Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Archiv Februar 2016: KunstZeit

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Bildhauermodell

KunstZeit

Führungen in Münchner Kunstmuseen und -räumen für Menschen mit Demenz Wie kann Menschen mit Demenz ein barrierefreier Zugang zu Kunst ermöglicht werden? Wie können Besuche für Betroffene in Museen und Ausstellungsräumen und Teilnahmen an Führungen gestaltet werden?
Im Februar 2016 startete das Projekt KunstZeit, das diesen Fragen in der Praxis nachgeht. Es bietet Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und Begleiterinnen wie Begleitern ein vielfältiges Führungsprogramm in unterschiedlichen Museen und Ausstellungsorten in München an.

Die Führungen ermöglichen lebendige, sinnliche Zugänge zu ausgewählten Werken und Objekten. Annäherungen an Kunst erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei auf ganz unterschiedliche Weise: durch intuitives Entdecken oder Tasten, im gemeinsamen Gespräch oder in Rundgängen mit musikalischen und künstlerisch-praktischen Akzenten. Die auf den jeweiligen Austragungsort abgestimmten Konzepte schaffen dabei den Rahmen für ein gemeinsames Kunsterlebnis der Betroffenen mit ihren Angehörigen und Begleiterinnen wie Begleitern.

KunstZeit beruht auf einem gemeinsamen Konzept der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und der städtischen Museen und Kunstorte Museum Villa Stuck, Lenbachhaus und Artothek & Bildersaal und findet in der aktuellen Testphase in Kooperation mit der Alzheimergesellschaft e.V. statt. Ab Herbst 2016 werden die KunstZeit-Veranstaltungen in München regelmäßig auch im Bayrischen Nationalmuseum und im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München angeboten.

Auf Initiative der Stiftung Pinakothek der Moderne wird das Angebot durch die freundliche Unterstützung der Josef und Luise Kraft-Stiftung ermöglicht.
Die Josef und Luise Kraft-Stiftung setzt sich seit 30 Jahren für die Interessen älterer Menschen in der deutschen Gesellschaft ein. Dabei kooperiert die Stiftung mit verschiedensten Organisationen und Einrichtungen, die lösungsorientierte und ideenreiche Projekte initiieren, mit denen der Brückenschlag in die Gesellschaft gelingt.

Das Forschungsprojekt Entwicklung eines Modells zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz im Museumsraum gab den entscheidenden Impuls für die institutionsübergreifende Initiative in München. Dieses wurde vom International Institute for Subjective Experience and Research (ISER) an der Medical School in Hamburg geleitet und in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum Duisburg und der Demenz Support Stuttgart durchgeführt. Es wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Soziale Innovationen für Lebensqualität in der alternden Gesellschaft“.
Bereits seit 2012 untersuchte die Studie die spezielle Kunstvermittlung für Museumsbesucherinnen und - besucher mit Demenz.
In diesem Zusammenhang unterstützte das Forschungsteam in Fortbildungen und Workshops mehrere Kunstmuseen in Deutschland, um Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Neben den genannten Münchner Institutionen waren bundesweit zahlreiche Partner beteiligt: das Sprengel Museum in Hannover, das Kunstmuseum Bochum, die Deichtorhallen und die Kunsthalle Hamburg, Schloss Moyland, die Gemäldegalerie Dresden, der Hamburger Bahnhof und die Gemäldegalerie in Berlin, das Kunstmuseum Stuttgart und die Kunsthalle Bremerhaven.

Kontakt in den Museen und Kunsträumen

Johanna Berüter, Kunstvermittlung am Museum Villa Stuck
Telefon: 089 544441-29,
Email: johanna.berueter@muenchen.de

Stephanie Waldschmidt, Kunstvermittlung der Pinakotheken
Telefon: 089/ 23805 – 263,
Email: stephanie.waldschmidt@pinakothek.de

Stephanie Lyakine-Schönweitz, Kunstvermittlung im städtischen Kunstraum, Artothek & Bildersaal, br />Telefon: 089 233 21684,
Email: kunstvermittlung@muenchen.de

Martina Oberprantacher, Kunstvermittlung am Lenbachhaus und Kunstbau

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