Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Ausstellungen Ausstellung (Archiv)

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Das Geheimnis des goldenen Sarges

Echnaton und das Ende der Amarnazeit

17. Oktober 2001 bis 06. Januar 2002
Ägyptisches Museum in der Residenz,
80539 München, Hofgartenstraße 1

Kaum eine Phase der altägyptischen Kultur ist so bekannt wie die Epoche der Amarna-Zeit (ca. 1350-1330 v.Chr.), in der Echnaton die Sonnenreligion des Aton verkündete. Die Ausstellung im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München lässt nicht nur in Reliefs und Statuen aus Karnak und Amarna diese erste monotheistische Religion der Weltgeschichte wieder lebendig werden. In hochkarätigen Leihgaben aus Kairo und New York, Berlin und Kopenhagen, Hildesheim und Hannover werden zusammen mit eigenen Beständen auch sämtliche Mitglieder der königlichen Familie, darunter Teje und Nofretete ebenso wie Tutanchamun, vorgestellt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der vieldiskutierte Goldsarg aus dem Grab KV 55 im „Tal der Könige", dessen Auftraggeber bislang unbekannt war. Das Oberteil des Sarges verlässt erstmals das Ägyptische Museum in Kairo, um in München mit seinem hier rekonstruierten Unterteil nach mehr als dreitausend Jahren wieder zusammengeführt zu werden. Weitere Funde aus diesem Grab und Beigaben anderer königlicher Bestattungen dieser Epoche – Sargmasken, Kanope, Uschebtis, Gefäße – lassen die ursprüngliche Pracht einer königlichen Grabausstattung des Neuen Reiches wiederentstehen.

Die "Goldsarg-Affäre"

In den vergangenen zwei Jahren ist immer wieder von den Medien - ausgehend von einer amerikanischen Zeitschrift - der Versuch unternommen worden, die Bemühungen des Münchner Museums um die Rettung der Fragmente des Sargunterteils aus KV 55 mit illegalen Machenschaften - Kunstraub, Hehlerei, Geldwäsche - gleichzusetzen und zum Skandal zu erklären. Die Restaurierung und Rückführung der Sargfragmente ist seit ihrer Entdeckung ein vom Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München und der Ägyptischen Altertümerverwaltung in gegenseitigem Einverständnis entwickeltes und nunmehr zum Abschluß gebrachtes Projekt internationaler kultureller Zusammenarbeit.

Zu dieser Ausstellung entstand eine multimediale Produktion:

Computer-Tomographie des Goldsargs

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