Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Archiv Oktober 2014: SAND IN MY EYES. Sudanese Moments

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Textdokumente

Fotografien

Hirten der Shenabla

Hirten der Shenabla tränken eine Herde von 150 Kamelen an einem hafir, einem Wasserloch, in dem Regenwasser gespeichert wird.

Al Aiara, Nord-Kordofan

Hafire werden in Trockengebieten als Wassereservoirs für Mensch und Tier genutzt. Aus einem Sack, eingeweicht in eine Tränke aus Lehm, sickert Mehl in das Wasser; das ist nahrhaft und steigert besonders vor langen Wüstenstrecken die Wasseraufnahme der Kamele. Manche Kamelrassen können mehr als einen Monat ohne Wasser auskommen. Kamelmilch ist so nährstoffreich wie eine vollwertige Mahlzeit. Bei ihren Weidezügen über große Entfernungen ist sie für die Hirten über Monate das Grundnahrungsmittel.

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Eine Frau der Kawahla

Eine Frau der Kawahla webt in ihrem Zelt einen kidan, einen farbenprächtigen Teppich.

Awlad Al Fakih, Nord-Kordofan

Weben ist in der Lebensweise der Hirten eine typische Tätigkeit von Frauen. Aufgabenbereiche und traditionelles Wissen sind nach Geschlecht und Alter aufgeteilt. Frauen und Mädchen kümmern sich um Kinder, Alte und Jungtiere. Sie sind zuständig für den Bau und die Reparatur der Behausung, für Melken und Kochen, für das Sammeln von Brennholz und für die Wasserversorgung. Die Verantwortlichkeiten der Männer und Jungen beziehen sich hauptsächlich auf den Viehbestand.

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Altersgenossen auf Besuch

Altersgenossen auf Besuch

Al Gaa, Nord-Kordofan

In den Stammesgesellschaften und dem traditionell weiten Verwandtschaftsgefüge im Sudan folgen Altersgenossen dem gleichen Lebensweg. Ähnliche Erfahrungen, Gebräuche und Lebensweisen lassen eine tiefe Vertrautheit entstehen, eine gemeinsame Identität, ein Gefühl der Geborgenheit. Oft beobachtet man Zusammenkünfte von Männern und Frauen der gleichen Altersgruppe. Wenn junge Leute dazu kommen, zeigen sie respektvolle Zurückhaltung.

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Junge Männer essen aseeda.

Junge Männer essen aseeda.

Al Mazrub, Nord-Kordofan

Der dicke Brei aus zerstampfter Hirse wird zum Frühstück und als Beilage gegessen und bildet in weiten Teilen des Sudan das Grundnahrungsmittel. In den verschiedenen Ethnien des Sudan ißt man nicht alleine, sondern in der Gemeinschaft aus einer Schüssel, von derselben Platte und immer mit der rechten Hand.

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Ein junges Mädchen tanzt bei einer Hochzeit der Hawazma den mrdoum.

Ein junges Mädchen tanzt bei einer Hochzeit der Hawazma den mrdoum.

Um Barambita, Nuba-Berge

Geschmückt mit Perlen, Silber, bunten Bändern, historischen Münzen, Blumen und Straußenfedern ahmen die Mädchen mit ihrem von Trommeln begleiteten Tanz die schnellen Schritte von Straußen nach. Sie schmücken sich mit trbulul, einer Paste aus Beifuß, gemahlenen Nelken, Basilikum, in Bienenwachs gekochten Gewürzkörnern, Öl und Gummi Arabicum, die in verschiedenen Formen auf die Enden von Haarsträhnen aufgebracht und mehrere Wochen lang getragen wird. Die trbulul verbreiten einen berauschenden Duft, und wenn sie gegeneinander schlagen, lassen sie ein rhythmisches Klappern hören.

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Musiker der Daju

Musiker der Daju

Shengil, Nuba-Berge

Wenn die Daju, bei Hochzeiten und anderen Ereignissen ihren einzigartigen kanga-Tanz aufführen, bieten sie eine intensive Verbindung unterschiedlicher Kulturen: Man hört den dynamischen Rhythmus der nuggara-Trommeln der typisch ist für die sudanesischen Baggara-Nomaden; der kräftige Klang der bukhsa, aus Kalebassen gefertigten Blasinstrumenten, stammt aus den Nuba-Bergen.

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Schönheit und soziale Stellung

Schönheit und soziale Stellung dieser Kababish-Frau werden unterstrichen durch den zumam, einen großen goldenen Nasenring.

Al Hamrat Al Sheikh

Oft aus Messing, Kupfer und Silber gefertigt, zeigen verschiedene Formen des zumam, dass die Frau verheiratet ist. Die blaue Tätowierung auf der Unterlippe ist ein Schönheitsmerkmal aus dem Kindesalter. Die Gesichtszüge verweisen auf arabische Vorfahren, die in verschiedene nordafrikanische Stämme einheirateten. Mit ihren großen Kamelherden durchziehen die Kababish in Nord-Kordofan weite Regionen der Sahara bis an den Rand der libyschen Wüste.

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Ein Ngolo-Nuba fordert Rivalen zum suraa

Ein Ngolo-Nuba fordert Rivalen zum suraa, einem traditionsreichen Ringkampf.

Fama, Nuba-Berge

Geschmückt mit Gürteln, Perlen, Fell und Glöckchen, von ihrer Sippe mit Asche beworfen, breiten die Ringer ihre Arme wie die geschwungenen Hörner starker, stolzer Stiere aus. Der Ringkampf findet auf dem Bergrücken statt und wird vom harten Klang der Trommeln und den Anfeuerungsrufen der Umstehenden begleitet. Die Belohnung für Mut und Kraft im Ringkampf ist die Anerkennung als echter Mann.

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