Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte

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Es gibt insgesamt 308 Berichte
  • 09. November 2015 Aus den Leben der Sat-Djehuti

    Ein kooperatives Audioguide-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bayrischen Rundfunk und der Stiftung Zuhören

    Sprechende Götter in Tiergestalt, Unterricht auf dem Fußboden, Urteil vor dem Totengericht: Der achtteilige Audioguide des Graf-Rasso-Gymnasiums Fürstenfeldbruck lädt ein zu einer stimmungsvollen, musikalischen Reise ins Alte Ägypten.

    Viele Ausstellungsexponate im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst begeisterten die Schülern, als sie zu Beginn ihres P-Seminars bei einer Führung das Museum und seine verschiedenen thematischen Schwerpunkte kennenlernen konnten. Welche Geschichte aber steckt genau hinter den manchmal so vertraut wirkenden Gesichtsmasken oder den altägyptischen Tiergestalten? Für die zehn Schüler begann die Recherche, bei der ihnen Museumsmitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite standen.

    Welche Geschichte verbirgt sich hinter der golden glänzenden Gesichtsmaske der Sadtjehuti? Wie kann man sich eine Schulstunde im alten Ägypten vorstellen? Welche Götter gab es zu dieser Zeit und warum wurden viele von ihnen als Tiere dargestellt? Was galt damals als schön? Und was wird beim so genannten Totengericht entschieden? Die Schüler suchten sich verschiedene Exponate und Themen aus und konzipierten gemeinsam mit einem Mediencoach die Manuskripte für ihren Audioguide.

    Ein P-Seminar Musik und die Geschichte des alten Ägypten – wie passt das zusammen?

    In die Geschichte und Kultur des alten Ägypten einsteigen, ein Thema herausarbeiten, Interviews führen, Manuskripte schreiben, Texte selbst einsprechen ... – neben den zahlreichen Aufgaben, die alle Audioguidemacher zu bewältigen haben, waren die Schülern in diesem Projekt besonders gefordert, denn als P-Seminar Musik war für sie klar: Alle Musikstücke, die sie in ihrem Audioguide verwenden wollten, sollten auch selbst komponiert und einspielt werden. Die Schüler scheuten hierbei keine Mühe: Sie entwickelten für ihren Audioguide ein musikalisches Gesamtkonzept und brachten für die Endproduktion in einem Studio des Bayerischen Rundfunks ihre eigenen Instrumente mit.

    Es entstanden acht Hörstücke, die auf verspielte Weise verschiedene Ausstellungsschätze des Museums Ägyptischer Kunst zum Klingen bringen. Strenge Lehrer, stolze Götter, bezaubernde Schminkverfahren. Hier wird das Alte Ägypten lebendig.

    Am Donnerstag, dem 12.11.2015 Uhr findet um 18 Uhr im Auditorium des Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst die öffentliche Gesamtpräsentation dieses Projektes durch die Schüler statt! Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme!

    Weitere Informationen zum Projekt und Hörbeispiele gibt es auf der Seite des BR.

    Der Audioguide ist auch erhältlich über die „Bayern hören"-App.


  • 08. Oktober 2015 KUNSTSALON 2015 – ZWISCHENTÖNE –

    Erdacht, konzipiert und realisiert von Künstlern für Künstler –gemacht für Menschen, die sich unabhängig vom Kunstmarkt eine eigene Meinung bilden wollen
    –informativ – unabhängig – kritisch – abwechslungsreich – unterhaltsam.

    Zum 56. Mal in Folge und zum dritten Mal im Ägyptischen Museum präsentiert die Jahresausstellung KUNSTSALON 2015 in Selbstorganisation und nach dem Prinzip der „Freien Einsendung" zeitgenössische Strömungen der Gegenwartkunst. Unter dem Titel ZWISCHENTÖNE präsentieren sich insgesamt 61 Künstler mit 95 Werken.
    Erdacht, konzipiert und realisiert von Künstlern für Künstler

    Der KUNSTSALON 2015 mit dem Untertitel ZWISCHENTÖNE ist eine Bestandschau zeitgenössischen Kunstschaffens, die durch "freie Einsendung" (Künstler bewerben sich ohne Ansehen der Person) und anschließender Auswahl durch eine Jury zusammengestellt wird. Die Jury besteht aus einem Team wechselnder Künstler und ist wie die gesamte Organisation ein ehrenamtliches Engagement von Künstlern für Künstler.
    Bei der Einreichung gibt es weder Material-, Größen- oder technische Einschränkungen. Das wesentliche Kriterium der Auswahl ist die erkennbare Qualität und Originalität, wie auch die stets vorhandene Beschränkung der Ausstellungsfläche.
    Wir zeigen, was heute in den Ateliers entsteht, unabhängig von Bewertungen Dritter und den Vorgaben des Kunstmarktes. Das entspricht der Tradition der Pariser Salons, als sich Künstler gegen das Diktat der Händler und Museumskuratoren zur Wehr setzten.
    Gezeigt werden dieses Jahr rund 95 Exponate von 61 deutschen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

    Künstler engagieren sich für Flüchtlinge

    Künstler gelten als Seismographen und Chronisten ihrer Zeit. Doch die FMDK e.V. brauchte keine große prophetische Gabe zu beweisen, als sie mit der Ausschreibung Ende letzten Jahres eine Kunstversteigerung zugunsten der Flüchtlinge in der Welt beschlossen. Nach den aktuellen Entwicklungen ist es uns deshalb ein besonderes Anliegen, in Form dieser Benefiz-Kunstauktion auf die dramatischen Zustände in vielen Teilen der Welt hinzuweisen und dazu beizutragen, den Betroffenen zu helfen.

    Benefiz-Kunstauktion mit prominentem Auktionator
    Freitag 23. Oktober 2015, 17-21 Uhr
    Schirmherr: Dr. Wolfgang Heubisch (Münchner Stadtrat, Bayr. Staatminister a.D.)
    Auditorium Ägyptisches Museum
    Interessenten willkommen
    Eintritt frei
    Eine Präsentation der zur Versteigerung stehenden Werke finden Sie hier: Link zu den Werken

    Ceterum censeo

    Als 2009 den Künstlerverbänden deren Ausstellungsverträge im Haus der Kunst gekündigt wurden, vorsorglich wegen Renovierung des Hauses, die bis heute noch nicht begonnen wurde, wollte sich der FMDK e.V. mit diesem Rauswurf nicht abfinden.
    Das Haus der Kunst war als Ersatz für den im Jahr 1931 abgebrannten Glaspalast und Ausstellungsort im Alten Botanischen Garten geplant und bereits in Finanzierung gegangen, bevor sich Hitler nach seiner Machtergreifung des Projektes bemächtigte. Nach dem Krieg – vorübergehend als Offizierskasino der US-Streitkräfte benutzt – stifteten die Amerikaner 1949 das Haus dem Land Bayern und der bayerischen Künstlerschaft. Diese Zweckbestimmung wurde erst mit den letzten Direktoren des Hauses aufgeweicht und zweckentfremdet.
    Nachdem die FMDK e.V. diese Entwicklung in die Öffentlichkeit getragen und gegen den Rauswurf in der Presse ein vielfältiges Echo erzeugen konnte, fand ihre Jahresausstellung KUNSTSALON, vom Ministerium eingefädelt und gefördert, seit 2013 eine neue Bleibe im damals neu eröffneten Ägyptischen Museum.
    Mit dem Ausweichquartier sind wir überglücklich: Der Veranstaltungsort im Kunstareal ist hoch attraktiv und das Team des Ägyptische Museum unter Leitung von Direktorin Dr. Sylvia Schoske bietet uns die größte Gastfreundschaft, die wir in vollen Zügen genießen können.
    Und trotzdem beharren wir aus kulturpolitischen Gründen auf den notwendigen Kurskorrekturen.
    Ceterum censeo: Das Haus der Kunst gehört den Künstlern! Und nicht privaten Sammlern. die – wie bundesweit bei so vielen vergleichbaren Institutionen und Museen – öffentlich-rechtliche Einrichtungen zur Wertsteigerung ihrer eigenen Privatsammlungen missbrauchen und einverleiben. München braucht kein neues Museum, München braucht Ausstellungshallen - für Künstler.

    Eintrittspreise:
    Kombikarte: Eintritt Ägypt. Museum + Aufschlag € 1,-
    Katalog Kunstsalon: € 5,-


  • 30. September 2015 Quartalsprogramm - Oktober - November - Dezember

    Dokumente

  • 24. September 2015 Rhythm 'n' Rituals

    Nach dem großen Erfolg beim Kunstarealsfest im Mai: Die Double Drums kommen wieder!

    Das preisgekrönte Münchner Perkussion-Duo Double Drums macht Musik und Rhythmus auf allen möglichen und unmöglichen Gegenständen des Alltagslebens. Nichts ist vor ihren Trommelstöcken sicher. So war es auch am Anfang der Perkussion – einer der ältesten Arten zu musizieren überhaupt. Und wenn man sich dem faszinierenden Sog hingibt, den die Double Drums entfesseln, wird schnell klar, warum Schlagwerk schon im alten Ägypten viele Rituale begleitete...

    Alexander Glöggler und Philipp Jungk sind Absolventen des Studienganges klassische Perkussion an der Hochschule für Musik in München. Für ihre große Experimentierfreudigkeit und die unkonventionelle Mischung verschiedenster Einflüsse wurden sie 2010 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Das explosive Duo präsentiert in mitreißender Spielfreude ein Arsenal an Schlaginstrumenten von Gongs und Marimbas bis hin zu Haushalts- und Baumarktutensilien: Akkuschrauber, Leitern und Ölkanister werden in den Händen der temperamentvollen Perkussionisten zu Musikinstrumenten: Double Drums sind ein Erlebnis für Augen und Ohren, das unter die Haut geht.

     
     
    Samstag, 7. November 2015, 20 Uhr

    Eintrittspreis 35 €, ermäßigt 24,50 € (Schüler, Studenten)
    (ggf. zzgl. Vorverkaufsgebühr beim Erwerb über München Ticket)
    Vorverkauf/Abendkasse im Museum
  • 01. September 2015 Objekt des Monats - Ein Armreif der Königin Amanishakheto

    Zwei kreisförmig gebogene Goldbleche sind durch ein Scharnier aneinandergefügt, das durch eine auf einer Lotosblüte stehenden, halbplastisch gearbeiteten Frauenfigur verdeckt ist. Zwei kreuzförmig angeordnete ausgebreitete Flügelpaare weisen sie als Göttin aus; ihre Kopfbedeckung – die Doppelkrone über einer Geierhaube – identifizieren sie als Mut, die Gemahlin des Gottes Amun.

    Das Goldblech ist durch parallel laufende, aufgelötete Stege aus Golddraht in einzelne Ornamentstreifen gegliedert, die abwechselnd mit kleinen Rauten und Kreisen gefüllt sind, die ihrerseits ebenfalls aus aufgelöteten Golddrähten gebildet und mit Glasfluß in verschiedenen Blautönen gefüllt sind. Granulierte Bänder umziehen mit winzigen Goldkügelchen den oberen und unteren Rand und rahmen die rechteckigen, wie Fenster ausgesparten Felder in der mit einem Federmuster bedeckten Mittelstreifen, das zusätzlich Elemente mit rotem Glasfluß aufweist. In diese freien Flächen sind gleichfalls halbplastisch gearbeitete Götterbüsten eingesetzt.

    Der am Unter- oder Oberarm getragene Reif wurde ursprünglich durch ein Verbindungsstück aus Leder oder Stoff zusammengehalten; er war also in seiner Größe verstellbar und umschloß nur einen Teil des Armes.Dieses Schmuckstück gehört zum Grabschatz der Königin Amanishakheto, der 1834 von dem Italiener Giuseppe Ferlini in der Pyramide dieser Herrscherin in Meroe gefunden wurde. Ein Teil des Schatzes wurde 1839 von Ludwig I. angekauft, der zweite Teil ging später an das Ägyptische Museum in Berlin.

    Gold, Glasfluß
    H. 4,6 cm; Br. der Teilstücke je 8,5 cm
    Um die Zeitenwende
    Ant. 2455

    (Das Objekt ist im Raum „Nubien und Sudan" ausgestellt.)
  • 15. August 2015 Zertifizierung "Reisen für alle"

  • 01. August 2015 Objekt des Monats - Ein Amulett des Gottes Thoth

    Die Statuette, durch zwei Ösen in Ohrenhöhe als Amulett ausgewiesen, zeigt einen seltenen Darstellungstypus des ibisköpfigen Weisheitsgottes Thoth. Über einer längsrechteckigen Basis steht in Schrittstellung eine nackte, männliche Figur mit von der dreiteiligen Strähnenperücke eingefaßten Vogelkopf; ein mehrreihiger Halskragen ist auf der Brust sichtbar. Der Rückenpfeiler endet unterhalb der Perücke. Die langen Arme sind am Körper ausgestreckt, ebenso die Hände mit nach vorn weisendem Handrücken. Das interessanteste Detail findet sich an den Füßen, auf deren vorderem Teil jeweils ein Schakalskopf sitzt, was den Anschein erweckt, als steckten die Füße in schakalsköpfigen Pantoffeln. Als Variante gibt einen Typus mit acht kleinen Schakalsköpfen statt der Zehen. Diese „Schuhe" in Schakalsgestalt verweisen auf die Achtheit der Urgötter von Hermopolis, als deren Herr Thoth in seiner Eigenschaft als Ortsgott von Hermopolis auftreten kann. Die Nacktheit ist ein Hinweis auf seine Funktion als Schöpfergottheit und kann zu einer androgynen Erscheinungsform gesteigert werden. Die Zweigeschlechtlichkeit ist auch in dieser Figur angedeutet: Den schlanken Proportionen der Gesamtfigur sind mit den massiven Oberschenkeln, den angedeuteten Brüsten und dem kleinen Bäuchlein üppigere Einzelformen gegenübergesetzt.

    Fayence
    H. 11,1 cm
    Ptolemäische Zeit, 300-100 v. Chr.
    ÄS 7908

    (Das Objekt ist im Raum „Religion" ausgestellt.)
    Themen:
  • 13. Juli 2015 Quartalsprogramm Juli - August - September

    Dokumente

  • 02. Juli 2015 Gamer Poetry Slam - Slammin' the Games

    Als Begleitveranstaltung zur aktuellen Sonderausstellung „Archäologie der Zukunft" gab es erstmals im Ägyptischen Museum am 2. Juni ein neues Veranstaltungsformat, das wir längst einmal ausprobieren wollten – einen Poetry-Slam.
    „Niemand hat die Absicht, eine Firewall zu errichten", das war eine der Erkenntnisse dieses Abends. „Gamer Poetry Slam – Slammin' the Games" lautete der Obertitel in Anspielung auf die Ausstellung. Jeder Poetry Slam braucht ein Grundthema, auf das die Texte ausgerichtet sind – hier waren es Video- und Computerspiele. Sieben der bekanntesten Münchner Poeten waren im Museum zu Gast – sie traten in zwei Runden an, aus denen jeweils ein Sieger gekürt wurde, die im Finale dann um die erste Meisterschaft im Museum slammten.
    Im Finale standen sich Sven Kemmler und Dominik Erhard gegenüber, letzterer gewann mit einer beeindruckenden Performance zu „Wir spielen alle in einem Theaterstück". Der Poetry-Slam hat über 150 begeisterte Besucher ins ausverkaufte Auditorium gezogen, und es wird mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.
    Ein besonderer Dank geht an Ko Bylansky für Organisation, Unterstützung und Moderation dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Teilnehmer und Zuhörer hatten viel Spaß und „jeder ist seines eigenen Glückes Programmierer".
  • 01. Juli 2015 All included!

    Es ist da - das kostenlose ebook zu unserem ersten Bildungsworkshop in Kooperation mit der Mona Horncastle Bildungsprojekte gGmbH.

    Das Buch ist das Ergebnis eines P-Seminars der inklusiven Q11 des Gisela Gymnasiums in Schwabing wird demnächst auch als Mediaguide für Schwerhörige, Gehörlose und alle anderen Jugendlichen im Museum zur Verfügung stehen!

    Das ebook ist hier herunterzuladen.
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