Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2009

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Es gibt insgesamt 6 Berichte
  • 05. Dezember 2009 Freundeskreistag

    Impressionen
  • 31. Oktober 2009 Naga Sudantag 2009

    Programm des Sudantages 2009
    Naga-Projekte des Ägyptischen Museums Berlin
    Zeitrahmen: 14-18:30 Uhr
    • 14:00 Uhr Dietrich Wildung:
      Begrüßung
    • 14:15 Uhr Karla Kröper:
      Naga - Kampagnen 2008/2009
    • 14:45 Uhr Alexandra Riedel:
      Tempel 200 - Architektur und Bautechnik
    • 15:15 Uhr Josefine Kuckertz:
      Tempel 200 - Riesenpuzzle - Das Reliefprogramm 
    • 15:45 Uhr Pause
    • 16:00 Uhr Thomas Bauer, Mark Prauß:
      Scannen statt Zeichnen - Innovative Dokumentationstechniken
    • 16:30 Uhr Jan Hamann, Thomas Lucker :
      Erschwerte Bedingungen - Restaurierung der Hathor-Kapelle
    • 17:00 Michael Freytag, Martin Reichert, Alexander Schwarz:
      'That's loneliness' - David Chipperfields Naga-Museum
    • 17:30 Dietrich Wildung:
      Archäologie und Politik - Das Naga-Projekt als Beitrag zur auswärtigen Kulturpolitik

    Ort: Brugsch Pasha Saal,
    Geschwister Scholl-Str. 2-8 (5. Etage)
    10117 Berlin
    Tel (030) 2090-5101

    Dokumente

  • 10. Juni 2009 Meroitische Tempelreliefs als Dauerleihgaben des Sudan für das Ägyptische Museum Berlin

    Seit 15 Jahren arbeitet ein Archäologen-Team des Ägyptischen Museums Berlin in der Republik Sudan.
    • Dokumentation der Reliefblöcke
    • Das Lapidarium
    • Am Tropf: Chemmische Festigung des Sandsteins im Berliner Labor von Restaurierung am Oberbaum
    • Fotomontage der Tempelwände
    • Probeaufstellung einer Paneel (von 3)
    • Der Amun-Tempel von Naga
    • Tempel Naga 200
    • Kopffragment einer Königsfigur
    • Löwenköpfiger Gott
    • Bildzusammenhänge werden zusammengesetzt
    • Restauratorische Reisevorbereitungen
    • Spezialkissen für den Transport
    • Verladen der Blöcke in Naga
    • Der lange Weg

    In der Wüste nordöstlich von Khartum liegt die antike Stadt Naga, eines der Zentren des altsudanesischen Königreiches von Meroe aus der Zeit um 300 v. Chr. bis 350 n. Chr.

    Durch die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e. V. finanzierten Ausgrabungen ist Naga zu einer der attraktivsten archäologischen Stätten des Sudan geworden. In Anerkennung des Beitrags der Berliner Museen zur Wiedergewinnung der historischen und kulturellen Identität des Landes hat die Republik Sudan eine große Anzahl von Reliefblöcken aus dem Komplex des Amun-Tempels in Naga der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als langfristige Leihgaben zur Verfügung gestellt.

    Die bereits im Dezember 2008 in Berlin eingetroffenen 74 Blöcke aus Sandstein wurden nach ihrer restauratorischen Behandlung zu drei geschlossenen Wandabschnitten zusammengefügt, die überlebensgroße Götterfiguren zeigen.

    In ihrer Verbindung ägyptischer, hellenistischer und afrikanischer Stilelemente sind die Reliefs eindrucksvolle und außerhalb des Sudan einzigartige Beispiele der typischen Kunst des Reiches von Meroe. Sie finden ihren Platz im Neuen Museum, wo sie ab Mitte Oktober 2009 in der Sudan-Abteilung des Ägyptischen Museums neben dem berühmten Goldschatz aus Meroe zu sehen sein werden.

    Nach Abschluß der Restaurierung wurden die Tempelwände vor ihrer Überführung ins Neue Museum am Dienstag 23. Juni 2009 in den Werkstätten von Restaurierung am Oberbaum in einer Probeaufstellung erstmals vorgestellt. Der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin Dr. Michael Eissenhauer begrüßte die sudanesischen Gäste S. E. Dr. Baha'aldin Hanafi, Botschafter der Republik Sudan, Hassan Hussein Idris, Generaldirektor der National Corporation of Antiquities and Museums, Dr. Abdel Rahman Ali, Direktor des National Museum Khartum und Eglal Mohamed Osman, Leiterin der Restaurierungsabteilung des National Museum Khartum.

    Zur Präsentation der Tempelreliefs sprachen Dr. Karla Kröper, Grabungsleiterin des Naga-Projekts, Jan Hamann und Thomas Lucker, Restauratoren und Prof. Dr. Dietrich Wildung, Direktor des Ägyptischen Museums.

    Themen:
  • 05. April 2009 Eröffnung Zweigmuseum Seefeld

  • 30. März 2009 Neues aus Naga- Kampagne 19 Jan.-März 2009

    Nach Erledigung der Formalitäten in Khartum und den üblichen 'Hausarbeiten' am Grabungshaus und nach der Anheuerung der Arbeiter wurde die Arbeit in Naga hauptsächlich westlich vom Amuntempel zwischen Hathor-Kapelle und Löwentempel aufgenommen.
    • Die Mannschaft (1)
    • Grabungsobjekt
    • Ende der Grabung (11)
    • Portikus des Löwentempels (9)
    • Freilegung einer kleinen Kapelle
    • Freilegung der Opfersstelle 360 (4)
    • Opferstelle 360 (5)
    • Freilegung Ostende der Opferstelle (6)
    • Doppelstatue einer Besfigur (Götterfigur) (7)
    • Doppelstatue einer Besfigur (Götterfigur) (8)
    • Portikus des Löwentempels (9)

    Nach Erledigung der Formalitäten in Khartum und den üblichen 'Hausarbeiten' am Grabungshaus und nach der Anheuerung der Arbeiter (1) wurde die Arbeit in Naga hauptsächlich westlich vom Amuntempel zwischen Hathor-Kapelle und Löwentempel aufgenommen.

    Ziel war es das Gelände um die Hathor-Kapelle abzusenken und zu erweitern um einen bessere Dränage für die kurzen aber heftigen Regengüsse im August-September zu gewährleisten. Dabei kamen zwei gemauerte Opferstellen am Ostrand der Hathor-Kapelle zum Vorschein die in ihrer Form (ein runde Plattform geflankt von zwei Lagen Ziegel stufenähnlich angeordnet und verputzt) bisher unbekannt waren (2).

    Die neue kleine Kapelle die überraschenderweise im Jan. 2008 zwischen Löwentempel und Hathor-Kapelle gegen Ende der Kampagnen gefunden wurde, und wieder eingesandet werden musste, wurde in dieser Kampagne komplett ausgegraben (3).

    Während der Freilegung einer kleinen 'Kapelle' (360) zwischen Hathor-kapelle und Löwentempel im letzen Jahr wurde bereits ein kl. Fayence Löwenkopf (4) gefunden der außerhalb der östlichen Mauer inmitten von großen Stücken fossilem Holz lag .
    Die 'Kapelle' entpuppte sich as eine intensiv frequentierte Opferstelle flankiert am Westende von zwei, am Ostende von einem großen sitzenden Löwen (5).

    Neben und hinter einem großen Stein in der Mitte der Ostwand wurden Reste von mindestens fünf kleinen Löwenfiguren aus verschiedenen Materialen gefunden. Duzende von unbearbeiteten Steine die wohl wegen ihrer ungewöhnlichen Formen aufgelesen wurden sowie Keulenköpfe und Steinringe, aus importiertem Stein gefertigt, wurden dort deponiert gefunden (6).

    Geklärt werden sollte auch das Alter der flachen Mauer um den Löwentempel da im letzten Jahr festgestellt wurde dass die Mauer um die Hathor-Kapelle in den 30-50 Jahren gebaut wurde. Die Freilegung des Vorplatzes des Löwentempels war eine weitere Aufgabe für dies Kampagnen.

    Die Interpretation der Mauer um den Löwentempel zeigte sich wesentlich komplizierter als erwartet. Ein Teil W und N und Ost sind definitiv neueren Datums während die Südmauer zum Teil auf und unter Mitverwendung eine ältere Mauer angelegt wurde. Die ältere Mauer gehört zu einem massiven vollständig aus Stein gebautem Nebengebäude südlich vom Löwentempel. Ob es sich hierbei um einen kleinen Nebentempel oder einer Kapelle handelt konnte in dieser Kampagne (Mangels an Zeit) nicht weiter nachgegangen werden.

    Das Gelände vor dem Löwentempel wurde von herabgefallenen Blöcke der Wände freigeräumt und abgesenkt. Dabei zeigt sich dass der Tempel Eingang mit einer Portikusmauer umgeben war auf der an der N- und S-Ecke jeweils eine doppelte Besstatue einmal mit Blick nach innen, einmal mit Blick nach außen gerichtet, (7-8) gestanden hatten.
    Im Portikus wurde eine Löwenstatue (9) und außerhalb der Portikusmauer viele hunderte Keramikfragmente und einige Fayencefragmente von Statuetten gefunden.
    Die Störungen des Vorhofs des Löwentempels durch einer modernen Mauer und herabgefallenen Teile der Außenwände des Löwentempel machte die Freilegung sehr aufwendig und konnte in dieser Kampagne nicht abgeschlossen werden. Zum Schutz des Bereiches wurden der ganze Bereich vorm Löwentempel wieder eingesandet (10). Dort soll die Arbeit in der Nächsten Kampagne fortgesetzt werden gleichzeitig mit den Restaurierungsarbeiten an der Hathor-Kapelle in Nov. - Dez. 2009.

    Themen:
  • 31. Januar 2009 Ägypten macht Schule

     
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