Medienstationen

Ergänzend zu den verschiedenen Texten und dem MedienGuide bieten Medienstationen in nahezu allen Räumen dem Besucher zusätzliche Informationen zum jeweiligen Thema. Sie sind – mit einer Ausnahme – so konstruiert, dass sie beim Betreten des Raumes zunächst gar nicht ins Auge fallen; erst beim Nähertreten erkennt der Besucher die horizontal angeordneten Bildschirme.
Der Grundtyp besteht aus vier Bildschirmen mit einer gemeinsamen graphischen Oberfläche, die es dem Besucher ermöglicht, per Touchscreen individuell Informationen aufzurufen. Je nach Größe können 1-6 Besucher gleichzeitig aktiv werden – und weitere zuschauen, da stets genügend Platz rund um die Stationen gegeben ist. Auch hier sind die Informationen in Deutsch und Englisch verfügbar; eine dritte Version in einfacher Sprache ist in Vorbereitung.

Menschen an einer Medienstation im Museum© SMÄK, Marianne Franke

Medienstation am Totenbuch im Raum Jenseitsglaube© SMÄK, Marianne Franke

Besonders viel Interesse fand von Anfang an die Medienstation zum Totenbuch, ebenfalls im Raum „Jenseitsglaube“. Sie besteht aus einer Art Schlitten mit Bildschirm direkt unter dem rund 8 Meter langen Papyrus, der vom Besucher frei bewegt werden kann, hin zu dem ihn interessierenden Detail. Über den Touchscreen kann er dann sowohl Informationen zu den einzelnen Darstellungen als auch die Übersetzung jeden einzelnen Spruches des Totenbuchs aufrufen.

Besonders aufwändig ist die Medienstation im Raum „Kunst-Handwerk“, die aus drei nebeneinander liegenden Einzelstationen besteht. Der mittlere Bildschirm liefert Informationen zum Thema „Herkunft“ der verschiedenen Materialien (über eine Landkarte), die beiden äußeren erklären einerseits die verschiedenen Herstellungstechniken, andererseits den Einsatz und damit die Verwendung der verschiedenen Materialien in den verschiedensten Bereichen der altägyptische Kultur. All diese Informationen sind entsprechend der Gliederung der Präsentation der Originale in den Vitrinen aufrufbar, also geordnet nach den Materialgruppen Ton, Fayence, Stein, Metall, Holz und andere organische Materialien.

Menschen an einer Medienstation im Museum© SMÄK, Marianne Franke

Blick in den Raum "Nubien und Sudan" mit Medienstation© SMÄK, Marianne Franke

Im Raum „Nubien und antiker Sudan“ ist die Medienstation zweigeteilt: An der eigentlichen Station ist eine Zeitleiste von 10 000 v. Chr. bis heute über einen manuell zu bedienenden Regler anwählbar, die jeweils zugehörige Karte wird über zwei Beamer an die dahinter liegende, leer gelassene Betonwand projiziert. Sie zeigt das Niltal von der Küste des Mittelmeers im Norden bis in die Gegend südlich von Khartum. Je nach Zeitstellen erscheinen eingeblendet die verschiedenen archäologischen Stätten sowie die Einflussbereiche der aufeinanderfolgenden nubischen Kulturen und ägyptischen Epochen. Kurze Texteinblendungen liefern dazu die grundsätzlichen Erläuterungen, weitere Informationen, geordnet nach Kunst, Architektur und Geschichte erscheinen dazu jeweils auf der Medienstation selbst.
Sämtlichen Stationen ist ein CMS (Content Management System) unterlegt, so dass die Informationen von Mitarbeitern des Museums selbst eingegeben, gepflegt und erweitert werden können.