Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2012 Thema "Veranstaltungen"

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Es gibt insgesamt 8 Berichte
  • 23. Juli 2012 Münchener Forum

  • 18. Juli 2012 Konzertabend “in between”

    Konzert mit dem ensemble lukas, Leitung Gerd Kötter und Ruth Geiersberger (Performance)

    Ein Abend der „Zwischen-Räume": Chorgesang hallt aus unterschiedlichen Richtungen. Sänger bewegen sich durch die Räume des leeren Museumsneubaus, bringen ihn zum klingen und schwingen. Die Performance-Künstlerin Ruth Geiersberger irritiert und inspiriert dazu mit ihren geistreichen „Verrichtungen". Und die Cellistin Johanna Varner reagiert improvisierend mit neuen, zeitgenössischen Klängen auf die künstlerischen Interaktionen. Diese spannende Versuchsanordnung erlebten mehr als 100 Besucher des Konzerts „in between" im Juli. Gerd Kötter als musikalischer Leiter des Ensemble Lukas hatte Chorliteratur für gemischten Kammerchor aus fünf Jahrhunderten zusammengestellt – von Palestrina bis ins 20. Jahrhundert reichte die musikalische Bandbreite. Das Publikum, das sich in den Weiten von Kunst II – der großen Halle links des Glasatriums – versammelt hatte, wurde Zeuge eines sinnlich- musikalischen Glanzereignisses: Die A-Cappella-Klänge des glockenrein intonierenden Lukas-Ensembles bekamen eine fast mystische Komponente im leeren Museum mit seinen großen Nachhallzeiten. Mit den sphärischen Chorklängen kontrastierten die performativen Entreactes von Ruth Geiersberger, die den Freunden des Ägyptischen Museums schon lange keine Unbekannte mehr ist, sowie die zum Teil improvisatorischen Klangereignisse, die Cellistin Johanna Varner schuf. Ein begeistertes Publikum verließ das Haus in der Überzeugung, dass der Abend eigentlich viel zu kurz war.

  • 20. Mai 2012 Internationaler Museumstag

    Gähnende Leere in den Museumsräumen

    Es war alles vorbereitet: ein abwechslungsreiches Programm mit diversen Vorträgen und Führungen für Erwachsene und einem vielfältigen Werkstattprogramm für Kinder, die Mitarbeiter und freiwillige Helfer aus dem Freundeskreis. Seit mehr als 20 Jahren beteiligt sich das Ägyptische Museum an dieser weltweiten Aktion, zwischen 600 und 1000 Besucher folgten in den vergangenen Jahren dieser Einladung und strömten zu „den Ägyptern", meist warteten die ersten Gäste schon vor geschlossenem Tor..

    Als sich jedoch am 20. Mai die Museumstüren öffneten – nichts. Gähnende Leere in den Museumsräumen, woran sich auch in den kommenden Stunden nicht allzu viel ändern sollte. Gut, es war ein strahlender Sonnentag, aber das war auch in den vergangenen Jahren öfters so gewesen und hatte die Besucher nicht davon abgehalten, ins Museum zu kommen. Keine Werbung? Wir hatten das Programm wie in den vergangenen Jahren über Newsletter und Website angekündigt, Programmzettel lagen seit Wochen im Museum aus.

    Ratlosigkeit. Allerdings: Es war der Tag nach dem 19. Mai, dem Tag des Champions League Finales. Ganz München lag in Agonie...Vielleicht eine Erklärung? Bei einer vergleichbaren Situation (die EM steht vor der Tür!) werden wir jedenfalls zur Sicherheit der deutschen Mannschaft die Daumen drücken...

  • 03. Mai 2012 Klangspaziergang - warten, was da kommt

    Anfang Mai gab es im Neubau einen Klangspaziergang mit der Performerin Ruth Geiersberger, der Sängerin Martina Koppelstetter und dem Bratschisten Gunter Pretzel.

    Ruth Geiersberger, in den vergangenen Jahren schon aktiv sowohl in der Dauerausstellung in der Residenz als auch am neuen Standort, nahm die Besucher mit auf einen Spaziergang durch die künftigen Räume, die noch leer sind, sich im Wartezustand befinden, neugierig auf Kommendes...

    Da wurde rezitiert und gesungen, erklangen Opernarien und Volkstümliches. Auftakt war im ersten Skulpturensaal, in der nächsten Halle durften die Besucher länger verweilen, im engen Gang der künftigen Chronologie wurde Altägyptisches zitiert, und im Raum „Königtum" stießen die überraschten Besucher auf eine Direktorin, die in einer Endlosschleife das Materialkonzept des Baues und das Funktionieren der Mustervitrinen zu erklären schien, denn ihre Stimme begleitete die zum nächsten Standort Eilenden noch eine ganze Weile...In hohen Hallen auseinandergezogen und im Medienraum eng aneinandergedrückt folgten die Besucher den Stimmen von Ruth Geiersberger und Martina Koppelstätter, um dann zum fulminanten Abschluß von den Improvisationen Gunter Pretzels auf der Bratsche in den großen Raum für Sonderausstellungen gelockt zu werden.

    Das neue Haus ist den verschiedensten Künsten eine wunderbare Bühne!

  • 01. März 2012 Munic Creative Business Week

    In der 2. Februarwoche fand in München die erste internationale Design-Woche MCBW statt.

    In diesem Kontext wurde im Neubau des Ägyptischen Museums eine Ausstellung mit rund 15 Ständen in den Räumen der künftigen Dauerausstellung präsentiert, ergänzt durch Vorträge im Auditorium: „mcbw Momente – Denkräume für Design"

    Das Büro für Ausstellungsgestaltung DIE WERFT hatte die Stände der internationalen Aussteller in alle Räume des Neubaus platziert, dabei raffiniert die Unfertigkeit der noch leerstehenden Vitrinenöffnungen ausnutzend, mit den Durchblicken von Raum zu Raum spielend und das offene Atrium mitausnutzend. Meterhohe Lichtinstallationen wechselten ab mit kleinteiligen Präsentationen japanischer Lackkunst oder südafrikanischen Recycling-Produkten aus Kunststoff.

    Mit den über 4000 Besuchern der Messe waren die Veranstalter hochzufrieden – und für das Museum war diese Woche eine gute Gelegenheit, die Gegebenheiten des Neubaus in einem ersten Publikumsbetrieb zu testen.

    Fotos: Anna Luft

  • 25. Februar 2012 Empfang der kuwaitischen Botschaft im Neubau

    Zum kuwaitischen Nationalfeiertag lud der kuwaitische Botschafter Musaed Al-Haroun zum Empfang.

    Anlass der Veranstaltung war der kuwaitische Nationalfeiertag am 25. Februar, mit dem alljährlich die Unabhängigkeit vom britischen Protektorat im Jahr 1961 gefeiert wird. In Zusammenarbeit mit der DAFG (Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft) mit Sitz in Berlin hatte der kuwaitische Botschafter Musaed Al-Haroun zu diesem Empfang eingeladen und würdigte die traditionell guten Beziehungen zwischen Deutschland und Kuwait in seinem Grußwort.

  • 31. Januar 2012 "hab! Seligkeiten" dürfen auf den Sockel

    An den Tagen der offenen Tür im Juli 2011 konnten Besucher Habseligkeiten in die neuen, noch leeren Räume des Ägyptischen Museums mitbringen.

    Es ging um etwas Alltägliches, ein Buch, ein Schmuckstück, ein Kochtopf, ein Kleidungsstück, ein Hocker, eine Tasche..., ein Ding an dem etwas Herzblut, eine Geschichte, eine Erinnerung, eben ein Stück gelebtes Leben hängt!

    Ruth Geiersberger begutachtete das Mitgebrachte. Dabei wurden die Geschichten zu den Dingen in einem "Kundengespräch" gesammelt, die Objekte auf einem Sockel positioniert und somit für eine kurze Weile zum "KunstWerk" erhoben.

    Marius Winterstein photographierte die Habseligkeiten mit einer Grossbildkamera auf Polaroid Film. Die Photocollage konnte im Eingangsbereich betrachtet werden. Durch diese Art der Präsentation wurde ein musealer Blick auf die "Dinge" ermöglicht.

    Am Ende nahm jeder Gast seine Habseligkeiten wieder mit nach Hause, aber die Abbilder blieben noch eine Weile. Die Habseligkeiten verschwanden wieder aus dem Kunstraum, sie sind ein flüchtiges "KunstWerk" gewesen.

    Diese Bilder sind nur ein kleiner Vorgeschmack. Sämtliche “KunstWerke” der Vorschautage können Sie hier sehen:
    verrichtungen Screenshot

  • 22. Januar 2012 Französische Tage im Museum

    Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut français und der AFLM (Association Français Langue Maternelle de Munich e.V.)

    Schon lange kann man im Ägyptischen Museum Führungen für Gruppen oder Schulklassen in einer Fremdsprache buchen, doch ein fremdsprachiges Programm für alle Besucher hat es bislang noch nicht gegeben. Premiere also für ein vielfältiges offenes Angebot: Der Französische Tag am 22. Januar war Teil einer größeren Aktion mit zwei verschiedenen Kooperationspartnern.

    Erster Teil der Deutsch-Französischen Woche war ein zweitägiges Programm in Zusammenarbeit mit dem Institut Français, das zum Jahrestag des Deutsch-Französischen Kooperationsvertrages jedes Jahr deutschen Schulen die Gelegenheit bietet, die französische Sprache zu entdecken. Zehn Schulklassen haben am 19. und 20. Januar an dem Programm „Von der Entzifferung zum Wörterbuch" teilgenommen, in dem sie über die altägyptischen Hieroglyphen und deren Entzifferung informiert wurden: Die eigentliche Entzifferung gelang dem Franzosen Jean-Francois Champollion, der Zugang zu den Texten wurde durch das Wörterbuch-Projekt des Deutschen Richard Lepsius ermöglicht – eine französisch-deutsche Pionierleistung also .Für die Schüler gab es zunächst eine Führung in französischer Sprache, darauf folgte eine Powerpoint-Präsentation auf Deutsch, die die Grundlagen des Hieroglyphensystems erklärte; anschließend durfte jede Klasse einen Abschnitt des sog. Elysée-Vertrages in Hieroglyphen übertragen. Das hieroglyphische Dokument wurde dann zum Abschluß in einer kleinen Feierstunde Kultusminister Spaenle und dem französischen Generalkonsul Cohet übergeben, zur Weiterleitung an den französischen Botschafter in Berlin.

    Der zweite Teil begann mit einem Werkstattprogramm am Samstagmorgen, in dem zwölf Kinder der Association Français Langue Maternelle de Munich e.V. insgesamt siebzehn Beschriftungen für verschiedene Museumsobjekte erarbeitet haben. Diese französischen Beschriftungen wurden am nächsten Tag feierlich vorgestellt und begleiteten ein öffentliches, gänzlich in französischer Sprache gehaltenes Programm, an dem über 600 Besucher, davon rund 250 Kinder, teilnahmen, darunter eine Führung mit Dietrich Wildung zu den Hauptstücken der Sammlung, eine Familienführung zum Thema: „Asterix und Kleopatra: Wahrheit oder Lüge?", zwei Märchenstunden und ein Werkstattprogramm.

    Den ganzen Tag ging es über aus lebhaft im Museum zu, und viele Teilnehmer äußerten den Wunsch nach einer Wiederholung des Angebots.

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