Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Jahr 2003

Navigation überspringen und direkt zum Inhalt
Es gibt insgesamt 16 Berichte
  • 11. November 2003 Vorstellung des Audio-Guide

    Endlich ist es soweit: Am 11. November konnte Sylvia Schoske die Audio-Führung für die Dauerausstellung im Ägyptischen Museum präsentieren.
    Sie erläuterte das neuartige Konzept den Mitgliedern des Feundeskreises, die als erste die neue Hör-Führung testen konnten. Der Freundeskreis hat einen Teil der Kosten übernommen und damit die Produktion ermöglicht. Quer durch das ganze Museum finden sich jetzt die Zahlen mit dem Audio-Symbol; derzeit kann der Besucher aus gut drei Stunden Hörtexten auswählen.
    Unter den Hörern der ersten Stunde waren auch die Schauspielerin Helga Lynen-Fellerer, die weibliche Stimme der altägyptischen Originaltexte, und Holger Schulten, Komponist der atmosphärischen Hintergrundmusik.
  • 25. September 2003 Präsentation Plakatserie

    Am 25. September wurde in der Alten Pinakothek eine Plakatserie zu allen staatlichen und städtischen Museen in München präsentiert.
    Erstmals hatten sich die Stadt München und der Freistaat Bayern zu einer derartigen Aktion zusammengeschlossen und zu einem internen Wettbewerb fünf Münchner Graphikdesignbüros eingeladen: Uwe Göbel, Pierre Mendell, Rolf Müller, Gerwin Schmidt und Büro für Gestaltung Ursula Wangler.

    Die Jury, besetzt mit Vertretern des Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kunst, des Kulturreferats, des Fremdenverkehrsamts sowie der staatlichen und städtischen Museen, hat sich für den Entwurf von Pierre Mendell entschieden. Er präsentiert jedes Haus mit einem "Charakterkopf", wobei die Botschaft der "Museen in München" im Vordergrund steht, nicht der Name des einzelnen Hauses. Die Regenbogenfarben des Schriftzuges sollen im Sinne eines Leitsystems auch in anderen Werbemitteln - Prospekte, Aufkleber u.ä. - Verwendung finden.

    Der hohe Stellenwert dieser ersten gemeinsamen Kampagne wurde unterstrichen durch die Anwesenheit der Münchner Kulturreferentin Lydia Hartl, der Leiterin des Fremdenverkehrsamtes Gabriele Weißhäupl, Vertretern des Wissenschaftsministeriums und (fast) sämtlichen Direktoren und Direktorinnen der staatlichen und städtischen Museen. Die Plakate werden künftig sowohl für gemeinsame Auftritte der Museen und Plakatierungsaktionen eingesetzt als auch individuell von den einzelnen Häusern verwendet werden.
  • 30. Juli 2003 Am Ende der hellenistischen Welt - Der Römische Kiosk in Naga

    Fürst Pückler spricht vom so genannten Römischen Kiosk, der in Naga im Nordsudan unmittelbar vor dem Löwentempel steht und mit ihm zusammen das Wahrzeichen dieser antiken meroitischen Stadt ist. Die Ratlosigkeit des kunstsinnigen Reisenden des frühen 19. Jahrhunderts vor diesem Stilgemisch hält bis heute an.
    • Facharbeiter in Naga
    • Amun-Tempel
    • Sondage an der Hathor-Kapelle
    • Zeichnung des Löwentempels 1844
    • Naga 2003
    Neben den Pyramiden von Meroe gibt es für die frühen Reisenden im Sudan ein Standard-Motiv, das sich bei Linant de Bellefonds ebenso findet wie bei Frederic Cailliaud und Richard Lepsius und das Fürst Pückler Muskau 1837 als Tempel beschreibt, '...der im verdorbensten römischen Stil widerlicher Überladung den völligen Verfall der Kunst verrät, obgleich er zum Teil mit ägyptischen Verzierungen, aber ohne Hieroglyphen und Bildwerken, ausgeschmückt ist, mehr den phantastischen Undingen in einer unsrer älteren Gartenanlagen als einem den Göttern geweihten religiösen Gebäude ähnlich '.

    In eine vernichtende Wertung verpackt, benennt diese knappe Beschreibung den noch wesentliche Beobachtungen, eine römische und eine ägyptische Komponente der Architektur, und indirekt die Sonderstellung dieses Gebäudes in stilistischer wie funktionaler Hinsicht.

    Fürst Pückler spricht vom so genannten Römischen Kiosk, der in Naga im Nordsudan unmittelbar vor dem Löwentempel steht und mit ihm zusammen das Wahrzeichen dieser antiken meroitischen Stadt ist. Die Ratlosigkeit des kunstsinnigen Reisenden des frühen 19. Jahrhunderts vor diesem Stilgemisch hält bis heute an. Außer einem Versuch der Datierung und Einordnung von Seiten der klassischen Archäologie (Theodor Kraus im Archäologischen Anzeiger 1964) hat sich die Architekturgeschicht bislang um diesen Problemfall gedrückt, den Th. Kraus als 'eine der merkwürdigsten und großartigsten Begegnungen der meroitischen mit der römischen Kunst' würdigt.

    Der Kern des Problems liegt darin, dass bislang eine wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Aufnahme und Publikation des Bauwerks nicht vorliegt. So ist der Römische Kiosk seit Beginn des Naga-Projekts des Ägyptischen Museums Berlin eine der Prioritäten des Arbeitsprogramms gewesen. Sie musste jedoch aus mehreren Gründen zurückgestellt werden. Eine Bauaufuahme setzt die Freilegung des Bauwerks voraus, dessen unterer Teil tief im angeschwemmten Boden des während der Regenzeit überfluteten Wadi Awatib steckt; die Freilegung aber ist angesichts des fragilen Zustands der Architektur ohne synchron laufende Beobachtung und Betreuung durch Restauratoren nicht möglich. Restaurierungsarbeiten sind aus den Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die der wichtigste Finanzträger des Naga-Projekts ist, nicht abrechenbar. So muss es das Anliegen des Projekts sein, Drittmittel für die Sicherung und Restaurierung des Römischen Kiosks einzuwerben. Die Voraussetzung dafür ist eine fundierte Machbarkeitsstudie und eine darauf aufbauende Kostenschätzung.

    Während der Kampagnen 2002 und 2003 konnten die im Amun-Tempel tätigen Restauratoren des Berliner Teams 'Restaurierung am Oberbaum' die Basisdaten für ein Restaurierungsprojekt am Römischen Kiosk zusammentragen, und am Ende der Kampagne 2003 wurden durch mehrere Sondagen wichtige Informationen für eine künftige Bearbeitung des Kiosks gewonnen.

    Die Freilegung der Südostecke des Bauwerks erlaubt einen Einblick in die verschüttete unterste Zone der Architektur und in ihre Fundamente. Das antike Begehungsniveau liegt 70 Zentimeter unter der heutigen Oberfläche, so dass die gedrungenen Proportionen des sichtbaren Bauwerks sich in eine hoch aufragende schlanke, elegante Silhouette verwandeln. Das Fundament wird von zwei Lagen großformatiger Sandsteinblöcke gebildet, die keinerlei Setzungen, Verschiebungen oder Schäden aufweisen.

    Es darf also angenommen werden, dass die antike Fundamentierung weiterhin tragfähig ist. Damit erweisen sich die zunächst angestellten Überlegungen, den kleinen Tempel abtragen und mit einem neuen Fundament versehen zu müssen, als verzichtbar.

    Gleichzeitig stellt sich die grundsätzliche und nicht reizlose Frage, ob eine Totalrestaurierung mit dem Ziel der Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinungsbildes des Kiosks die einzig vorstellbare Konzeption darstellt. Der intensive Umgang mit Fragen der Denkmalpflege im Rahmen der Generalsanierung der Berliner Museumsinsel hat die Sensibilität für originale Bausubstanz geschärft, und so erscheint es durchaus vorstellbar, dem Kiosk von Naga, der nicht zuletzt durch die Romantik seines ruinösen Zustands besticht, sein vertraut gewordenes Erscheinungsbild zu belassen und den restauratorischen Eingriff darauf zu beschränken, die Ruine zu konsolidieren. Das schließt die Festigung der aus weichem Sandstein gemeißelten Kapitelle ein, die unter dem Druck der aus extrem dichtem Sandstein gefertigten mächtigen Architrave zerdrückt und in ihrer Struktur weitgehend zerstört sind.

    Ein teilweiser Abbau des Gebäudes ist sicherlich unvermeidbar, um diese restauratorischen Arbeiten durchführen zu können. Ein Wiederaufbau könnte aber durchaus die Wiederherstellung des jetzigen Erscheinungsbildes zum Ziel haben.

    Eine zweite Sondage in der inneren Südwestecke des Kiosks, bei der geklärt werden sollte, ob das Fundament flächig unter dem gesamten Bauwerk verläuft, erbrachte einen unerwarteten und aussagekräftigen Fund. Wir wurden durch unsere Grabungsarbeiter aufmerksam gemacht, die plötzlich Bagara! riefen, Kuh!

    Dicht unter der heutigen Oberfläche lag ein großer Sandsteinblock, dessen eine Seite in kräftigem Relief einen Hathorkopf trägt, ein frontal wiedergegebenes Frauengesicht mit Kuhohren. Dieser kopfüber liegende Block saß ursprünglich als Türsturz über der Innenseite des Westtors des Kiosks, das zum Löwentempel führt.

    Der Hathorkopf gibt dem Kiosk eine funktionale Deutung im Zusammenhang mit der in der meroitischen Religion gut bezeugten Göttin, so dass es nahe liegt, den irreführenden Begriff 'Kiosk' künftig durch 'Hathorkapelle von Naga' zu ersetzen. Die stilistische Ausführung des Kopfes weist in die klassische meroitische Epoche um die Zeitenwende, also in die Zeit, in der unter Natakamani und Amanitore der direkt hinter der 'Hathorkapelle' liegende Löwentempel von Naga errichtet wurde.

    Eine direkte Beziehung zwischen beiden Gebäuden liegt schon angesichts ihrer engen Nachbarschaft nahe, wurde aber bislang durch die von Th. Kraus vorgeschlagene Datierung des 'Kiosks' ins 3. oder gar 4. Jahrhundert nach Christus als problematisch angesehen. Eine Datierung in sehr viel frühere Zeit eröffnet neue Perspektiven. Die aus der Mittelachse gerückte Lage der 'Hathorkapelle' vor dem Löwentempel findet in Naga Parallelen beim Tempel 'F' und beim Hochaltar vor dem Amun- Tempel und ist eine architektonische Konstellation, die einen auch an mehreren anderen Orten begegnet - so am 'Sonnentempel' in Meroe und beim Palast in Wad Ban Naga.

    Das Projekt der Freilegung und Restaurierung der 'Hathorkapelle von Naga' wird im Sommer 2003 ausgearbeitet vorliegen, so dass die Finanzierung aus Drittmitteln in Angriff genommen werden kann. Die Bedeutung und, wie wir glauben, Faszination des Projektes liegt darin, dass die 'Hathorkapelle' das südlichste Ende der hellenistischen Welt bezeichnet, die Grenze - oder doch wohl eher Brücke zu Afrika. Hellenistisch-römische, pharaonisch-ägyptische und meroitische Elemente verbinden sich zu einer architektonischen Schöpfung eigener Wertigkeit. In der 'Hathorkapelle' hat der Dialog der Kulturen architektonische Gestalt gewonnen, hier artikuliert sich Tausende von Kilometern südlich des Mittelmeeres der Einfluss der griechich-römischen Weh, hier finden wir das südliche Gegenstück zu den hellenistischen Aspekten der Kunst der Skythen und Germanen.

    Dietrich Wildung
    (Artikel der Mitgliederzeitschrift aMun)

     

    Themen:
  • 27. Juli 2003 Hilferuf und Finderglück - Sudantag 2003 im Ägyptischen Museum Berlin

    Die Saubohnen gehören zum Sudantag wie der Rotwein zum Dienstag-Vortrag. So war es nicht erstaunlich, dass mehrere besorgte Anrufer sich erkundigten, ob die Einladung zum 27. Juli 2003 in die Remise nach Charlottenburg in diesem Punkt unvollständig sei oder ob man diesmal auf die lieb gewordene Köstlichkeit verzichten müsse.
    Man musste; denn es war abzusehen, dass die Teilnehmerzahl am Sudan-Tag 2003 weit größer sein würde als üblich. Zwei Vorträge standen auf dem Programm, die nicht nur die Sudan-Freunde aus dem Förderverein und wie immer auch aus dem Münchner Freundeskreis - anlocken, sondern auch die Fachwelt ansprechen würden. So waren nicht nur die Berliner Hochschulen vertreten, sondern auch Kollegen aus Köln, Wien und Paris, und als Ehrengäste konnten wir S. E. Ahmed Gaafar Abdelkarim, Botschafter der Republik Sudan in Berlin, und S. E. Dr. Werner Daum, deutscher Botschafter früher in Khartum und heute in Kuweit, mit seiner Frau Gemahlin begrüßen.

    Dr. Salah Mohamed Ahmed,Direktor für Ausgrabungen in der National Corporation of Antiquities and Museums in Khartum, berichtete über das bereits in Gang befindliche Großprojekt des Staudamms am Vierten Katarakt und seine Konsequenzen für die Archäologie. 180 Kilometer Niltal werden ab 2008 unter Wasser gesetzt. 48.000 Menschen müssen in neue Siedlungsgebiete bei ed Damer, Nuri und Debba umgesiedelt werden. Tausende von archäologischen Stätten liegen in diesem nahezu unerforschten Teil des Niltals.

    Ein Vergleich mit der Nubian Campaign der sechziger Jahre erscheint zunächst unzutreffend, da spektakuläre Bauten wie Abusimbel, Wadi es Sebua, Kalabscha (und letztlich ja auch Philae) unter den von der Überflutung bedrohten Denkmälern fehlen. Diese Rettungsaktionen waren aber nur die medienwirksame, spektakuläre Oberfläche, unter der Hunderte von Grabungen und Surveys eine gewaltige Menge neuer Funde und Befunde ans Licht brachten, die vom Paläolithikum bis in die jüngste Vergangenheit reichen. Kein anderer Teil des Niltals ist heute archäologisch so gut erforscht wie die 350 Kilometer von Wadi Halfa bis Aswan.

    Ähnliches gilt es am Vierten Katarakt zu leisten, und so kann die Nubian Campaign auch als Logistik- und Organisationsmodell für die neue Rettungsaktion dienen. Bei einer ersten internationalen Konferenz in London haben sich bereits mehrere Länder, darunter Deutschland, zur Mitarbeit bereit erklärt. Für einen effektiven Start fehlt aber bislang nicht nur eine solide finanzielle Basis, sondern eine internationale Medienkampagne und eine Koordinierungsstelle, die die Aktivitäten bündelt und zwischen Politik, Bauträgem und Archäologen vermittelt. Gespräche zwischen Dr. Salah, den bei den Botschaftern (Kuweit ist einer der Finanzträger des Staudammprojekts) und dem Ägyptischen Museum haben gemeinsame Schritte zur Lösung dieser Fragen vorbereitet.

    Die Arbeit in Naga bildete den mittleren Block der Vortragsfolge. Karla Kroeper beobachtete den Anflug des sudanesischen Staatspräsidenten Omar el Baschir per Helikopter zum Besuch unserer Grabung. Dietrich Wildung stellte eine erste kunsthistorische Analyse der im Amun-Tempel gefundenen Statuen vor. Das Restauratorenteam 'Restaurierung am Oberbaum' berichtete über die Aufstellung der Säulen im Hypostyl des Amun-Tempels und die Anwendung historischer Arbeitstechniken im Steinbruch und entwickelte das Konzept für die Restaurierung der Hathor-Kapelle, das dringlichste Projekt in Naga.

    Den Höhepunkt des Sudan-Tages bot Charles Bonnet mit dem Bericht über seine neuesten Entdeckungen in Kerma. Erstmals vor einer breiteren Öffentlichkeit zeichnete er die Ereignisse Mitte Januar 2003 nach, die zur Freilegung eines Statuendepots führten. Bei der Reinigung der Schichtenfolge eines Tempels, der sich bis in die Mitte der 18. Dynastie zurückverfolgen lässt, kam eine Grube zum Vorschein, in der sauber geschichtet zunächst Arme und Beine, darunter die Körper und schließlich die Köpfe von sieben Königsstatuen lagen. Die teils überlebensgroßen Figuren aus Granit zeigen nach Ausweis ihrer hieroglyphischen Inschriften Takarka, Tanwatamani, Senkamanisken, Anlamani und Aspelta, stellen also eine fast lückenlose Herrscherfolge am Übergang von der kuschitischen zur napatanischen Dynastie im Zeitraum von 690 bis 575 v. Chr. dar. Atemlose Stille herrschte im Raum, und dem Simultan-Übersetzer D. Wildung verschlug es die Sprache, als Charles Bonnet den ersten Blick in die mit Statuenbruchstücken gefüllte Grube gewährte.

    Der Fund ist historisch und kunstgeschichtlich gleichermaßen bedeutend. Einen fast bis ins Detail gleichen Fund machte George Reisner 1917 im Tempel B 500 am Gebel Barkal, dieselben Könige, derselbe Zerstörungsgrad, ähnliche Fundsituation. Psammetichs H. Feldzug nach Napata im Jahr 592 v. Chr. erscheint noch deutlicher als bisher als ein Akt programmatischer Zerstörung der 'schwarzen Pharaonen' .

    Für die Kunst des Nordsudan ist der neu entdeckte Statuenkomplex das Zeugnis technischer Perfektion und stilistischer Meisterschaft, die in nichts hinter den gleichzeitigen Werken im ägyptischen Niltal zurückstehen.

    Ein Drittes kommt hinzu: Schon einen Tag nach der Entdeckung setzte ein nicht enden wollender Besucherstrom ein, aus Kerma, aus der näheren Umgebung, von weit her. Für die Bevölkerung der Region ist dieser Fund ein Akt der historischen Selbstfindung, und so ist es eine nachvollziehbare Entscheidung, die Statuen an ihrem Fundort zu belassen und ein lokales Museum zu errichten, mit dessen Bau bereits begonnen worden ist.

    Auch ohne Saubohnen zog sich der Abend noch lange hin, mit Charles Bonnet und seiner Kollegin Dominique Valbelle von der Sorbonne, die ihm in diesen aufregenden Tagen assistiert hatte und bei der Premiere in Berlin nicht fehlen wollte.

    Und noch jemand war symbolisch auf einem extra frei gelassenen Stuhl in der ersten Reihe anwesend: Trauthilde Körschner, deren Vermächtnis an den Verein alljährlich für einen Körschner-Gedenk-Vortrag verwendet werden soll. Charles Bonnets Bericht war ein würdiger Auftakt.

    Dietrich Wildung
    (Artikel der Mitgliederzeitschrift aMun)

     

  • 12. Juli 2003 Lange Nacht der Museen - Nachmittagsprogramm

    Am Nachmittag waren wieder Mitglieder des Freundeskreises im Eingangsbereich des Museums aktiv: gleich an drei Informationsständen.
    Bunte Stifte und Papier luden zum Malen ein: etwa zum Ausmalen einer Umrißzeichnung von Tutmosis III.Dann ging es in die Märchenstunde. Erzählt wurde das altägyptische Märchen von der "Goldenen Schlange". Wer wollte, der startete derweil zum Suchspiel im Museum. Kinder und Eltern gingen zur Beantwortung der Fragen auf Entdeckungsreise durch die Räume des Museums. Führungen beleuchteten außerdem viele Aspekte des alten Ägypten, etwa zu den Hieroglyphen. In welche Richtungen geschrieben wurde, welche Zeichen für welche Buchstaben stehen und wie man trotz fehlender Vokale durch "Deut-Zeichen" den Sinn der alten Texte entschlüsseln kann.
  • 12. Juli 2003 Lange Nacht der Museen - Abendprogramm

    Trotz deutlich geringerem Andrang im Vergleich zu den bisherigen Museumsnächten im Herbst konnte das Ägyptische Museum auch mitten im Sommer nicht über Mangel an Besuchern klagen.
    Während der Vollmond über der vom Tag der offenen Tür noch hell beleuchteten Staatskanzlei schien und auf dem Marienplatz die Christopher-Street-Day-Party dröhnte, bot sich den Kunstinteressierten Muße zur Auseinandersetzung mit der altägyptischen Kultur.

    Speziell zu dieser „Langen Nacht" wurde die Präsentation „25 Jahre: Neuerwerbungen 1976-2001" eröffnet, die rund 200 Objekte vom kolossalen Pharaonenkopf zur Amarna-Prinzessin bis zur goldenen Sargmaske zum Kultbild eines Krokodilgottes vollzählig ausstellt und zahlreiche kleinere Objekte zum ersten Mal vorstellt.

    Unter dem Titel „The director's choice" stellten die Museumsleiterin Dr. Schoske (oben) und der Leiter des befreundeten Berliner Museums Prof. Wildung (unten) im Wechsel wichtige Einzelobjekte vor.
  • 08. Juni 2003 Neue Objekte in Seefeld

    Rechtzeitig zu Pfingsten wurde die Ausstellung „Im Schatten der Pyramiden" um einige reizvolle Objekte erweitert ...
  • 03. Juni 2003 Beginn des Aufbaus in Ichenhausen

    Beginn der heißen Phase der Ausstellungsvorbereitungen in Ichenhausen
    Am 3. und 4. Juni traf die Ausstellungsarchitektur in mehreren Lkw-Ladungen in Ichenhausen ein, wurde – bei glücklicherweise strahlendem Sonnenschein ins Haus verbracht und auf die drei Ausstellungsebenen verteilt.

    Anderthalb Wochen vor Eröffnung

    Die Außenanlagen sind fast fertig, der Innenhof wurde gepflastert. Der Aufbau der Ausstellungsarchitektur schreitet voran und im Obergeschoß sind die Einbauten fast fertig gestellt.

    Drei Wochen vor Eröffnung


    Sechs Wochen vor Eröffnung

       
     
  • 01. Juni 2003 In Sachen Webseite

    Mit der Eröffnung der Goldsarg-Ausstellung ging vor eineinhalb Jahren auch die WebSeite des Ägyptischen Museums online und diente sofort als international wichtige Informationsplattform.
  • 22. Mai 2003 Pressetermin zur Vorschau auf "Hieroglyphen - Heilige Zeichen"

    Am 22. Mai fand im bestehenden Schulmuseum die erste Pressekonferenz zur großen Ägypten-Ausstellung „Hieroglyphen – Heilige Zeichen" statt.
    Sylvia Schoske erläuterte vor Vertretern der Medien, der Gemeinde und kultureller Institutionen sowie den Direktoren der örtlichen Schule das Konzept der Ausstellung in einer Dia-Präsentation und stellte ein erstes Objekt im Original vor. Die lebhafte und positive Resonanz spiegelt sich in den Presseberichten wieder.
     
    Parallel dazu laufen die Arbeiten mit schwerem Gerät an den Außenanlagen im Museumshof.
An den Seitenanfang