Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2011

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Es gibt insgesamt 40 Berichte
  • 05. Dezember 2011 Büchertisch im Völkerkundemuseum

    unter dem Motto: "Lesefreuden seitenweise. Bücher nicht nur für Eingeweihte"

    Auf Anregung und Einladung von Frau Dr. Christiane Stelzig, der neuen Direktorin des Völkerkundemuseums, fand unter dem Motto "Lesefreuden seitenweise. Bücher nicht nur für Eingeweihte" am letzten Wochenende im November im Völkerkundemuseum ein Verkauf von Katalogen zu herabgesetzten Preisen, Dubletten aus der Bibliothek, Sonderdrucken u.ä. statt, an dem sich auch das Ägyptische Museum, das Nationalmuseum, die Münzsammlung und die Zoologische Staatssammlung beteiligt haben. Die ersten Interessenten stürmten bereits am Samstagmorgen kurz nach der Öffnung des Museums die Bücherstände. Die folgenden eineinhalb Tage ging es dann zwar ruhiger zu, aber es waren stets Interessenten an den Ständen, die die Gelegenheit nutzten, die eigene Bibliothek zu ergänzen oder Weihnachtsgeschenke zu erwerben. Vorträge aus den beteiligten Häusern ergänzten das Angebot an die Besucher. Ein herzliches Dankeschön an die Kollegen des Völkerkundemuseums für diese Initiative!

  • 04. Dezember 2011 Freundeskreistag

    Ein dichtes und abwechslungsreiches Programm und ein interessiertes Publikum

    Zum dritten Mal hatten Museum und Freundeskreis am 4. Dezember zu einem Informationstag mit Vorträgen, Führungen und Präsentationen über seine vielfältigen Aktivitäten eingeladen, und in diesem Jahr waren rund 300 Besucher dieser Einladung gefolgt, mehr als je zuvor. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Präsentation einer hochkarätigenDauerleihgabe aus Privatbesitz, der Quarzitkopf einer Amarna-Prinzessin, die Dietrich Wildung in einem Vortrag vorstellte und die bis zum Umzug ins neue Haus in Raum II des Museums in der Residenz zu sehen ist. Anschließend präsentierte Sylvia Schoske die aktuellen Planungen zu Vitrinengestaltung und Besucherführung im Neubau. Am Nachmittag standen dann Führungen in der aktuellen Sonderausstellung und der im Sommer neu eingerichteten Dauerausstellung auf dem Programm. Ein interaktiver Workshop „Vom Text zum Rezept" zur Medizin im alten Ägypten erläuterte deren Theorie und Praxis am Beispiel von Hustenmitteln – sozusagen jahreszeitlich aktuell mit praktischer Umsetzung.

    Ein modernes Antiquariat bot Museumspublikationen zu herabgesetzten Preisen und das Bistro Pharao die Stärkung an einem langen Museumstag. Zahlreiche Gäste machten von der Möglichkeit Gebrauch, sich über die Aktivitäten des Freundeskreises zu informieren. Besonders erfreulich: An diesem Tag (und in den darauf folgenden Wochen) konnten wir rund ein Dutzend neue Mitglieder begrüßen!

  • 01. Dezember 2011 Objekt des Monats Dezember '11: Ein Prinzessinnenkopf der Amarna-Zeit

    In der vom Künstler ins Extrem gesteigerten typischen Form des Schädels eines Neugeborenen manifestiert sich der Sonnengott als Ursprung allen Lebens.
  • 01. November 2011 Objekt des Monats November '11: Oberteil einer Statue Ramses' II.

    Die Figur zeigt alle charakteristischen Details der königlichen Ikonographie.

    Das quergestreifte Königskopftuch, der breite, unten gerade abschließende Zeremonialbart sowie die königlichen Insignien Krummstab und Wedel. Außerdem trägt der König einen breiten Schmuckkragen sowie ein Armband am rechten Handgelenk. Im tiefen Einschnitt über der Stirn ist ein Aufsatz, vermutlich in Form der Doppelkrone, eingesetzt gewesen. Wie an der Bruchkante unterhalb des Gürtels zu erkennen ist, lässt sich die Statue zu einer Sitzfigur ergänzen; der linke Arm lag auf dem Oberschenkel auf. Eine zweizeilige Inschrift auf dem Rückenpfeiler nennt den Namen des Herrschers. Farbreste weisen auf die ehemalige Bemalung der Statue hin, im Bereich des Kopftuches haben sich Reste der ursprünglich blau-gelben Streifung erhalten.

    Schon das Material, nubischer Sandstein, verweist auf die Herkunft der Statue aus einem der zahlreichen Tempel Ramses' II. in Unternubien. Dazu passen die gedrungenen, etwas plumpen Proportionen des Oberkörpers sowie die Stilistik des breiten Gesichtes mit seinen fülligen, sehr weichen Formen.

  • 26. Oktober 2011 Umzug der Museums-Verwaltung am 26. Oktober

    Der erste Schritt ins neue Haus

    In der letzten Oktoberwoche zog die Verwaltung des Museums in den Neubau, sozusagen im laufenden Betrieb, nachdem zuvor im Sommer bereits die Bibliothek neu eingerichtet worden war.

    Um die Übersicht zu behalten, war jeder Mitarbeiter für das Packen „seiner" Akten und Unterlagen selbst verantwortlich, den eigentlichen Umzug der Kartons und der wieder zu verwendenden Möbel machte dann eine Umzugsfirma – und da die Entfernung vom alten ins neue Haus gerade mal 300 Meter beträgt, ließ sich das auch in einem Tag bewältigen.

    Es war ein „sanfter" Umzug parallel zum laufenden Betrieb, nur einen halben Tag waren die Mitarbeiter telefonisch nicht zu erreichen, per Mail hat es ein wenig länger gedauert, auch wenn die Mitarbeiter des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, wo unser Server bislang stand, und die Mitarbeiter des IT-Referats der Museen, wo wir künftig angeschlossen sind, alles sorgfältig vorbereitet haben – ein neues Netzwerk muß erst einmal zum Laufen gebracht werden. Noch sind nicht alle Telefonnummern um- und freigeschaltet, das Fax ist noch nicht am Netz – haben Sie bitte bei Anfragen in den kommenden Wochen ein wenig Geduld, jeden Tag geht es voran.

    Themen:
  • 22. Oktober 2011 11. Münchener Wissenschaftstage

    In diesem Jahr standen die Wissenschaftstage im Hauptgebäude der Münchner Universität unter dem Motto „Herausforderung Gesundheit".
  • 15. Oktober 2011 Lange Nacht der Münchener Museen am 15. Oktober

    In diesem Jahr wurde das Programm an zwei Standorten angeboten
  • 14. Oktober 2011 Uraufführung “The Pomegranate Tree”

    Rund 200 Gäste waren zu einer Klangwanderung durch den Neubau gekommen, für die meisten war es gleichzeitig auch die erste Begegnung mit der unterirdischen Ausstellungsarchitektur.

    Fotos: Marianne Franke

    Die Klang-Installation des Münchner Komponisten Mark Polscher, im Hinblick auf die Ausstellungsräume entstanden, spiegelt sowohl die Architektur als auch die Inhalte der künftigen Präsentation. Jeder der 13 Ausstellungsräume klingt anders, in die Musik verwoben sind Zitate aus der altägyptischen Literatur.

    Rund 200 Gäste waren zu einer Klangwanderung durch den Neubau gekommen, für die meisten war es gleichzeitig auch die erste Begegnung mit der unterirdischen Ausstellungsarchitektur. Wie nicht anders zu erwarten, fielen die Reaktionen völlig unterschiedlich aus: Einige ließen sich bald auf dem Boden nieder, um meditativ den Klängen zu lauschen, andere spazierten unbekümmert plaudernd durch die Räume, manche verließen das Haus nach kurzer Zeit. Die blieben, wurden immer ruhiger, konnten sich den faszinierenden Klangereignissen kaum entziehen.

     


    In den kommenden Monaten sind weitere Aufführungen geplant.

    Siehe auch: Neue Zeitschrift für Musik

  • 01. Oktober 2011 Objekt des Monats Oktober ’11: Falkenstatue mit Königsfigur

    Der Traum des Menschen vom Fliegen hat in vielen Kulturen in vogelgestaltigen Göttern oder geflügelten göttlichen Wesen Gestalt angenommen.

    Der Traum des Menschen vom Fliegen hat in vielen Kulturen in vogelgestaltigen Göttern oder geflügelten göttlichen Wesen Gestalt angenommen. In Ägypten ist der Falke seit der späten Vorgeschichte die Erscheinungsform des Göttlichen schlechthin, so dient die Hieroglyphe „Falke auf Standarte" allgemein als Determinativ von Götternamen. Im ganzen Land gab es Kulte falkengestaltiger Götter, von denen Horus als Himmelsgott der bedeutendste war.

    Hier steht eine kleine Königsfigur, die Hände im Betgestus auf den Schurz gelegt, zwischen den Beinen einer ursprünglich mehr als doppelt so großen Statue eines Falken. Die Inschrift nennt Nektanebos II., den letzten der nationalägyptischen Könige. Fr hat mit dem Beiwort „der Falke" sich selbst vergöttlicht und in Memphis einen eigenen Kult erhalten – ein letztendlich erfolgloser Versuch der Legitimation einer sterbenden Dynastie.

    Der ägyptische König ist der „lebende Horus" auf Erden, die Inkarnation des Himmelsgottes. Vielschichtig sind die Interpretationsmöglichkeiten dieses sehr seltenen Statuentyps: Zum einen ist der Gott Horus in seiner himmlischen Erscheinungsform als Falke und seiner irdischen Gestalt als König dargestellt, zum anderen wird durch den Falken auf die göttliche Natur des Königs angestellt. Und vordergründig begibt sich der in Gebetshaltung wiedergegebene König in den Schutz des Gottes.

  • 12. August 2011 Erstmals in der Langen Nacht der Museen: Klanginstallation von Mark Polscher

    Der Komponist und Produzent Mark Polscher erarbeitet eine permanente Klanginstallation für den Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in München.

    Der Komponist und Produzent Mark Polscher erarbeitet eine permanente Klanginstallation für den Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in München. Das 63minütige Werk, das am 14. Oktober 2011 uraufgeführt wird, ist für 64 Zuspielkanäle konzipiert und wird die Architektur der Ausstellungsräume und die altägyptischen Kunstschätze im Medium zeitgenössischer Klangkomposition spiegeln. Jeder der dreizehn Ausstellungsräume wird dabei anders klingen; sie bilden Zonen, an deren Grenzen sich die Klänge mischen. In das Werk für Elektronische und Konkrete Musik sind gesprochene, gesungene, teils akustisch verfremdete Originaltexte aus der altägyptischen Literatur eingewoben. Diese Zitate greifen die thematische Gliederung des Museumsrundgangs auf.

    Das alte Ägypten hat seit dem 17. Jahrhundert immer wieder angeregt. Vor allem für das Musiktheater lieferten ägyptische und ägyptisierende Stoffe wiederholt musiktheatralische Dramaturgien, bis hinein in die Opernkomposition der Gegenwart. „The Pomegranate Tree" aber ist eine gänzlich neuartige Annäherung zeitgenössischer Klangkunst an das alte Ägypten: Die Installation entsteht eigens für die Architektur des Museums und setzt sich klanglich mit der inhaltlichen Bestimmung der Räume und ihrer Exponate auseinander.

    Die Direktorin des Museums, Dr. Sylvia Schoske, zielt mit dem Projekt auf eine Integrierung Altägyptens in den zeitgenössischen Kunstbegriff: Auch die Kunst des Alten Ägypten war einst zeitgenössisch. Im Sinne der spartenübergreifenden Tendenzen zeitgenössischer Kunst soll die Klanginstallation eine Brücke zwischen Bildender Kunst und Musik schlagen und dem Museumsbesucher ein sinnliches Gesamterlebnis ermöglichen. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine bloße „Illustration" des Museums als gefällige Klangkulisse, sondern um eine weitere, künstlerische und emotionale Erschließung der Exponate.

    Die Uraufführung von „The Pomegranate Tree" wird am Freitag, den 14. Oktober 2011 stattfinden. Karten sind über München Ticket erhältlich. Am darauf folgenden Tag wird die Münchner Öffentlichkeit die Gelegenheit haben, während der „Langen Nacht der Münchner Museen" die Klanginstallation zu erleben. Weitere Aufführungen sind im Rahmen der eigentlichen Museums-Eröffnung (voraussichtlich Frühjahr 2013) geplant. Bis mindestens 2015 werden regelmäßige Wiederaufführungen stattfinden.

    siehe auch:

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