtuell rekonstruiert.

Fotoarbeiten an einem Sarg© Mélanie Flossmann-Schütze
Fotoarbeiten an einem Sarg© Mélanie Flossmann-Schütze

Radjedef

Das SMÄK verfügt über ca. 40 Bruchstücke von mehreren Statuen des Königs Radjedef (Altes Reich, 4. Dynastie, um ca. 2580 v. Chr.). Weitere Statuenfragmente befinden sich heute im Ägyptischen Museum Kairo, am Institut français d'archéologie orientale in Kairo sowie im Louvre in Paris. Das Projekt „The statue fragments of King Radjedef. Digital reconstruction and virtual presentation“ setzt gezielt moderne Methoden wie Steiflichtscan und virtuelle Modelle ein, um einen für die Ägyptologie und die Kunstgeschichte besonders wertvollen Objektbestand, der über diverse Standorte verteilt ist, digital zu erfassen, nach Möglichkeit zu rekonstruieren und zu rekontextualisieren.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Archäologischen Department der Universität Leuven durchgeführt und soll in einer Publikation sowie – in Abhängigkeit von den Ergebnissen – in eine reale oder virtuelle Ausstellung münden.

Auf Sand liegen in einer Ausstellungsvitrine mehrere rotbraune Statuenfragmente des Radjedef.© SMÄK, Marianne Franke
Rekonstruiertes Fragment eines Königsnamens aus rötlichem Stein© SMÄK, Marianne Franke

Grünes Museum

Als verantwortungsvolle Kulturinstitution fühlen wir uns dem Umweltschutz in besonderer Weise verpflichtet und richten unser Handeln konsequent darauf aus, Umweltbelastungen zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Dazu führen wir systematisch Prinzipien ökologischer Nachhaltigkeit in unseren Kulturbetrieb ein und beteiligen Mitarbeitende, Geschäftspartner*innen, weitere Anspruchsgruppen sowie Museumsgäste an diesem Prozess.

Wir ergreifen Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen und dem Verbrauch von Ressourcen und setzen qualitativ hochwertige, umweltschonende Produkte ein, wo möglich regional. Auch reduzieren wir Abfallmengen durch abfallvermeidende Beschaffung und sinnvolle Abfalltrennung. Wir definieren unsere Umweltziele, messen unsere Fortschritte und berichten darüber intern wie an die Öffentlichkeit.

Ein runder Sticker mit einem hellgrünen und einem darin gelagerten dunkelgrünen Kreis. Im inneren Kreis ein weißer Stromstecker, darunter steht: Wir machen mit! -20%

Wissenschaftliche Anfragen

Haben Sie im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes eine Anfrage oder möchten an unseren Originalen arbeiten?

Dann wenden Sie sich bitte an das Sekretariat in der Museumsverwaltung: Tel. 089 – 289 27 630 oder info@smaek.de