Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2007

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Es gibt insgesamt 21 Berichte
  • 01. Dezember 2007 Eröffnung der Ausstellung "Ägypten nach den Pharaonen"

    Am Nikolaustag wurde die diesjährige Weihnachstausstellung zu "Spätantike und frühes Christentum am Nil" von der Museumsdirektorin Sylvia Schoske eröffnet.
  • 01. Dezember 2007 Neues Gastobjekt in Weiden

    Seit nunmehr 15 Jahren fest im Programm des Internationalen Keramikmuseums ist die sonntäglich Matinee "Zu Gast in Weiden"
    Seit nunmehr 15 Jahren fest im Programm des Internationalen Keramikmuseums ist die sonntäglich Matinee "Zu Gast in Weiden", bei der ein Objekt aus dem Stammhaus in München mt einem Vortrag und dann live vorgestellt wird, um dann für drei bis vier Monate die Ägyptische Abteilung zu ergänzen.

    Seit Frühjahr 2007 ist dort die neue Ausstellung "Zwischen Ägypten und Afrika" zu sehen, die Keramik aus dem antiken Sudan zeigt. Das neu präsentierte Objekt stammt ebenfalls aus diesem Kulturkreis: ein kleinen Köpfchen des kuschitischen Herrschers Taharqa. Die schwungvolle "Enthüllung" dieses Objekts vollziehen die örtliche Leiterin des Museums, Stephanie Dietz, und als Gast Dietrich Wildung, Direktor des Ägyptischen Museums Berlin, assistiert von der Münchner Museumsdirektorin Sylvia Schoske (hinten).
  • 01. Dezember 2007 Kunstwettbewerb für Neubau entschieden

    Kurz vor Weihnachten wurden die Ergebnisse eines Kunstwettbewerbs der Presse vorgestellt.
    Kurz vor Weihnachten wurden die Ergebnisse eines Kunstwettbewerbs der Presse vorgestellt, den das Staatliche Bauamt München 2 ausgeschrieben hatte für die Freifläche des künftigen Neubaus des Ägyptischen Museums und der Hochschule für Fernsehen und Film entlang der Gabelsberger Straße. Zwölf Künstler aus dem In- und Ausland waren im Frühsommer zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen worden, sieben von ihnen hatten ihre Arbeiten termingerecht abgegeben. Dem Preisgericht unter dem Vorsitz von Dr. Bernhart Schwenk, Sammlungsleiter Gegenwartskunst der Pinakothek der Moderne, gehörten an Prof. Gerhart, Rektor der Akademie der Bildenden Künste, Vertreter der Nutzer, des Bauamtes, der Obersten Baubehörde und des Wissenschaftsministeriums, die Künstler Nol Hennissen und James Reineking sowie der Architekt Peter Böhm mit seinem Landschaftsarchitekten Lill.

    Nach intensiven Diskussionen hatte sich die Jury in ihrer Sitzung am 10. September einstimmig für die Arbeit "Present Continuous" des holländischen Künstlers Henk Visch entschieden. Diese 3,6 Meter hohe Plastik aus Aluminium zeigt eine vornüber gebeugte abstrahierte Figur, die ihren Blick zur Erde richtet - und durch den Boden hindurch in das unter der Rasenfläche liegende unterirdische Museum. Die gedankliche Suche wird durch einen roten Seh- oder Denkstrahl versinnbildlicht, der sich im Inneren des Gebäudes fortsetzen wird. So wird er den Vorübergehenden darauf verweisen, daß sich hier im Untergrund etwas abspielt, während umgekehrt der Museumsbesucher, eingetaucht in eine längst vergangene Welt, sich bei seinem Rundgang plötzlich wieder an die Gegenwart erinnert fühlen wird.

    Henk Visch, 1950 in Eindhoven geboren, war von 1995 is 2001 Professor an der Kunstakademie in Stuttgart, seit 2005 lehrt er an der Kunsthochschule in Münster. Das Modell seiner Arbeit und die der anderen Wettbewerbsteilnehmer sind bis zum 6. Januar im Ägyptischen Museum ausgestellt.

    Museumsdirektorin Sylvia Schoske und Henk Visch im Gespräch über den Entwurf des Künstlers, links Peter Slansky als Vertreter der Hochschule für Fernsehen und Film, rechts Bernhart Schwenk, der Vorsitzende des Preisgerichts.

     

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  • 14. November 2007 Grundsteinlegung zum Museumsneubau

    Am 14. November war es endlich soweit, der langersehnte Tag der Grundsteinlegung für den Neubau Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst und der Hochschule für Fernsehen und Film war gekommen.
    Ab 10 Uhr strömten die Gäste zum Zelt unmittelbar an der Baugrube. Viel Platz war nicht, das Wetter mit Schneeregen denkbar schlecht, aber all das tat der Festesfreude keinen Abbruch: Überall sah man in fröhliche und entspannte Gesichter.

    Während sich die Besucher im Zelt sammelten, liefen auf großen Bildschirmen Trailer aus preisgekrönten Filmen der Hochschule und Ausschnitte aus dem neuen Film des Museums - ein wenig sollten im Programm dieses Vormittages die individuellen Eigenheiten der beteiligten Institutionen zum Ausdruck kommen. So wie dies später dann auch mit den Beigaben in den Grundstein der Fall war: eine Kamera für die Filmhochschule und Kopien altägyptischer Grundsteinbeigaben für das Museum.

    Die Direktorin des Museums, Sylvia Schoske, und der Präsident der Filmhochschule, Gerhard Fuchs, begrüßten die Gäste, unter denen sich auch der ehemalige Wissenschaftsminister Zehetmair und der ehemalige Finanzminister Faltlhauser befanden, die das Projekt auf den Weg gebracht haben. Der ägyptische Botschafter, S.E. Mohamed Al-Orabi, war aus Berlin angereist und sprach ein Grußwort. Reinhold Pfeufer vom Staatlichen Bauamt richtete den Dank an die beteiligten Planer, Wissenschaftsminister Thomas Goppel verwies auf die Bedeutung des Standortes im Museumsareal und Umfeld der Technischen Universität. Die Festansprache schließlich hielt der neue bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein.

    Dann war es soweit: Die Beigaben wurden in eine Metallkiste gelegt, diese in den eigentlichen tonnenschweren Grundstein gehoben.

    Unter den Klängen von Gustav Mahler wurde der Stein dann hochgehoben, schwebte am Kran über die Baustelle und wurde dann langsam abgesenkt - filmisch verfolgt vom Ministerpräsidenten, der seinen ersten Einsatz als Kameramann hatte. Dann wurde gefeiert, dem hohen Gast angemessen mit einem fränkischen Imbiß. Und wenn auch nicht hinsichtlich des Wetters, so konnte man doch im Zelt mit Blick auf die Gesichter der Festgäste sagen: München leuchtete.
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  • 12. November 2007 Pressekonferenz zur Grundsteinlegung

    Am 12. November fand die Pressekonferenz zur Grundsteinlegung für den Neubau des Ägyptischen Museums München und der Hochschule für Fernsehen und Film statt
    Der Countdown läuft: Am 12. November fand die Pressekonferenz zur Grundsteinlegung für den Neubau des Ägyptischen Museums München und der Hochschule für Fernsehen und Film statt - im Baucontainer direkt an der Baugrube entlang der Gabelsbergerstraße. Wissenschaftsminister Thomas Goppel erläuterte den zahlreich erschienen Vertretern der Medien die Geschichte des Projektes, das mit dem Architekturwettbewerb im Oktober 2004 begonnen hatte. Der Architekt Peter Böhm stellte das Bauvorhaben vor, Reinhold Pfeufer vom Staatlichen Bauamt lieferte die Fakten der vergangenen Monate, in denen der Abbruch der Gebäude der Technischen Universität, die zuvor hier gestanden hatten, erfolgt war. Für die künftigen Nutzer schilderten Peter Slansky von der HFF und Sylvia Schoske vom SMÄK die Besonderheiten und Erwartungen an den neuen Standort.

    Besonderes Interesse fanden auch die Objekte, die in zwei Tagen in den Grundstein gelegt werden sollen: Für die Filmhochschule wird dies eine Kamera aus dem Jahr ihrer Gründung, 1967, sein. Das Museum kann auf altägyptische Traditionen zurückgreifen und hat Kopien altägyptischer Grundsteinbeigaben aus eigenen Beständen anfertigen lassen: Kleine Gefäße, Miniaturwerkzeuge und kleine Plaketten in Form von Opfergaben. Außerdem wird eine verkleinerte Kopie der ältesten Darstellung eines altägyptischen Gründungsrituals sowie eine in Hieroglyphenschrift auf Papyrus geschriebene Bauurkunde in den Grundstein gelegt werden. Minister Goppel freute sich über eine Miniaturversion dieses Hieroglyphentextes.
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  • 31. Oktober 2007 Eröffnung der Ausstellung "Fest gemauert in der Erden"

    Nach der Pflicht (der Grundsteinlegung) am Vormittag des 14. November 2007 gab es am Abend die Kür der Eröffnung der kleinen Ausstellung, die thematisch auf diesen Anlaß hin konzeptioniert worden war. Die Direktorin Sylvia Schoske begrüßte die Gäste im Vortragssaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der ägyptische Botschafter S.E. Al-Orabi richtete ein Grußwort an das Auditorium, der stellvertretende Direktor Alfred Grimm gab eine Einführung in die Thematik und Wissenschaftsminister Goppel eröffnete schließlich die Ausstellung - und konnte als Geschenk einen Abguß jenes Reliefs entgegennehmen, das am Vormittag in Kopie in den Grundstein gelegt worden war.

    Überall entspannte, fröhliche Gesichter, auch beim anschließenden Empfang in den Museumsräumen: Mitglieder des Freundeskreises, Kollegen anderer Museen, Vertreter des Bauamtes und der Planungsfirmen, die "Mitstreiter" der Filmhochschule - alle feierten an diesem Tag. Im Rahmenprogramm wurde der etwa 20-minütige Film vorgestellt, der mit einer knappen Übersicht der einzelnen Räume das Konzept der künftigen Dauerausstellung präsentiert.
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  • 29. Oktober 2007 Abbau und Einlagerung des Obelisken

    Am 29. Oktober war es soweit: Der Obelisk vor der Münchner Residenz wure von seinem Sockel abgenommen und in der Eingangshalle des Museums, dem Vierschäftesaal, eingelagert. Wie eine sorgfältige Untersuchung ein Jahr zuvor ergeben hatte (vgl. Neuigkeiten 2006/II), muß der Obelisk, bevor er an seinen künftigen Standort im Neubau des ägyptischen Museums verbracht wird, konservatorisch und restauratorisch behandelt werden: Schmutzablagerungen in den vertieften Hierogyphen müssen entfernt, instabile Ergänzungen gefestigt oder erneuert werden. Diese Arbeiten werden sich über einen Zeitraum von mindestens eineinhalb Jahren hinziehen.

    Um dem Obelisken einen weiteren Aufenthalt im Freien in den Wintermonaten zu ersparen, wurde er bereits jetzt in das Innere der Residenz verbracht, wo er künftig in einer "Museumswerkstatt" gelagert wird, die es den Besuchern auch ermöglichen wird, bei der Restaurierung zuzuschauen. Von dort wird er dann direkt - voraussichtlich Ende 2009 - als erstes Objekt seine Aufstellung im Neubau erhalten, bevor das Dach geschlossen wird.

    So war in den Tagen zuvor von der Restaurierungswerkstatt Pfanner, die dieses Projekt betreut, eine Art äußeres Skelett um den Obelisken gelegt worden. Mit dessen Hilfe wurde der Obelisk dann abgehoben - und wird damit künftig in der Werkstatt auch gedreht werden können.

    Obwohl alles minutiös vorbereitet worden war, dauerte es schließlich doch mehrere Stunden - und bedurfte zahlreicher "Manpower" -, bis das Stück schließlich sicher im Vierschäftesaal ruhte

    Dann mußte noch der Sockel ab- und auf ein bereitstehendes Transportfahrzeug geladen werden, er wird in dieser Form künftig nicht mehr benötigt. Wenn in den nächsten Tagen dann die Sockelgrube verfüllt und mit Kies bedeckt ist, wird nichts vor Ort mehr daran erinnern, daß vor der Münchner Residenz über mehr als 35 Jahre ein römischer Obelisk gestanden hat.

    Ein wenig Wehmut - aber doch auch wieder ein sichtbarer Schritt hin zum eigenen Haus!
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  • 20. Oktober 2007 Lange Nacht der Münchner Museen 2007

    Ein letztes Mal stand er im wahrsten Sinne im Blickpunkt: der Münchner Obelisk vor dem Eingang des Ägyptischen Museums in der Residenz.
    Von allen Seiten in wechselnden Farben beleuchtet, ist er vielleicht manchem Passanten zum ersten Mal wirklich aufgefallen... Zu spät. Schon in der kommenden Woche wird er eingerüstet werden, um dann Ende des Monats abgehoben und in die große Eingangshalle verbracht zu werden, um dort in den kommenden zwei Jahren einer gründlichen Restaurierung unterzogen zu werden, bevor er an seinen neuen Standort im Neubau wechselt.

    Neben diesem Leuchtpunkt im kühlen Außenbereich gab es ein vielfältiges Führungsprogramm im wärmeren Innern des Museums: In Teil 1 gab es ununterbrochen Kurzführungen zu den Highlights des Museum, in Teil 2 ausführliche Einführungen in die aktuelle Sonderausstellung "Aus Pharaos Werkstatt". Und auch um 1 Uhr nachts war das Interesse daran immer noch lebhaft. Gut 7000 Besucher sind es dann schlussendlich gewesen, eine Zahl, die seit Jahren nahezu stabil ist. Auffällig waren die vielen Kinder, die zumindest in den ersten Abendstunden noch mit ihren Eltern unterwegs waren - vielleicht hatte sich das nachmittägliche Kinderprogramm nicht herumgesprochen?

    Am Nachmittag war das Museum fest in Familienhand: Führungen und Märchenstunde, Suchspiel und Hieroglyphenschule - von 14 bis 18 Uhr hatten die Mitarbeiter des Museums und freiwillige Helfer aus dem Freundeskreis alle Hände voll zu tun. Viele kamen gleich zu Beginn und "arbeiteten" sich durch das Programm, mit einer kleinen Pause zur Stärkung am Bistro zwischendurch. Besonders interessant: Der Tisch mit den Steinproben in der Sonderausstellung - endlich durfte man im Museum etwas anfassen!
  • 20. Oktober 2007 Wissenschaftstage 2007

    Zum ersten Mal waren in diesem Jahr die Münchner Museen eingeladen, sich an den Wissenschaftstagen in der Universität zu beteiligen, ihre Forschungsergebnisse zu prsentieren oder neue Methoden vorzustellen.
    In Zusammenarbeit mit dem Ägyptischen Museum Berlin wurde der Schwerpunkt auf neue Fragestellungen in der Sudan-Archäologie gelegt. In einem Vortrag im gut gefüllten Audimax der Universität gab Sylvia Schoske einen komprimierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand und neueste Grabungsergebnisse zum Thema "Antiker Sudan".

    Dies wurde ergänzt durch einen Informationsstand auf dem "Marktplatz der Wissenschaften", auf dem in Zusammenarbeit mit "Restaurierung Oberbaum, Berlin" die Ergebnisse des Restaurierungsprojektes "Amun-Tempel" sowie die laufenden Arbeiten an der "Hathor-Kapelle" in Naga (Sudan) vorgestellt wurden. Großes Interesse fand dabei die Vorstellung der neuen Methode des berührungsfreien Scannens auch von großformatigen archäologischen Objekten (in Zusammenarbeit mit Objekt 3D SRC). Als Ergebnis der diesjährigen Kampagne konnte das auf diese Weise entstandene Modell der Hathorkapelle gezeigt werden. Langfristig plant das Ägyptische Museum München den Einstieg in das Berliner Projekt.

    Im Rahmen der Begleitveranstaltungen hatte das Museum Führungen für Schulklassen mit Werkstattprogramm in der aktuellen Ausstellung sowie eine Führung im Zweigmuseum Seefeld angeboten.

  • 01. Oktober 2007 Abschied vom Sarg des Anch-Hor

    Fast zwei Jahre war er in München gewesen, der mehr als sechs Tonnen schwere Sarkophag des Fürsten Anch-Hor aus der Spätzeit.
    Die Leihgabe aus Berlin war zunächst Bestandteil der großen Ägypten-Ausstellung in Mexiko im Jahr 2005 gewesen. Am derzeitigen Standort des Ägyptischen Museums Berlin gab es keinen Platz für das Schwergewicht, und so war er von Mexiko direkt nach München gereist und im Dezember 2005 in der großen Eingangshalle, im Vierschäftesaal, ausgestellt worden.

    Nun musste er, noch einmal begleitet von einem Vortrag, auch in München Platz machen: Der Platz im Vierschäftesaal wird benötigt, um dort in zwei Wochen eine Werkstatt einzurichten, wo der Obelisk in den kommenden zwei Jahren restauriert wird, um dann im neuen Museum Platz zu finden.
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