Adventskalender 2020

© SMÄK

Im Dezember präsentieren wir Ihnen hinter jedem Türchen unseres Adventskalenders ein ganz besonderes Objekt aus dem Museum!

© SMÄK, Marianne Franke

Tür 1:

Amun, König der Götter

Die Bronzestatue des höchsten ägyptischen Gottes ist von außergewöhnlicher Qualität. Er ist als Mensch mit Federkrone dargestellt, in seiner Eigenschaft als Schöpfergottheit kann er auch in Gestalt eines Widders auftreten.

© SMÄK, Marianne Franke

Tür 2:

Löwe aus Gold und Edelstein

Nur 2,3 Zentimeter ist er lang, der Mini-Löwe aus Obsidian, überzogen mit Goldfolie. Wegen der kostbaren Materialien stammt er von einem königlichen Schmuckstück: Parallelen finden sich im Schatzfund der Königinnen von Thutmosis III.

Statue Ramses' II.© SMAEK

Tür 3:

Ramses der Große

Er regierte 66 Jahre, ließ gewaltige Tempel vom Delta bis weit nach Nubien errichten, zeugte mindestens 40 Töchter und 45 Söhne und unterzeichnete den ersten überlieferten Friedensvertrag der Weltgeschichte mit den Hethitern.

Statue von einer Frau und einem mann, die nebeneinander sitzen© SMÄK

Tür 4:

Neje und Mutnofret

Nicht immer zeigen Statuengruppen ein Ehepaar: Auf dem Ehrenplatz, auf der rechten Seite des Grabherrn, ist immer seine Mutter dargestellt, hier also Mutnofret mit ihrem Sohn Neje, beide in Festtagskleidung.

Ein demotisches Ostrakon (beschriftete Tonscherbe)© SMÄK

Tür 5:

Demotisches Ostrakon

Alltagstexte werden oft auf Scherben (griech. Ostrakon) aus Ton oder Kalkstein geschrieben wie diese Eingabe von Steinbrucharbeitern an einen hohen Beamten: Sie zählen ihre Leistungen auf und bitten um ihren Lohn in Form von Lebensmitteln.

Statue des Hohepriesters Bekenchons© SMÄK

Tür 6:

Bekenchons, Hohepriester des Amun

Eine berühmte biographische Inschrift findet sich auf der Rückseite dieser Würfelstatue: Sie schildert die Karriere dieses Mannes, der als Stallbursche anfing, zunächst eine militärische Laufbahn einschlug und dann Priester wurde.

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Tür 7:

Gefäß mit Schiffsdarstellung

Mehr als 5000 Jahre als ist dieses Gefäß, das die Malerei eines Schiffes mit vielen Rudern und Kajüten zeigt. Der Nil war die wichtigste Verkehrsader und Schiffe nahezu das einzige Fahrzeug für Schwerlasten und weite Reisen.

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Tür 8:

Silberne Maske

Silber war im alten Ägypten meist wertvoller als Gold und ist daher nur selten verarbeitet worden. Am häufigsten geschieht dies in der 3. Zwischenzeit (ca. 1000-800 v. Chr.) – in diese Epoche fällt auch die Plünderung des Tempels von Jerusalem…

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Tür 9:

Ibisköpfiger Thot 

Er ist der Gott der Weisheit, zählt aber auch zu den Schöpfergottheiten: In dieser Funktion wird er nackt dargestellt, und der vordere Teil seiner Füße steckt in Schakalsköpfen: Thot als Herr der Achtheit von Hermopolis.

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Tür 10:

Kniefigur des Senenmut

Senenmut war die„graue Eminenz“ unter Hatschesput. Als genialer Architekt zeichnete er für ihren Terrassentempel in Der el Bahari verantwortlich, erhielt hohe Ämter in der königlichen Vermögensverwaltung und wurde Erzieher ihrer Tochter Nofru-Re.

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Tür 11:

Monumentaler Löwenköpf

Nicht von einer Statue, sondern von einem Wasserspeier eines Tempels oder Palastes stammt wohl dieser überlebensgroße Kopf, dem eine apotropäische (= Unheil abwehrende) Wirkung zugeschrieben wurde.

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Tür 12 :

Vergoldete Applikation

Vermutlich von einem Schrein oder einem Möbelstück stammt die kleine Figur einer Königin. Ihre Gesichtszüge weisen auf Teje hin, für die auch die Doppelfederkrone über der Geierhaube ein typische Attribut ist.

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Tür 13:

Bes-Gefäß 

Nur wenige Exemplare der großformatigen Gefäße in Gestalt des Gottes Bes sind überliefert, sie dienten als Mischgefäße für Wein und Wasser. Bes gehört zum Gefolge der Göttin Hathor, in deren Kult Wein – und Trunkenheit – eine Rolle spielte. 

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Tür 14:

Wachs-Uschebti

Kaum zu glauben, dass diese kleine Figur aus Wachs mehr als 4 Jahrtausende überdauert hat. Sie war Teil der Grabausstattung, und als Stellvertreter des Verstorbenen sollte sie alles Unheil von ihm abhalten.

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Tür 15:

Relief Mentuhotep II.

Eine ungewohnt private Szene zeigt die Königin Henhenit in enger Umarmung mit ihrem Gemahl Mentuhotep II. Ihre Frisur mit den feingekräuselten Löckchen und ihre aufgeworfenen Lippen verweisen auf ihre Herkunft aus dem Süden.

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Tür 16:

Tulpenbecher

Die glänzend polierten Gefäße der Kerma-Kultur am 3. Nil-Katarakt (um 1700 v. Chr.) zählen mit ihrer hauchdünnen Wandung und eleganten Formen zum Besten, was je an afrikanischer Keramik geschaffen wurde.

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Tür 17:

Udjat-Auge

Ein menschliches Auge, ergänzt um Elemente eines Raubvogel- und eines Raubkatzen-Auges, bildet die Form des beliebtesten Amuletts im alten Ägypten. Udjat bedeutet „heil, unversehrt“; wertvolle Materialien (hier Jaspis) sollen die Wirksamkeit verstärken.

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Tür 18:

Magischer Papyrus ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Der ursprünglich kunstvoll verschnürte Papyrusstreifen zeigt die Göttin Isis, die ihren Sohn, den Horus-Knaben, auf dem Schoß hält und stillt. Das Bild der göttlichen Mutter soll eine problemlose Schwangerschaft und eine glückliche Geburt garantieren.⠀⠀⠀

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Tür 19:

Königliches Relief

Aus den Resten einer Textzeile geht hervor, dass hier der (Kron-)Prinz Thutmosis (mit Seitenlocke) als Sem-Priester hinter seinem Vater Amenophis III. dargestellt ist. Warum sein früher Tod die Weltgeschichte veränderte, erläutert ein Vortrag.

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Tür 20 :

Modellgruppe

Zwei Hirten führen eine kleine Gruppe von 5 Rindern, 7 weitere Rinder haben sich zum Fressen unter einem Schutzdach rund um ein Bündel Gras gelegt. Solche Modelle aus Holz ersetzen oft in den Gräbern des Mittleren Reiches die Wandreliefs.

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Tür 21:

Beschriftetes Gefäß

„Achte nicht auf das Geschwätz jener zweiten Frau!“ Mit einem Krug voll mit Rosinen, einem Gefäß mit Gerste und 50 Zwiebeln will ein Mann namens Hetep die Frau Ipuresti besänftigen, die er zuvor offensichtlich betrogen hatte…