12.01.2026

Kopfstütze

Kopfstützen wurden nicht nur zur Lebzeiten beim Schlafen als eine Art Kissen verwendet, sondern auch den Toten als Grabbeigaben mitgegeben.
Oft fanden sich die Kopfstützen direkt in den Särgen bei den Verstorbenen platziert. Die Stützen konnten
mit magischen Schutzsprüchen und Götterbildern versehen werden, um den „Schlafenden“ in der Nacht
vor bösen Träumen, Kräften und Dämonen zu schützen. Die Kopfstütze ÄS 5379 zeigt beispielsweise
auf beiden Seiten den Schutzgott Bes mit Federkrone auf einem Neb-Korb stehend. Die Inschrift nennt
u. a. den Besitzer der Kopfstütze.

Eine Kopfstütze aus dunklem Holz kit Hieroglypheninschriften© SMÄK, Foto: R. Hessing

Detailansicht des Fußes einer Kopfstütze aus dunklem Holz. In den Fuß ist eine Figur des Gottes Bes eingeritzt.© SMÄK, Foto: R. Hessing

Eine Frau und ein Kind liegen auf einem Teppichboden, den Kopf in eine Kopfstütze gelegt.© Foto: P. Nemenz

ÄS 5379 (SMÄK)
16,5 x 27,5 x 8,4 cm
Akazie (Acacia sp.)
Neues Reich, 18.–20. Dynastie, um 1539–1077 v. Chr.
Sammlung F. W. von Bissing (Eingang 1965)

Vom 28.10.2025 bis 21.6.2026 zu sehen in der Sonderausstellung „Kindheit am Nil – Aufwachsen im Alten Ägypten“

Dort kann auch eine Replik einer Kopfstütze ausprobiert werden!