Do21.11.
18:15

Vortrag

Die Lange Nacht der Philosophie

Beginn: 18:15 Uhr
Dauer:

Der Eintritt ist frei

Keine Anmeldung erforderlich.

Die UNESCO-Generalkonferenz 2005 erklärte den dritten Donnerstag im November zum Welttag der Philosophie, indem sie daran erinnerte, „dass Philosophie als Disziplin zum kritischen und unabhängigen Denken ermutigt und auf ein besseres Verständnis der Welt hinwirken und Toleranz und Frieden fördern kann.“
Die „Lange Nacht der Philosophie“ ist eine Plattform für die philosophische Vielfalt der Stadt mit philosophische Vorträgen, Theater, Lesungen, Gesprächen, Diskussionsrunden, Philosophy Slams, Filmabende und manchen mehr auf Anregung des gemeinnützigen Vereins „Treffpunkt Philosophie e.V.“ in München, Stuttgart und Nürnberg mit dem Ziel, Philosophie praktisch und lebensnah zu vermitteln und damit eine Brücke zwischen den alten Weisheitslehren aus Ost & West und der aktuellen Situation der Welt zu spannen.

Bronzefigur der Göttin Maat© SMÄK, M. Franke

Vortrag
„Hätte ich doch neue, ungebrauchte Worte…“
Die ägyptischen Schriften der Skeptiker

Einen detaillierten Einblick in die chaotische Situation Ägypten ohne staatliche Ordnung und das damit verbundenen Auseinanderbrechen des Wirtschafts- und Sozialgefüges in der Ersten Zwischenzeit (2150-2050 v. Chr.) charakterisieren die Schriften der Skeptiker. In dieser pessimistischen Klageliteratur finden die problematischen Verhältnisse dieser Epoche, in der sich ein grundlegender Wandel der ägyptischen Gesellschaft vollzieht, ihren unmittelbaren Niederschlag.

Die so unterschiedlichen Werke wie die „Prophezeiung des Neferti“, die „Klagen des Bauern“, das „Gespräch des Lebensmüden mit seiner Seele“ und das „Harfnerlied“ haben eines gemeinsam: Die aus einer pessimistischen Weltsicht heraus formulierte Klage, den Jammer über den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft vor dem Hintergrund verloren gegangener Traditionen und nicht mehr bestehender sozialer Bindungen. Im „Lebensmüden“ und im „Harfnerlied“ findet sich darüber hinaus das „carpe diem-Motiv“ von Horaz, also die Aufforderung zum diesseitigen Genus des Lebens, verbunden mit dem Zweifel an einer jenseitigen Welt.


Das vollständige Programm finden Sie auf
http://www.langenachtderphilosophie.de/