05.06.2002

Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst geplant

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben am 05. Juni 2002 Hans Zehetmair, Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Kurt Faltlhauser, Staatsminister der Finanzen, den Neubau für das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst München angekündigt.

Der künftige Standort liegt im Bereich des sogenannten „Süd-Ost-Geländes“ der Technischen Universität, d.h. im Geviert zwischen Gabelsberger-, Arcis-, Barer- und Brienner Straße (vgl. Plan). Dort stehen heute Gebäude, in denen derzeit die Fakultäten für Mathematik und Informatik untergebracht sind, die im August, also nach Abschluß des laufenden Semesters, nach Garching umziehen werden. Der dann leerstehende Komplex müsste vor einer neuen Nutzung einer aufwändigen Asbestsanierung unterzogen werden, weshalb man sich für einen Abriß entschieden hat.

Ebenfalls auf diesem Gelände untergebracht werden soll ein Neubau für die Hochschule für Fernsehen und Film, die an ihrem derzeitigen Domizil in Giesing an akutem Raummangel leidet. Mit Verlegung der Hochschule in das Zentrum von München soll die Bedeutung des Medienstandortes München unterstrichen werden.

„Wir werden dem Bayerischen Ministerrat vorschlagen, für die Grundstücke an der Gabelsbergerstraße einen Wettbewerb für die optimale Unterbringung der Hochschule für Fernsehen und Film sowie der Ägyptischen Staatssammlung durchzuführen und streben an, die vorhandenen Gebäude durch eine städtebaulich überzeugenden Lösung zu ersetzen“.

(Aus der gemeinsamen Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen) 

Als künftiger Standort des Ägyptischen Museums ist der Eckbereich Gabelsberger –Barerstraße vorgesehen – gegenüber der Alten Pinakothek und schräg gegenüber der Pinakothek der Moderne – ein idealer Standort für ein ägyptisches Museum mit einem international einmaligen Schwerpunkt, der bereits im Namen programmatisch zum Ausdruck kommt: Museum Ägyptischer Kunst. Eingebunden in die „Münchner Museumsmeile“ – auch der Königsplatz mit Glyptothek und Antikensammlungen ist keine fünf Minuten entfernt – bekäme das Museum endlich auch innerhalb der Münchner Museumslandschaft die Bedeutung, die es auf nationaler und internationaler Ebene bereits besitzt.

In den kommenden Wochen soll nun das Raumprogramm erstellt werden als Grundlage für einen Finanzierungsplan und zur Vorbereitung eines Wettbewerbes.

Standort des geplanten Museumsneubaus
Standort des geplanten Museumsneubaus