Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte

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Es gibt insgesamt 311 Berichte
  • 13. Juli 2015 Quartalsprogramm Juli - August - September

    Dokumente

  • 02. Juli 2015 Gamer Poetry Slam - Slammin' the Games

    Als Begleitveranstaltung zur aktuellen Sonderausstellung „Archäologie der Zukunft" gab es erstmals im Ägyptischen Museum am 2. Juni ein neues Veranstaltungsformat, das wir längst einmal ausprobieren wollten – einen Poetry-Slam.
    „Niemand hat die Absicht, eine Firewall zu errichten", das war eine der Erkenntnisse dieses Abends. „Gamer Poetry Slam – Slammin' the Games" lautete der Obertitel in Anspielung auf die Ausstellung. Jeder Poetry Slam braucht ein Grundthema, auf das die Texte ausgerichtet sind – hier waren es Video- und Computerspiele. Sieben der bekanntesten Münchner Poeten waren im Museum zu Gast – sie traten in zwei Runden an, aus denen jeweils ein Sieger gekürt wurde, die im Finale dann um die erste Meisterschaft im Museum slammten.
    Im Finale standen sich Sven Kemmler und Dominik Erhard gegenüber, letzterer gewann mit einer beeindruckenden Performance zu „Wir spielen alle in einem Theaterstück". Der Poetry-Slam hat über 150 begeisterte Besucher ins ausverkaufte Auditorium gezogen, und es wird mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.
    Ein besonderer Dank geht an Ko Bylansky für Organisation, Unterstützung und Moderation dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Teilnehmer und Zuhörer hatten viel Spaß und „jeder ist seines eigenen Glückes Programmierer".
  • 01. Juli 2015 All included!

    Es ist da - das kostenlose ebook zu unserem ersten Bildungsworkshop in Kooperation mit der Mona Horncastle Bildungsprojekte gGmbH.

    Das Buch ist das Ergebnis eines P-Seminars der inklusiven Q11 des Gisela Gymnasiums in Schwabing wird demnächst auch als Mediaguide für Schwerhörige, Gehörlose und alle anderen Jugendlichen im Museum zur Verfügung stehen!

    Das ebook ist hier herunterzuladen.
  • 01. Juli 2015 Objekt des Monats - Die Sitzfigur des Cheti

  • 25. Juni 2015 #egyptathome

  • 15. Juni 2015 Großveranstaltungen im Mai

    2. Kunstarealfest und Lange Nacht der Musik

    Die Neuauflage des Kunstarealfestes am Wochenende 9./.10 Mai nach dem Auftakt im Jahr 2013 war diesmal auf zwei Tage ausgelegt – mit dem Gedanken, am Samstag eher inhaltlich orientierte Veranstaltungen und am Sonntag ein Familienprogramm anzubieten.
    Da einerseits am Samstag die „Lange Nacht der Musik" stattfand – es ist nahezu unmöglich, in München ein „freies" Wochenende außerhalb von Ferien, Oktoberfest und Winter zu finden, andererseits das allgemeine Motto „Begegnungen" hieß, hatten wir uns nach der Devise „wenn schon, denn schon" entschlossen, dann auch gleich noch an der Langen Nacht teilzunehmen und als Generalthema diesmal die Musik zu wählen. Keine schlechte Entscheidung, wie das Interesse (und die Besucherzahlen) an beiden Tagen und in der Nacht belegten.

    Unter dem Titel „Rhythm 'n' Ritual" standen am Samstag Vorträge und Lesungen auf dem Programm, die es dieser Konzentration und Vielfalt so noch nie in unserem Haus gegeben hat – was bei unserem ganzjährigen Programm seit vielen Jahren schon etwas heißen will! Zwei Vorträge widmeten sich speziellen Instrumenten im alten Ägypten – den Klappern und der Flöte, zwei Vorträge stellten altägyptische Literatur mit Lesungen der „Harfnerlieder" und der „Liebeslieder" in den Mittelpunkt, und zwei weitere Vorträge spürten altägyptischen Vorlagen in der Neuzeit nach, nämlich Altägypten in der Oper und im Notendruck des frühen 20. Jahrhunderts.

    Am Abend war zur Musiknacht dann der in Luxor geborene (und in Berlin lebende) Mohamed Askari zu Gast, der seit Jahrzehnten eine prägende Persönlichkeit der arabischen Musik in Deutschland ist. Als Musiker, Komponist und Musikpädagoge vermittelt er mit seiner Nay-Flöte authentisch die klassische Musik seiner ägyptischen Heimat. An immer anderen Orten im Museum – zum Auftakt im Raum „Kunst und Form", später vor der Amarna-Wand, bei den Göttern oder den Pharaonen - schuf er eine ganz besondere Atmosphäre, die zu einer neuen, intensiven, ja meditativen Begegnung mit den altägyptischen Kunstwerken einlud.
    Nichts für den ungeduldigen Besucher, den es ja bei einem solchen „Event" auch immer gibt, aber offenbar ein nachhaltiges Erlebnis für manch anderen, wie nicht nur die zahlreichen positiven Rückmeldungen am Abend selbst, sondern auch ein paar Mails in den folgenden Tagen belegten.

    Am Sonntag hieß es dann „Aufschlag" für das Münchner Percussion Duo Double Drums, das ab 11 stündlich auf der Freitreppe vor dem Museum auftrat und damit alle Passanten von der Gabelsbergerstraße geradezu magisch anzog – waren es in der Früh zunächst 20, 30 Zuhörer, strömten am Nachmittag dann die Massen, die Freitreppe war gut besetzt, weitere Zuhörer standen oben auf dem Gehsteig, beim letzten Auftritt waren es rund 250 Gäste – und die meisten kamen anschließend auf Einladung der Musiker ins Museum! Die beiden Musiker, Alexander Göggler und Philipp Jungk, Absolventen der Musikhochschule München und Träger des Bayerischen Kunstförderpreises, spielen nicht nur auf „klassischen" Instrumenten wie Schlagzeug, Trommeln oder Marimbaphon, sondern auf allem, was sich dazu anbietet, diesmal waren es Leitern, Kartons, Kochtöpfe...
    Im Inneren des Museums gab es an diesem Tag ergänzend zwei Trommel-Workshops für Kinder, ein Werkstattprogramm und ein musikalisches Museums-Quiz. Außerdem standen den ganzen Tag „Uschebtis", die „Antworter" in Gestalt von Mitarbeitern und Führungskräften, für Fragen und Kurzführungen zur Verfügung – Trommelwirbel auf der Freitreppe und Konzentration und Stille im Museum. Das Konzept, mit dem Auftritt der Double Drums Aufmerksamkeit zu erzeugen unter den Passanten, nach außen zu gehen, um die nach innen zu bringen, war voll aufgegangen, wie die knapp 3000 Besucher an diesem Sonntag belegen.

    Internationaler Museumstag

    Nur eine Woche nach Musiknacht und Kunstarealfest fand der Internationale Museumstag statt, der immer auf den Sonntag fällt, der am nächsten zum 18. Mai liegt – in diesem Jahr also eine nicht allzu glückliche Konstellation, denn am selben Tag zogen Streetlife-Festival und Leopold-Korso 300 000 Menschen in die Innenstadt – kein Wunder, daß es in diesem Jahr etwas ruhiger war als bei vergleichbaren Veranstaltungen. Dennoch fand das Angebot eines Familienprogramms mit dem Werkstattprogramm für Kinder und zweimaliger Lesung mit Signierstunde der Münchner Autorin Diana Hillebrand, zu dem parallel die Originalzeichnungen aus der Serie ihrer „Paula"-Bücher ausgestellt waren, sein (jugendliches) Publikum – es war nur etwas ruhiger, wie es wohl ohne die sonstigen Großveranstaltungen gewesen wäre.

  • 25. Mai 2015 EMYA – European Museum of the Year Award

    Themen:
  • 20. Mai 2015 „Blick unter die Erde“


    Neue App öffnet unterirdisches Museum für Passanten

    An der Gabelsbergerstraße leitet die hoch aufragende Portalwand des Ägyptischen Museums den Blick nach unten auf die dort verborgenen Räume. Nun gibt eine neue App Hilfestellung, auch als Passant eine Idee vom „Innenleben" des Museums zu bekommen. Im Rasen über dem Museum steckt seit Kurzem ein Schild mit der Aufschrift „Einblick!" und einem QR-Code darauf. Ruft man den dazugehörigen Link auf, öffnet sich virtuell am Handybildschirm der Boden und gibt den Blick frei auf die darunter liegenden Räume des Museums. Je nach Tageszeit wechselt die Ansicht und zeigt entweder eine Tages- oder eine Nachtansicht des Museums. Die App ermöglicht so auch, dem imaginären Blick der Skulptur Present Continuous des holländischen Bildhauers Henk Visch in das Museum hinein zu folgen. Die Aluminiumskulptur steht auf der Rasenfläche oberhalb des Museums in gebückter Haltung mit Blickrichtung nach unten. Ein roter „Gedankenstrahl" dringt von ihrer Kopfpartie hinab durch die Rasenfläche bis hinein ins Museum.

    Link zur App:http://smaek.founders-media.com
  • 18. Mai 2015 Ausstellung "Paula und die geheimnisvolle Miss Bloom"

    Noch bis zum 14. Juni gibt es im Auditorium des Museums eine kleine Ausstellung zum Kinderbuch "Paula und die geheimnisvolle Miss Bloom" der Münchner Kinderbuchautorin Diana Hillebrand. Paula ist in diesem Bch u.a. auch im Ägyptischen Museum zu Gast!

    Gezeigt werden 11 Original-Zeichnungen und -Collagen der Künstlerin und Illustratorin Stefanie Duckstein.

    Der Eintritt ist frei!

    Informationen zu den Paula-Büchern unter http://www.diana-hillebrand.de/

    Informationen zu Stefanie Duckstein unter http://www.stefanie-duckstein.de/

    Hier finden Sie noch ein kleines Interview mit Diana Hillebrand, daß anlässlich ihrer Lesung am Internationalen Museumstag entstanden ist.
  • 05. Mai 2015 MahlZeitZeichen

    Der Sonderausstellungsraum war abgedunkelt, in seiner Mitte stand eine lange Tafel, mit schwarzem (Kreide-)Papier abgedeckt und künstlerisch eingedeckt mit Zeichnungen von Henning von Gierke. Die 50 Teilnehmer konnten Platz nehmen an den Tischen, deren Segmente mit Begriffen wie „Sehnsucht", „Begierde", „Hunger", „Kultur", „Wahn", „Verzicht" oder „Suche" bezeichnet waren.

    Das „Kultmahl" schloß sich nicht nur an einen gleichnamigen Vortragsnachmittag an, sondern bildete den Abschluß einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe, die monatlich dem Thema „Feste im christlichen und altägyptischen Kalender" nachgegangen war – mit Vorträgen, Lesungen und Gottesdiensten. Zu einer frühmorgendlichen Performance im Sommer mit Ruth Geiersberger, dem Alphornensemble und Tänzerinnen im Atrium waren zum Sonnenaufgang um 5 Uhr gleichfalls rund 50 Teilnehmer der Einladung ins Museum gefolgt.

    Auf der Speisekarte der Essperformance fanden sich so exotische Gerichte wie Lotuswurzel in den Farben des angehenden Tages, Nilbarschling mit Venusmuscheln im Algenbett, Goldenes Milchlamm auf einer Frühlingswiese mit süßem Erdapfelgrund und Blutorangeninferno mit confierten Zitrusfrüchten, dazu gab es Anch-Brezen und Kreuzbrot und wurden Weine des Südens und Wasser des Nils gereicht. Die wie gemalt drapierten Speisen wurden aufgetragen mit begleitenden Texten aus der Bibel, Märchen oder altägyptischen Erzählungen; zwischen den Gängen gab es performative Texte und Klanginterventionen von Ruth Geiersberger und Martina Koppelstätter, vom Zwiefache über das Couplet bis zur Arie.

    Ein Kultmahl der ganz anderen Art, wohlschmeckend und überraschend, besinnlich und lustig, zum Nachdenken und Vergnügt-Sein – ein wunderbarer Abschluß einer interessanten Reihe.
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