Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte

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Es gibt insgesamt 308 Berichte
  • 01. Juli 2015 Objekt des Monats - Die Sitzfigur des Cheti

  • 25. Juni 2015 #egyptathome

  • 15. Juni 2015 Großveranstaltungen im Mai

    2. Kunstarealfest und Lange Nacht der Musik

    Die Neuauflage des Kunstarealfestes am Wochenende 9./.10 Mai nach dem Auftakt im Jahr 2013 war diesmal auf zwei Tage ausgelegt – mit dem Gedanken, am Samstag eher inhaltlich orientierte Veranstaltungen und am Sonntag ein Familienprogramm anzubieten.
    Da einerseits am Samstag die „Lange Nacht der Musik" stattfand – es ist nahezu unmöglich, in München ein „freies" Wochenende außerhalb von Ferien, Oktoberfest und Winter zu finden, andererseits das allgemeine Motto „Begegnungen" hieß, hatten wir uns nach der Devise „wenn schon, denn schon" entschlossen, dann auch gleich noch an der Langen Nacht teilzunehmen und als Generalthema diesmal die Musik zu wählen. Keine schlechte Entscheidung, wie das Interesse (und die Besucherzahlen) an beiden Tagen und in der Nacht belegten.

    Unter dem Titel „Rhythm 'n' Ritual" standen am Samstag Vorträge und Lesungen auf dem Programm, die es dieser Konzentration und Vielfalt so noch nie in unserem Haus gegeben hat – was bei unserem ganzjährigen Programm seit vielen Jahren schon etwas heißen will! Zwei Vorträge widmeten sich speziellen Instrumenten im alten Ägypten – den Klappern und der Flöte, zwei Vorträge stellten altägyptische Literatur mit Lesungen der „Harfnerlieder" und der „Liebeslieder" in den Mittelpunkt, und zwei weitere Vorträge spürten altägyptischen Vorlagen in der Neuzeit nach, nämlich Altägypten in der Oper und im Notendruck des frühen 20. Jahrhunderts.

    Am Abend war zur Musiknacht dann der in Luxor geborene (und in Berlin lebende) Mohamed Askari zu Gast, der seit Jahrzehnten eine prägende Persönlichkeit der arabischen Musik in Deutschland ist. Als Musiker, Komponist und Musikpädagoge vermittelt er mit seiner Nay-Flöte authentisch die klassische Musik seiner ägyptischen Heimat. An immer anderen Orten im Museum – zum Auftakt im Raum „Kunst und Form", später vor der Amarna-Wand, bei den Göttern oder den Pharaonen - schuf er eine ganz besondere Atmosphäre, die zu einer neuen, intensiven, ja meditativen Begegnung mit den altägyptischen Kunstwerken einlud.
    Nichts für den ungeduldigen Besucher, den es ja bei einem solchen „Event" auch immer gibt, aber offenbar ein nachhaltiges Erlebnis für manch anderen, wie nicht nur die zahlreichen positiven Rückmeldungen am Abend selbst, sondern auch ein paar Mails in den folgenden Tagen belegten.

    Am Sonntag hieß es dann „Aufschlag" für das Münchner Percussion Duo Double Drums, das ab 11 stündlich auf der Freitreppe vor dem Museum auftrat und damit alle Passanten von der Gabelsbergerstraße geradezu magisch anzog – waren es in der Früh zunächst 20, 30 Zuhörer, strömten am Nachmittag dann die Massen, die Freitreppe war gut besetzt, weitere Zuhörer standen oben auf dem Gehsteig, beim letzten Auftritt waren es rund 250 Gäste – und die meisten kamen anschließend auf Einladung der Musiker ins Museum! Die beiden Musiker, Alexander Göggler und Philipp Jungk, Absolventen der Musikhochschule München und Träger des Bayerischen Kunstförderpreises, spielen nicht nur auf „klassischen" Instrumenten wie Schlagzeug, Trommeln oder Marimbaphon, sondern auf allem, was sich dazu anbietet, diesmal waren es Leitern, Kartons, Kochtöpfe...
    Im Inneren des Museums gab es an diesem Tag ergänzend zwei Trommel-Workshops für Kinder, ein Werkstattprogramm und ein musikalisches Museums-Quiz. Außerdem standen den ganzen Tag „Uschebtis", die „Antworter" in Gestalt von Mitarbeitern und Führungskräften, für Fragen und Kurzführungen zur Verfügung – Trommelwirbel auf der Freitreppe und Konzentration und Stille im Museum. Das Konzept, mit dem Auftritt der Double Drums Aufmerksamkeit zu erzeugen unter den Passanten, nach außen zu gehen, um die nach innen zu bringen, war voll aufgegangen, wie die knapp 3000 Besucher an diesem Sonntag belegen.

    Internationaler Museumstag

    Nur eine Woche nach Musiknacht und Kunstarealfest fand der Internationale Museumstag statt, der immer auf den Sonntag fällt, der am nächsten zum 18. Mai liegt – in diesem Jahr also eine nicht allzu glückliche Konstellation, denn am selben Tag zogen Streetlife-Festival und Leopold-Korso 300 000 Menschen in die Innenstadt – kein Wunder, daß es in diesem Jahr etwas ruhiger war als bei vergleichbaren Veranstaltungen. Dennoch fand das Angebot eines Familienprogramms mit dem Werkstattprogramm für Kinder und zweimaliger Lesung mit Signierstunde der Münchner Autorin Diana Hillebrand, zu dem parallel die Originalzeichnungen aus der Serie ihrer „Paula"-Bücher ausgestellt waren, sein (jugendliches) Publikum – es war nur etwas ruhiger, wie es wohl ohne die sonstigen Großveranstaltungen gewesen wäre.

  • 25. Mai 2015 EMYA – European Museum of the Year Award

    Themen:
  • 20. Mai 2015 „Blick unter die Erde“


    Neue App öffnet unterirdisches Museum für Passanten

    An der Gabelsbergerstraße leitet die hoch aufragende Portalwand des Ägyptischen Museums den Blick nach unten auf die dort verborgenen Räume. Nun gibt eine neue App Hilfestellung, auch als Passant eine Idee vom „Innenleben" des Museums zu bekommen. Im Rasen über dem Museum steckt seit Kurzem ein Schild mit der Aufschrift „Einblick!" und einem QR-Code darauf. Ruft man den dazugehörigen Link auf, öffnet sich virtuell am Handybildschirm der Boden und gibt den Blick frei auf die darunter liegenden Räume des Museums. Je nach Tageszeit wechselt die Ansicht und zeigt entweder eine Tages- oder eine Nachtansicht des Museums. Die App ermöglicht so auch, dem imaginären Blick der Skulptur Present Continuous des holländischen Bildhauers Henk Visch in das Museum hinein zu folgen. Die Aluminiumskulptur steht auf der Rasenfläche oberhalb des Museums in gebückter Haltung mit Blickrichtung nach unten. Ein roter „Gedankenstrahl" dringt von ihrer Kopfpartie hinab durch die Rasenfläche bis hinein ins Museum.

    Link zur App:http://smaek.founders-media.com
  • 18. Mai 2015 Ausstellung "Paula und die geheimnisvolle Miss Bloom"

    Noch bis zum 14. Juni gibt es im Auditorium des Museums eine kleine Ausstellung zum Kinderbuch "Paula und die geheimnisvolle Miss Bloom" der Münchner Kinderbuchautorin Diana Hillebrand. Paula ist in diesem Bch u.a. auch im Ägyptischen Museum zu Gast!

    Gezeigt werden 11 Original-Zeichnungen und -Collagen der Künstlerin und Illustratorin Stefanie Duckstein.

    Der Eintritt ist frei!

    Informationen zu den Paula-Büchern unter http://www.diana-hillebrand.de/

    Informationen zu Stefanie Duckstein unter http://www.stefanie-duckstein.de/

    Hier finden Sie noch ein kleines Interview mit Diana Hillebrand, daß anlässlich ihrer Lesung am Internationalen Museumstag entstanden ist.
  • 05. Mai 2015 MahlZeitZeichen

    Der Sonderausstellungsraum war abgedunkelt, in seiner Mitte stand eine lange Tafel, mit schwarzem (Kreide-)Papier abgedeckt und künstlerisch eingedeckt mit Zeichnungen von Henning von Gierke. Die 50 Teilnehmer konnten Platz nehmen an den Tischen, deren Segmente mit Begriffen wie „Sehnsucht", „Begierde", „Hunger", „Kultur", „Wahn", „Verzicht" oder „Suche" bezeichnet waren.

    Das „Kultmahl" schloß sich nicht nur an einen gleichnamigen Vortragsnachmittag an, sondern bildete den Abschluß einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe, die monatlich dem Thema „Feste im christlichen und altägyptischen Kalender" nachgegangen war – mit Vorträgen, Lesungen und Gottesdiensten. Zu einer frühmorgendlichen Performance im Sommer mit Ruth Geiersberger, dem Alphornensemble und Tänzerinnen im Atrium waren zum Sonnenaufgang um 5 Uhr gleichfalls rund 50 Teilnehmer der Einladung ins Museum gefolgt.

    Auf der Speisekarte der Essperformance fanden sich so exotische Gerichte wie Lotuswurzel in den Farben des angehenden Tages, Nilbarschling mit Venusmuscheln im Algenbett, Goldenes Milchlamm auf einer Frühlingswiese mit süßem Erdapfelgrund und Blutorangeninferno mit confierten Zitrusfrüchten, dazu gab es Anch-Brezen und Kreuzbrot und wurden Weine des Südens und Wasser des Nils gereicht. Die wie gemalt drapierten Speisen wurden aufgetragen mit begleitenden Texten aus der Bibel, Märchen oder altägyptischen Erzählungen; zwischen den Gängen gab es performative Texte und Klanginterventionen von Ruth Geiersberger und Martina Koppelstätter, vom Zwiefache über das Couplet bis zur Arie.

    Ein Kultmahl der ganz anderen Art, wohlschmeckend und überraschend, besinnlich und lustig, zum Nachdenken und Vergnügt-Sein – ein wunderbarer Abschluß einer interessanten Reihe.
  • 05. Mai 2015 Thementag "Sudan"

    Mit der Übernahme des Naga-Forschungsprojekts im Mai 2013 hat das Ägyptische Museum einen neuen Schwerpunkt gesetzt, der auch im Raum „Nubien und Sudan" thematisiert wird.Gleichzeitig baut das Institut für Ägyptologie der Ludwig-Maximiliansuniversität eine Abteilung zur Sudanforschung auf. Durch die bereits bestehende enge Zusammenarbeit von Universitätsinstitut und Museum entsteht somit in München ein gewichtiger Standort der Sudanforschung.

    Am 25. April 2015 präsentierte sich das Institut für Ägyptologie beim Thementag „Nubien und Sudan" im Ägyptischen Museum mit vier Beiträgen aus dem Team des Instituts.Der Institutsvorstand Friedhelm Hoffmann ließ das Bild der Nubier in altägyptischen Texten lebendig werden. Von den Expeditionsberichten der Pyramidenzeit bis zu demotischen Romanerzählungen spannte sich der historische Bogen. Durch alle Texte bis zu den Papyri der Römerzeit zieht sich das Leitmotiv des unbewältigten „Nubien-Traumas" der Ägypter.Martina Ullmann resümierte ihre Habil-Schrift über die nubischen Tempel Ramses' II. und arbeitete klar heraus, wie im Bild- und Textprogramm und in der Kulttopographie dieser sechs Tempel von Beit el Wali bis Abu Simbel die theologische Integrierung Nubiens in ein pharaonisches Weltbild betrieben wird.

    Rosemarie Klemm führte in die Goldlagerstätten zwischen Nil und Rotem Meer. Als Ergebnis der mit ihrem Mann D. D. Klemm über viele Jahre durchgeführten Feldforschungen konnte sie die antiken Techniken der Goldgewinnung demonstrieren und einen Einblick in die unendlich entsagungsvolle Arbeit der antiken Goldgräber geben.

    Julia Budka, soeben als Sudanarchäologin an die LMU berufen, stellte ihr bereits seit einigen Jahren laufendes und nun von München aus betriebenes Grabungsprojekt auf der Insel Sai vor, dem „Brückenkopf" der ägyptischen Kolonisation im Norden des Sudan während des Neuen Reiches. Minutiöse Grabungstechnik und interdisziplinäre Fragestellungen versprechen ein neues Bild der Präsenz Ägyptens in der letztlich nie völlig unterworfenen südlichen Nachbarregion.

    Arnulf Schlüter schloß den langen, spannenden Nachmittag mit einem Kurzbericht über die Grabungssaison 2014/2015 in Naga, die am 19. September 2015 das Thema des ganztägigen „Naga-Tags" sein wird.

    Der Nubien- und Sudan-Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie die Archäologie der südlichsten Region der antiken Welt in Deutschlands südlichstem Standort der Ägyptologie ein neues Zentrum gefunden hat.
  • 29. April 2015 Gamer Poetry Slam - Slammin' the Games

    Schon gesehen? Am 2. Juni findet in unserem Haus ein Poetry Slam statt!

    Ein Startplatz ist noch frei! Wenn Du selbst Gamer bist und Geschichten zu erzählen hast oder Dir zu diesem Thema so mancher Reim einfällt, dann bewerbe Dich mit Deinem Text bei uns.
    Belohnt wirst Du mit einem Platz in einem hochkarätig besetzten Line-Up sowie einer Gage von 300 €. Und wer weiß – vielleicht ist dies ja für Dich der Startschuss für eine Slam-Karriere.

    Schreib uns über buchungen@smaek.de

    Einsendeschluß ist der 17. Mai 2015!
  • 28. April 2015 Im Regen...

    Gestern fanden erneut Dreharbeiten im Museum und im Kunstareal für unser Projekt "All included" statt.
    Ausgehend von der Grabwand des Imeneminet ging es zu den Pinakotheken, der Antikensammlung und Glypthotek und den Propyläen.

    Ein Teaser zum Beitrag ist demnächst auf der Seite von Mona Horncastle oder auf unserem YouTube-Kanal zu sehen!
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