Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte

Navigation überspringen und direkt zum Inhalt
Es gibt insgesamt 218 Berichte
  • 24. September 2015 Rhythm 'n' Rituals

    Nach dem großen Erfolg beim Kunstarealsfest im Mai: Die Double Drums kommen wieder!

    Das preisgekrönte Münchner Perkussion-Duo Double Drums macht Musik und Rhythmus auf allen möglichen und unmöglichen Gegenständen des Alltagslebens. Nichts ist vor ihren Trommelstöcken sicher. So war es auch am Anfang der Perkussion – einer der ältesten Arten zu musizieren überhaupt. Und wenn man sich dem faszinierenden Sog hingibt, den die Double Drums entfesseln, wird schnell klar, warum Schlagwerk schon im alten Ägypten viele Rituale begleitete...

    Alexander Glöggler und Philipp Jungk sind Absolventen des Studienganges klassische Perkussion an der Hochschule für Musik in München. Für ihre große Experimentierfreudigkeit und die unkonventionelle Mischung verschiedenster Einflüsse wurden sie 2010 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Das explosive Duo präsentiert in mitreißender Spielfreude ein Arsenal an Schlaginstrumenten von Gongs und Marimbas bis hin zu Haushalts- und Baumarktutensilien: Akkuschrauber, Leitern und Ölkanister werden in den Händen der temperamentvollen Perkussionisten zu Musikinstrumenten: Double Drums sind ein Erlebnis für Augen und Ohren, das unter die Haut geht.

     
     
    Samstag, 7. November 2015, 20 Uhr

    Eintrittspreis 35 €, ermäßigt 24,50 € (Schüler, Studenten)
    (ggf. zzgl. Vorverkaufsgebühr beim Erwerb über München Ticket)
    Vorverkauf/Abendkasse im Museum
  • 01. September 2015 Objekt des Monats - Ein Armreif der Königin Amanishakheto

    Zwei kreisförmig gebogene Goldbleche sind durch ein Scharnier aneinandergefügt, das durch eine auf einer Lotosblüte stehenden, halbplastisch gearbeiteten Frauenfigur verdeckt ist. Zwei kreuzförmig angeordnete ausgebreitete Flügelpaare weisen sie als Göttin aus; ihre Kopfbedeckung – die Doppelkrone über einer Geierhaube – identifizieren sie als Mut, die Gemahlin des Gottes Amun.

    Das Goldblech ist durch parallel laufende, aufgelötete Stege aus Golddraht in einzelne Ornamentstreifen gegliedert, die abwechselnd mit kleinen Rauten und Kreisen gefüllt sind, die ihrerseits ebenfalls aus aufgelöteten Golddrähten gebildet und mit Glasfluß in verschiedenen Blautönen gefüllt sind. Granulierte Bänder umziehen mit winzigen Goldkügelchen den oberen und unteren Rand und rahmen die rechteckigen, wie Fenster ausgesparten Felder in der mit einem Federmuster bedeckten Mittelstreifen, das zusätzlich Elemente mit rotem Glasfluß aufweist. In diese freien Flächen sind gleichfalls halbplastisch gearbeitete Götterbüsten eingesetzt.

    Der am Unter- oder Oberarm getragene Reif wurde ursprünglich durch ein Verbindungsstück aus Leder oder Stoff zusammengehalten; er war also in seiner Größe verstellbar und umschloß nur einen Teil des Armes.Dieses Schmuckstück gehört zum Grabschatz der Königin Amanishakheto, der 1834 von dem Italiener Giuseppe Ferlini in der Pyramide dieser Herrscherin in Meroe gefunden wurde. Ein Teil des Schatzes wurde 1839 von Ludwig I. angekauft, der zweite Teil ging später an das Ägyptische Museum in Berlin.

    Gold, Glasfluß
    H. 4,6 cm; Br. der Teilstücke je 8,5 cm
    Um die Zeitenwende
    Ant. 2455

    (Das Objekt ist im Raum „Nubien und Sudan" ausgestellt.)
  • 15. August 2015 Zertifizierung "Reisen für alle"

  • 01. August 2015 Objekt des Monats - Ein Amulett des Gottes Thoth

    Die Statuette, durch zwei Ösen in Ohrenhöhe als Amulett ausgewiesen, zeigt einen seltenen Darstellungstypus des ibisköpfigen Weisheitsgottes Thoth. Über einer längsrechteckigen Basis steht in Schrittstellung eine nackte, männliche Figur mit von der dreiteiligen Strähnenperücke eingefaßten Vogelkopf; ein mehrreihiger Halskragen ist auf der Brust sichtbar. Der Rückenpfeiler endet unterhalb der Perücke. Die langen Arme sind am Körper ausgestreckt, ebenso die Hände mit nach vorn weisendem Handrücken. Das interessanteste Detail findet sich an den Füßen, auf deren vorderem Teil jeweils ein Schakalskopf sitzt, was den Anschein erweckt, als steckten die Füße in schakalsköpfigen Pantoffeln. Als Variante gibt einen Typus mit acht kleinen Schakalsköpfen statt der Zehen. Diese „Schuhe" in Schakalsgestalt verweisen auf die Achtheit der Urgötter von Hermopolis, als deren Herr Thoth in seiner Eigenschaft als Ortsgott von Hermopolis auftreten kann. Die Nacktheit ist ein Hinweis auf seine Funktion als Schöpfergottheit und kann zu einer androgynen Erscheinungsform gesteigert werden. Die Zweigeschlechtlichkeit ist auch in dieser Figur angedeutet: Den schlanken Proportionen der Gesamtfigur sind mit den massiven Oberschenkeln, den angedeuteten Brüsten und dem kleinen Bäuchlein üppigere Einzelformen gegenübergesetzt.

    Fayence
    H. 11,1 cm
    Ptolemäische Zeit, 300-100 v. Chr.
    ÄS 7908

    (Das Objekt ist im Raum „Religion" ausgestellt.)
    Themen:
  • 13. Juli 2015 Quartalsprogramm Juli - August - September

    Dokumente

  • 02. Juli 2015 Gamer Poetry Slam - Slammin' the Games

    Als Begleitveranstaltung zur aktuellen Sonderausstellung „Archäologie der Zukunft" gab es erstmals im Ägyptischen Museum am 2. Juni ein neues Veranstaltungsformat, das wir längst einmal ausprobieren wollten – einen Poetry-Slam.
    „Niemand hat die Absicht, eine Firewall zu errichten", das war eine der Erkenntnisse dieses Abends. „Gamer Poetry Slam – Slammin' the Games" lautete der Obertitel in Anspielung auf die Ausstellung. Jeder Poetry Slam braucht ein Grundthema, auf das die Texte ausgerichtet sind – hier waren es Video- und Computerspiele. Sieben der bekanntesten Münchner Poeten waren im Museum zu Gast – sie traten in zwei Runden an, aus denen jeweils ein Sieger gekürt wurde, die im Finale dann um die erste Meisterschaft im Museum slammten.
    Im Finale standen sich Sven Kemmler und Dominik Erhard gegenüber, letzterer gewann mit einer beeindruckenden Performance zu „Wir spielen alle in einem Theaterstück". Der Poetry-Slam hat über 150 begeisterte Besucher ins ausverkaufte Auditorium gezogen, und es wird mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.
    Ein besonderer Dank geht an Ko Bylansky für Organisation, Unterstützung und Moderation dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Teilnehmer und Zuhörer hatten viel Spaß und „jeder ist seines eigenen Glückes Programmierer".
  • 01. Juli 2015 All included!

    Es ist da - das kostenlose ebook zu unserem ersten Bildungsworkshop in Kooperation mit der Mona Horncastle Bildungsprojekte gGmbH.

    Das Buch ist das Ergebnis eines P-Seminars der inklusiven Q11 des Gisela Gymnasiums in Schwabing wird demnächst auch als Mediaguide für Schwerhörige, Gehörlose und alle anderen Jugendlichen im Museum zur Verfügung stehen!

    Das ebook ist hier herunterzuladen.
  • 01. Juli 2015 Objekt des Monats - Die Sitzfigur des Cheti

  • 25. Juni 2015 #egyptathome

  • 15. Juni 2015 Großveranstaltungen im Mai

    2. Kunstarealfest und Lange Nacht der Musik

    Die Neuauflage des Kunstarealfestes am Wochenende 9./.10 Mai nach dem Auftakt im Jahr 2013 war diesmal auf zwei Tage ausgelegt – mit dem Gedanken, am Samstag eher inhaltlich orientierte Veranstaltungen und am Sonntag ein Familienprogramm anzubieten.
    Da einerseits am Samstag die „Lange Nacht der Musik" stattfand – es ist nahezu unmöglich, in München ein „freies" Wochenende außerhalb von Ferien, Oktoberfest und Winter zu finden, andererseits das allgemeine Motto „Begegnungen" hieß, hatten wir uns nach der Devise „wenn schon, denn schon" entschlossen, dann auch gleich noch an der Langen Nacht teilzunehmen und als Generalthema diesmal die Musik zu wählen. Keine schlechte Entscheidung, wie das Interesse (und die Besucherzahlen) an beiden Tagen und in der Nacht belegten.

    Unter dem Titel „Rhythm 'n' Ritual" standen am Samstag Vorträge und Lesungen auf dem Programm, die es dieser Konzentration und Vielfalt so noch nie in unserem Haus gegeben hat – was bei unserem ganzjährigen Programm seit vielen Jahren schon etwas heißen will! Zwei Vorträge widmeten sich speziellen Instrumenten im alten Ägypten – den Klappern und der Flöte, zwei Vorträge stellten altägyptische Literatur mit Lesungen der „Harfnerlieder" und der „Liebeslieder" in den Mittelpunkt, und zwei weitere Vorträge spürten altägyptischen Vorlagen in der Neuzeit nach, nämlich Altägypten in der Oper und im Notendruck des frühen 20. Jahrhunderts.

    Am Abend war zur Musiknacht dann der in Luxor geborene (und in Berlin lebende) Mohamed Askari zu Gast, der seit Jahrzehnten eine prägende Persönlichkeit der arabischen Musik in Deutschland ist. Als Musiker, Komponist und Musikpädagoge vermittelt er mit seiner Nay-Flöte authentisch die klassische Musik seiner ägyptischen Heimat. An immer anderen Orten im Museum – zum Auftakt im Raum „Kunst und Form", später vor der Amarna-Wand, bei den Göttern oder den Pharaonen - schuf er eine ganz besondere Atmosphäre, die zu einer neuen, intensiven, ja meditativen Begegnung mit den altägyptischen Kunstwerken einlud.
    Nichts für den ungeduldigen Besucher, den es ja bei einem solchen „Event" auch immer gibt, aber offenbar ein nachhaltiges Erlebnis für manch anderen, wie nicht nur die zahlreichen positiven Rückmeldungen am Abend selbst, sondern auch ein paar Mails in den folgenden Tagen belegten.

    Am Sonntag hieß es dann „Aufschlag" für das Münchner Percussion Duo Double Drums, das ab 11 stündlich auf der Freitreppe vor dem Museum auftrat und damit alle Passanten von der Gabelsbergerstraße geradezu magisch anzog – waren es in der Früh zunächst 20, 30 Zuhörer, strömten am Nachmittag dann die Massen, die Freitreppe war gut besetzt, weitere Zuhörer standen oben auf dem Gehsteig, beim letzten Auftritt waren es rund 250 Gäste – und die meisten kamen anschließend auf Einladung der Musiker ins Museum! Die beiden Musiker, Alexander Göggler und Philipp Jungk, Absolventen der Musikhochschule München und Träger des Bayerischen Kunstförderpreises, spielen nicht nur auf „klassischen" Instrumenten wie Schlagzeug, Trommeln oder Marimbaphon, sondern auf allem, was sich dazu anbietet, diesmal waren es Leitern, Kartons, Kochtöpfe...
    Im Inneren des Museums gab es an diesem Tag ergänzend zwei Trommel-Workshops für Kinder, ein Werkstattprogramm und ein musikalisches Museums-Quiz. Außerdem standen den ganzen Tag „Uschebtis", die „Antworter" in Gestalt von Mitarbeitern und Führungskräften, für Fragen und Kurzführungen zur Verfügung – Trommelwirbel auf der Freitreppe und Konzentration und Stille im Museum. Das Konzept, mit dem Auftritt der Double Drums Aufmerksamkeit zu erzeugen unter den Passanten, nach außen zu gehen, um die nach innen zu bringen, war voll aufgegangen, wie die knapp 3000 Besucher an diesem Sonntag belegen.

    Internationaler Museumstag

    Nur eine Woche nach Musiknacht und Kunstarealfest fand der Internationale Museumstag statt, der immer auf den Sonntag fällt, der am nächsten zum 18. Mai liegt – in diesem Jahr also eine nicht allzu glückliche Konstellation, denn am selben Tag zogen Streetlife-Festival und Leopold-Korso 300 000 Menschen in die Innenstadt – kein Wunder, daß es in diesem Jahr etwas ruhiger war als bei vergleichbaren Veranstaltungen. Dennoch fand das Angebot eines Familienprogramms mit dem Werkstattprogramm für Kinder und zweimaliger Lesung mit Signierstunde der Münchner Autorin Diana Hillebrand, zu dem parallel die Originalzeichnungen aus der Serie ihrer „Paula"-Bücher ausgestellt waren, sein (jugendliches) Publikum – es war nur etwas ruhiger, wie es wohl ohne die sonstigen Großveranstaltungen gewesen wäre.

An den Seitenanfang