Do13.05.
Online

Online-Veranstaltung

DOK.fest @home

Online

Teilnahmegebühr: Einzelticket € 6,- | Festivalpass € 70,-

Anmeldung erforderlich, Tickets unter dokfest-muenchen.de

36. Internationales Dokumentarfilmfestival München

05. bis 23. Mai 2021 @home

131 Dokumentarfilme aus aller Welt bei Ihnen zuhause: Das 36. DOK.fest München wird 2021 erneut online stattfinden. Präsentiert werden internationale Filmentdeckungen in Wettbewerben und Einblicke in die kanadische Gesellschaft jenseits der Schlagzeilen in der Gastlandreihe DOK.guest Kanada. Mit der Hommage an Helena Třeštíková stellt das DOK.fest Ihnen eine renommierte tschechische Regisseurin vor. Und die DEFA-Retrospektive blickt zurück auf fünf Jahrzehnte Dokumentarfilm in der DDR.

Das Festivalprogramm und den Ticketvorverkauf finden Sie ab Mitte April 2021 unter www.dokfest-muenchen.de

Auf orangem Hintergrund die schwarzen Worte "Eyes wide open", in weißem Feld "@home", dazu die Laufzeit des DOK.festes© DOK.fest

In Kooperation mit dem DOK.fest präsentiert das Ägyptische Museum zwei Filme: „The last Shelter“ und „Zinder“. Bitte beachten Sie, dass die Filme nicht im Museum gezeigt werden, sondern nur online über das DOK.fest verfügbar sind.

THE LAST SHELTER,
Frankreich, Mali, Südafrika 2021, Ousmane Samassékou, 85 Min.

Die Wüste ist nicht einfach nur eine Anhäufung von Sand. – Der Wind entlockt ihr ein seltsames Pfeifen. Ist es Rufen oder Klage? Dort, wo es noch ein Zurück geben kann, sammeln sich die, die aufgebrochen sind, auf den langen Weg in ein besseres Leben. Bekommen ein Dach, ein Bett, ärztliche Hilfe. Warten. Tauschen sich aus über Preise, Geheimtipps, spielen Schach in der Halle. Die Mitarbeiter der Caritas-Einrichtung versuchen, sie dazu zu bewegen, wieder nach Hause zu gehen. Doch das scheint unmöglich – für einige, weil die Scham zu groß ist, es nicht geschafft zu haben, und für andere, weil sie erst gar kein Zuhause haben. Ein ergreifender Film über den Mut, leben zu wollen, von afrikanischer Seite aus gesehen.
Elena Álvarez Lutz

Auf der linken Seite des Bildes eine Schwarze Frau mit Kopftuch, auf der rechten Seite sitzt vor einer blassgrünen Wand eine Person© DOK.fest

Ousmane Samassékou
Samassékou studierte BWL und anschließend am Conservatory of Multimedia Arts and Crafts in Bamako. Mit anderen zusammen gründete er die DS Production, wo er als Produzent, Regisseur, Kameramann und Filmeditor arbeitet.

Filmografie
LES HÉRITIERS DE LA COLLINE, MALI, 2016

ZINDER
Niger, Frankreich, Deutschland 2021, Aïcha Macky, 82 Min.

Gewalt hält die nigrische Stadt Zinder in Atem: Junge Arbeitslose, die sich vom Elend ins Exil getrieben fühlen, schließen sich Banden an und rebellieren. Die meisten kommen aus Karakara, einem Viertel das gebaut wurde, um Leprakranke aufzufangen. Außerhalb der medizinischen Einrichtungen haben Sie keinen offiziellen Zivilstand und deshalb kein Recht auf Bildung. Bis zum Tag ihres Aufbegehrens waren sie für die Gesellschaft unsichtbar. Mangels Perspektiven versinken einige in der Kriminalität und landen im Gefängnis, andere schmuggeln. Aïcha Macky, selbst aus Zinder stammend, findet einen einzigartigen Zugang zu aktiven und ehemaligen Bandenmitgliedern. Indem sie ihren Alltag einfängt, erforscht sie die Ursprünge der Radikalisierung, die derzeit in der Region um sich greift.
Seggen Mikael

Auf einer staubigen Straße vor einer hellgelben Mauer sitzen drei junge Schwarze Männer auf Holzbänken. Vor Ihnen stehen gelbe Plastiktanks, auf denen sich Holzkästen voller Flaschen befinden.© DOK.fest

Aïcha Macky
Die nigrische Filmemacherin und Aktivistin erwarb einen Master in Soziologie und Kreativem Dokumentarfilm an Universitäten in Niger und dem Sénégal, sowie einen weiteren Masterabschluss in Dokumentarfilm an der Saint-Louis University, USA. Aïcha Macky ist in Zinder, Niger, geboren und lebt in der Hauptstadt Niamey.

Filmografie
THE FRUITLESS TREE, 2016, 52 Min.
ME AND MY TINY BODY, 2015, 13 Min.
HOW TO MAKE A BED, 2014, 26 Min.