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Museum Ägyptischer Kunst München Ausstellungen Ausstellung (Archiv)

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Last Exit Munich

Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Berlin

17. März 2009 bis 30. August 2009
Ägyptisches Museum in der Residenz,
80539 München, Hofgartenstraße 1

Die Chance kommt nicht wieder. Das Ägyptische Museum Berlin zog um, in sein historisches Gebäude, das im Krieg zerstörte, in den letzten zehn Jahren wieder aufgebaute Neue Museum auf der Museumsinsel. Von Ende Februar bis Mitte Oktober 2009 war das Museum geschlossen; allein Nofretete hielt die Stellung.

Nur während dieser Schließung war es möglich, die bedeutendsten altägyptischen Kunstwerke des Berliner Museums auf Reisen zu schicken – ein allerletztes Mal. „Last Exit Munich" hieß die Ausstellung von 50 Berliner Meisterwerken im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in der Münchener Residenz. Der Freistaat Bayern sah in dieser Ausstellung ein Zeichen föderaler Zusammenarbeit mit der vom Bund und den Ländern getragenen Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Der Hausaltar aus Amarna, der Nofretete und Echnaton zeigt, die Porträtköpfe des Königspaares und ihrer Töchter standen ebenso auf der Leihgabenliste wie der „Spaziergang im Garten", das bunte Relief des Tutanchamun mit einer der Töchter der Nofretete. Das einzigartige Bildnis der Königin Teje wird wohl nach dem Besuch in München Berlin nicht mehr verlassen.

Alle Berliner Objekte wurden in einen spannungsreichen Dialog mit Münchener Meisterwerken gesetzt. So entstanden einmalige Begegnungen, wie sie nur im Original wirklich erlebbar sind. Die Berliner Statue der Hatschepsut traf sich mit der Münchener Kniefigur des Senenmut, des Architekten (und Geliebten?) der Königin; der monumentale „Schwarze Torso“ der Münchener Sammlung (um 400 v. Chr.) maß sich mit der Berliner Statue des Horsatutu, eines Meisterwerks der Spätzeit-Kunst Ägyptens. Die einzigartige Sammlung von Königsbildnissen des Mittleren Reiches (1950-1750 v. Chr.) in München wurde um Statuen derselben Pharaonen aus Berlin ergänzt. Zu den wenigen Münchener Fragmenten altägyptischer Literatur traten komplette Papyrus-Handschriften aus der Papyrussammlung in Berlin.

Ein Musée Imaginaire, das sonst nur in Buchform vorstellbar wäre, wurde so für einige Monate erlebbare Wirklichkeit.

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