Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Archiv Dezember 2015: Aus Pharaos Werkstatt. Handwerk und Material im alten Ägypten

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Textdokumente

Fotografien

Bildhauermodell

Bildhauermodell

Kalkstein,
Ptolemäerzeit
332-30 v. Chr. ÄS 4878

Ab der Mitte des 1. Jahrtausend v. Chr. wurde die altägyptische Kultur durch die Fremdherrschaft der Perser und Assyrer mehr und mehr überfremdet, zahlreiche Ausländer kamen auch als Handelstreibende ins Land. Diese Tendenz verstärkte sich durch die Eroberung des Landes durch Alexander den Großen (332 v. Chr.), in deren Folge sich die hellenistische Kultur vor allem in Unterägypten auszubreiten begann. Als Antwort darauf schufen die Künstler Modelle in Relief und Rundplastik, die die Tradition des altägyptischen Werkverfahrens sowie die Proportionen und Formen des menschlichen Körpers und wichtiger Motive bewahren sollten. Oft bewusst in unfertigem Zustand belassen, zeigen diese Modelle häufig die Hilfslinien des Quadratnetzes. Vermutlich wurden sie als Votivgaben in den Tempeln des Ptah, des Gottes der Handwerker und Künstler, gestiftet.

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Vase in Gestalt des Gottes Bes

Vase in Gestalt des Gottes Bes

Ton, bemalt
Neues Reich, 18./19. Dynastie,
1360-1250 v. Chr.
ÄS 7145

Bes, eine zwergengestaltige Gottheit mit Ursprüngen in Schwarzafrika, gehört zum Gefolge der Göttin Hathor. Sie ist eine der wenigen ägyptischen Gottheiten, in deren Kult die Trunkenheit eine gewisse Rolle spielt. So ist zu erklären, dass es einige wenige außergewöhnliche Gefäße in Gestalt des Gottes Bes mit seinem Fratzengesicht gibt, die zum Mischen von Wein mit Wasser bestimmt waren.

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Miniaturlöwe aus einem Schmuckstück

Miniaturlöwe aus einem Schmuckstück

Hämatit, Gold
Neues Reich, 18. Dynastie, 1500-1400 v. Chr.
ÄS 7090

Nur 2,3 Zentimeter ist diese kleine Kostbarkeit groß, die auf Grund ihrer wertvollen Materialien einem königlichen Schmuckstück zugeordnet werden kann. Da die kleine Basisplatte, auf der der Löwe liegt, nicht mit Gold überzogen ist, war das Figürchen wohl in einen Steg eingelassen. Dafür gibt es Parallelen im Schatzfund der Königinnen von Thutmosis III., wo ein Armband in vergleichbarer Technik mit liegenden Katzen verziert ist.

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Lotoskelch

Lotoskelch

Fayence
Neues Reich, 18. Dynastie, um 1400 v.Chr.
ÄS 1574

Die Lotoskelche bilden eine kleine Gruppe kostbarer Gefäße, deren Gebrauch auf Königshof und Oberschicht begrenzt war. Der Lotos, dessen Blüte sich morgens öffnet, wurde mit dem jugendlichen Sonnengott gleichgesetzt und war ein Symbol für die Wiedergeburt im Jenseits.

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Aufsatz eines Szepters

Aufsatz eines Szepters

Elfenbein
Protodynastisch, Dynastie „0“, um 3000 v. Chr.
ÄS 1520

Unter einem Baldachin thront ein Herrscherpaar, flankiert von einer knienden Figur links und einer schreitenden Figur rechts, beide in einer Nische, die vielleicht Ober- und Unterägypten repräsentieren. Auf der Rückseite hocken drei mit Bogen bewaffnete Soldaten hinter ihrem Anführer, vermutlich die Leibgarde des Königs.

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