Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2008

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Es gibt insgesamt 26 Berichte
  • 14. Dezember 2008 Neuigkeiten aus Naga Nov.- Dez. 2008

    Die 18. Kampagne in Naga (Sudan) ist erfolgreich am 14. Dez. zu Ende gegangen.
    • Naga
    • Gras-Teppich um den Amun-Tempel
    • Transportsicherung der Blöcke
    • Verladung
    • Verladung
    • Auf dem Weg nach Khartum, kleine Panne
    • Warten auf den Abflug nach Berlin
    • Angekommen
    • An den Tropf gelegt
    • Restaurierung
    • Freilegung
    • Südseite Freilegung
    • Südseite Freilegung
    • An den Tropf gelegt
    • Karla Kroeper bei der Zusammenstellung der Blöcke
    • Reliefwand
    Vor Ort erfuhr Karla Kroeper, dass heftige lokale Regenfälle im Oktober den lokalen Nomaden in Naga eine gute Ernte Hirse beschert hatten. Ein üppiges niedriges Gras war allerdings schon von den Tieren abgegrast worden - nur im eingezäumten Gelände des Amuntempels war der Graswuchs wie ein gelblicher Teppich erhalten (Foto 1).

    Standfest!

    Extensive Restaurierungs- und Sicherheitsmaßnahmen konnten von 'Restaurierung am Oberbaum' im Auftrag des Vereins zur Förderung des Ägyptischen Museums und durch eine zusätzliche Zuwendung vom Auswärtigen Amt an der Hathor-Kapelle durchgeführt werden.
    Ein unerwartetes Schadenbild der SW Ecke, das die Stabilität der Kapelle gefährdete, musste aufwendig restauriert werden.

    Die in diesem Jahr zum ersten Mal freigelegte Südseite der Kapelle (Foto 4 und 5) musste an den 'Tropf' gelegt werden um die unteren Steinlagen zu festigen.

    Angekommen!

    Wie bereits angekündigt, konnte durch das großzügige Entgegenkommen des Ministers für 'Youth, Sport and Culture' ein Vertrag mit der 'National Corporation of Antiquities and Museums' über eine langfristige Ausleihe von 74 dekorierten Blöcke (Foto 7) aus Tempel 200 unterschrieben werden. Die Blöcke stammen alle von der Westwand des Tempels (Foto 8) und lassen sich zu drei Szenen mit Götterdarstellungen zusammensetzten (Foto 9). Die Blöcke wurden durch Festigungsmaßnahmen für den Transport vorbereitet (Foto 10) und von Mitarbeitern der Firma Hasenkamp in nach genauen Maßvorgaben in Deutschland gebauten und per Cargoschiff in den Sudan gesandten Kisten in Naga verpackt. Trotz der nationalen Feiertage - 'Id ul-Adha, dem großen Opferfest vom 8.-14. Dezember - war es möglich im Beisein des Direktors des Sudan National Museums die Blöcke nach Khartum zu transportieren, wo sie dann am 16. Dezember mit Lufthansa Cargo nach Deutschland versandt wurden (Foto 11-12). Zur Zeit befinden sie sich in der Werkstatt von 'Restaurierung am Oberbaum' (Foto 13). Die Blöcke werden nach weiterer Restaurierung im Neuen Museum zur Ausstellungseröffnung im Oktober 2009 als sichtbares Resultat des Naga-Projekts und als Zeichen der archäologischen Kooperation mit dem Sudan präsentiert werden.

    Die Naga- Mannschaft befindet sich schon fast wieder im Aufbruch - am 24. Jan gehts zur 19. Kampagne nach Naga. In dieser Kampagne wird eine der Aufgaben sein, den südlichen Teil von Tempel 200 auszugegraben, ein Gelände, in dem Anbauten (vielleicht Priesterhäuser) zu erwarten sind. Des Weiteren soll die Verbindung zwischen Hathorkapelle und Löwentempel geklärt werden sowie eine kleine Kapelle zwischen den beiden Tempeln, die schon 2008 entdeckt wurde, freigelegt werden.

    Themen:
  • 01. November 2008 Das Museumsprojekt in Naga

    Für die Planung des Naga-Museums konnte der international renommierte Architekt David Chipperfield (London) gewonnen werden.
    • David Chipperfield und Co. in Naga
    • David Chipperfield und Co. in Naga
    • Der optimale Standort
    • Der optimale Standort
    • Blick auf den Amun-Tempel am Horizont
    • Aussicht vom zukünftigen Naga-Museum
    • Einmessung im Juli 2008
    • Fundamentprobe im Juli 2008
    15 Jahre Feldforschung in Naga haben ein quantitativ und qualitativ so reiches Fundmaterial zutage gefördert, dass dessen Bewahrung und Präsentation in einem lokalen Museum geraten erscheint. Die National Corporation for Antiquities and Museums fördert, wie die Museen in Kerma, am Gebel Barkal, in Suakin und in El Fascher zeigen, die Schaffung lokaler Museen, die auch von den Regierungen der autonomen Staaten des Sudan begrüßt werden. Damit wird das National Museum Khartum entlastet und der Zugriff auf die Fundobjekte für künftige Forschungsarbeit erleichtert.
    Die Schaffung lokaler Museen trägt aber auch zur Förderung der historischen und kulturellen Identität bei und liefert einen pragmatischen Beitrag zum Nation Building. Für die seit eineinhalb Jahrzehnten im Berliner Naga-Projekt tätigen Halbnomaden des Wadi Awatib ist die antike Ruinenstätte zu "ihrer" Stadt geworden, auf die sie stolz sind und für deren Schutz sie sich verantwortlich fühlen.

    Das Museumskonzept

    Angesichts des noch wenig entwickelten Kultur-Tourismus im Sudan ist in Naga zunächst noch nicht mit nennenswerten Zahlen ausländischer Touristen zu rechnen. Das Museum wendet sich an lokale Besucher. Naga bietet sich für Tagesbesuche aus der Hauptstadt Khartum und den regionalen Zentren Schendi, Ed-Damer und Atbara mit ihren Schulen und Universitäten an, die schon jetzt zu den regelmäßigen Besuchern von Naga gehören. Eine Erleichterung der Zufahrt nach Naga wird nicht angestrebt. Als archäologischer Park soll der Ort seine Harmonie einer ökologisch intakten Naturlandschaft bewahren. Die Zufahrt über eine Wüstenpiste soll ein Teil der Naga-Erfahrung bleiben.

    Der Museumsplan

    Für die Planung des Naga-Museums konnte der international renommierte Architekt David Chipperfield (London) gewonnen werden, der den Wiederaufbau des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel leitet. Er wird die Architekturplanung auf seine Kosten als Beitrag zum Naga-Projekt liefern.

    Bei Ortsterminen mit David Chipperfield und seinen Mitarbeitern in Naga Ende März und Juli 2008 wurde der Bauplatz für das Museum abseits der antiken Stätten, aber mit Blick auf die Tempel festgelegt. Unter dem Eindruck der örtlichen Situation entwirft David Chipperfield eine Architektur, die sich in ihrer formalen und stilistischen Typologie, in Materialität und Bautechnik an lokalen Traditionen orientiert und dennoch ein unverkennbares Werk eines der großen Architekten der Gegenwart darstellt.

    Finanzierung und Realisierung

    Aus privaten Spenden hat der Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e. V., der die Trägerschaft des Museumsprojekts übernommen hat, bislang ca. € 200.000 bereitgestellt. Die geschätzten Gesamtkosten einschließlich Ersteinrichtung belaufen sich auf € 1.000.000.

    Bauvorbereitende Maßnahmen sollen im Herbst 2008 beginnen. Die Fertigstellung des Bauwerks ist für 2010 vorgesehen. Der Eröffnung im Jahr 2011 soll eine Sonderausstellung über das Naga-Projekt im Neuen Museum auf der Berliner Museumsinsel und im neu eröffneten Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München vorangehen, deren Erlös zur Restfinanzierung des Museumsprojekts beitragen könnte.

    Themen:
  • 01. Oktober 2008 Kampagne 18 in Naga Sudan

    Karla Kroeper und das Restauratorenteam von Restaurierung am Oberbaum reisen am 10. November 2008 nach Naga zu einer 5-wöchigen Restaurierungskampagne.
    Bald ist es wieder so weit. Karla Kroeper und das Restauratorenteam von Restaurierung am Oberbaum reisen am 10. November 2008 nach Naga zu einer 5-wöchigen Restaurierungskampagne. Die Hauptaufgaben sind dieses Mal die Arbeiten an der Hathor-Kapelle und die Festigung von dekorierten Steinen aus Tempel 200.

    Voraussichtlich werden 64 hochwertig dekorierte Blöcke aus Naga per Luftfracht nach Berlin transportiert. Dort sollen sie nach weiterer Restaurierung im Neuen Museum zur Ausstellungseröffnung im Okt. 2009 als langfristige Leihgabe der Nation Corporation of Antiquities and Museums, als sichtbares Resultat des Naga-Projekts und als Zeichen der archäologischen Kooperation mit dem Sudan präsentiert werden.

    Themen:
  • 30. August 2008 "Naga"-Sudan-Tag 2008

    Alljährlich präsentiert das Grabungsteam des Museums beim Sudan-Tag die aktuellen Ergebnisse seiner Arbeiten in Naga, einer königlichen Stadt des antiken Reiches von Meroe.

    Seit 1994 arbeitet das Ägyptische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin in der archäologischen Feldforschung im Sudan. Die wissenschaftliche und denkmalpflegerische Arbeit wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und vom Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e. V.

    Alljährlich präsentiert das Grabungsteam des Museums beim Sudan-Tag die aktuellen Ergebnisse seiner Arbeiten in Naga, einer königlichen Stadt des antiken Reiches von Meroe.

    Programm:

    • 14:00 Uhr Dietrich Wildung: Begrüßung
    • 14:15 Uhr Karla Kröper: Neues und Altes von Naga - Kampagnen 2007/2008
    • 15:00 Uhr Dietrich Wildung: Dezentrales Zentrum - Kunst in Naga
    • 15:45 Uhr Pause
    • 16:00 Uhr Alexander Schwarz: Ein Museum für Naga - Ein Projekt von David Chipperfield
    • 16:30 Dominique Valbelle und Charles Bonnet: Last discoveries at Dukki Gel (Kerma) and opening a new museum
    • 17:30 Jacques Reinold: Human sacrifice - New excavations in Kadada
  • 10. Juni 2008 Die Baustelle im Juni

    Die Baustelle macht gewaltige Fortschritte. Schon sind die Innenräume des zukünftigen Museums zu begehen.
    • Frau Schoske vor dem zukünftigen Eingang Frau Schoske vor dem zukünftigen Eingang
    • Überblick über das Gelände zur Alten Pinakothek Überblick über das Gelände zur Alten Pinakothek
    • Atrium
    • Kunst II
    • Treppe aus der Dauerausstellung
    • Treppe hinab zur Sonderausstellung
    • Vitrinen Jenseits-Raum
    • Vitrinen Raum Religion
    Themen:
  • 05. Juni 2008 Preisverleihung Kinderfest

    Themen:
  • 03. Juni 2008 Gastobjekt Weiden: Eine meroitische Opferplatte

  • 31. Mai 2008 Lange Nacht der Musik 2008

  • 20. Mai 2008 Pfingstferienaktion

  • 18. Mai 2008 Veranstaltungen Internationaler Museumstag 2008

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