Vortrag
Kindheit am Nil
Kinder und das Jenseits
Dr. Mélanie Flossmann-Schütze
Beginn: 18:15 Uhr
Teilnahmegebühr: € 4,- / Mitglieder des Freundeskreises frei
Keine Anmeldung erforderlich.
Weiterleben nach dem Tod
Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Kindheit am Nil“.
Der Tod war im Diesseits allgegenwärtig, die Ägypter verdrängten den Gedanken an ihn nicht, sondern beschäftigen sich bereits zu Lebzeiten intensiv mit ihm. Auch die Jüngsten der Familie übernahmen Aufgaben bei den Bestattungen und ihre Darstellung in Gräbern hatte eine wichtige Rolle für den Fortbestand der Familie. Die Kindersterblichkeit war prinzipiell hoch im Alten Ägypten. Bestattungen von Kindern folgten keinen festen Regeln, sie waren abhängig von der Region, der Epoche, dem Alter des Kindes und dem sozialen Status der Eltern. Kleinere Kinder konnten in Matten oder Leinen sowie in wiederverwendeten Haushaltsgegenständen beigesetzt sein. Ältere erhielten gelegentlich eigene Särge – teilweise kunstvoll gestaltet. Kinder wurden unabhängig von ihrem Alter mit Beigaben bestattet: Zu den wichtigsten gehörten Amulette für den Schutz der Kleinen, Gefäße aus Stein oder Keramik, Nahrungsmittel und Schmuck.
© SMÄK, Foto, M. Franke