Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Thema "Internationaler Museumstag"

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Es gibt insgesamt 10 Berichte
  • 15. Juni 2015 Großveranstaltungen im Mai

    2. Kunstarealfest und Lange Nacht der Musik

    Die Neuauflage des Kunstarealfestes am Wochenende 9./.10 Mai nach dem Auftakt im Jahr 2013 war diesmal auf zwei Tage ausgelegt – mit dem Gedanken, am Samstag eher inhaltlich orientierte Veranstaltungen und am Sonntag ein Familienprogramm anzubieten.
    Da einerseits am Samstag die „Lange Nacht der Musik" stattfand – es ist nahezu unmöglich, in München ein „freies" Wochenende außerhalb von Ferien, Oktoberfest und Winter zu finden, andererseits das allgemeine Motto „Begegnungen" hieß, hatten wir uns nach der Devise „wenn schon, denn schon" entschlossen, dann auch gleich noch an der Langen Nacht teilzunehmen und als Generalthema diesmal die Musik zu wählen. Keine schlechte Entscheidung, wie das Interesse (und die Besucherzahlen) an beiden Tagen und in der Nacht belegten.

    Unter dem Titel „Rhythm 'n' Ritual" standen am Samstag Vorträge und Lesungen auf dem Programm, die es dieser Konzentration und Vielfalt so noch nie in unserem Haus gegeben hat – was bei unserem ganzjährigen Programm seit vielen Jahren schon etwas heißen will! Zwei Vorträge widmeten sich speziellen Instrumenten im alten Ägypten – den Klappern und der Flöte, zwei Vorträge stellten altägyptische Literatur mit Lesungen der „Harfnerlieder" und der „Liebeslieder" in den Mittelpunkt, und zwei weitere Vorträge spürten altägyptischen Vorlagen in der Neuzeit nach, nämlich Altägypten in der Oper und im Notendruck des frühen 20. Jahrhunderts.

    Am Abend war zur Musiknacht dann der in Luxor geborene (und in Berlin lebende) Mohamed Askari zu Gast, der seit Jahrzehnten eine prägende Persönlichkeit der arabischen Musik in Deutschland ist. Als Musiker, Komponist und Musikpädagoge vermittelt er mit seiner Nay-Flöte authentisch die klassische Musik seiner ägyptischen Heimat. An immer anderen Orten im Museum – zum Auftakt im Raum „Kunst und Form", später vor der Amarna-Wand, bei den Göttern oder den Pharaonen - schuf er eine ganz besondere Atmosphäre, die zu einer neuen, intensiven, ja meditativen Begegnung mit den altägyptischen Kunstwerken einlud.
    Nichts für den ungeduldigen Besucher, den es ja bei einem solchen „Event" auch immer gibt, aber offenbar ein nachhaltiges Erlebnis für manch anderen, wie nicht nur die zahlreichen positiven Rückmeldungen am Abend selbst, sondern auch ein paar Mails in den folgenden Tagen belegten.

    Am Sonntag hieß es dann „Aufschlag" für das Münchner Percussion Duo Double Drums, das ab 11 stündlich auf der Freitreppe vor dem Museum auftrat und damit alle Passanten von der Gabelsbergerstraße geradezu magisch anzog – waren es in der Früh zunächst 20, 30 Zuhörer, strömten am Nachmittag dann die Massen, die Freitreppe war gut besetzt, weitere Zuhörer standen oben auf dem Gehsteig, beim letzten Auftritt waren es rund 250 Gäste – und die meisten kamen anschließend auf Einladung der Musiker ins Museum! Die beiden Musiker, Alexander Göggler und Philipp Jungk, Absolventen der Musikhochschule München und Träger des Bayerischen Kunstförderpreises, spielen nicht nur auf „klassischen" Instrumenten wie Schlagzeug, Trommeln oder Marimbaphon, sondern auf allem, was sich dazu anbietet, diesmal waren es Leitern, Kartons, Kochtöpfe...
    Im Inneren des Museums gab es an diesem Tag ergänzend zwei Trommel-Workshops für Kinder, ein Werkstattprogramm und ein musikalisches Museums-Quiz. Außerdem standen den ganzen Tag „Uschebtis", die „Antworter" in Gestalt von Mitarbeitern und Führungskräften, für Fragen und Kurzführungen zur Verfügung – Trommelwirbel auf der Freitreppe und Konzentration und Stille im Museum. Das Konzept, mit dem Auftritt der Double Drums Aufmerksamkeit zu erzeugen unter den Passanten, nach außen zu gehen, um die nach innen zu bringen, war voll aufgegangen, wie die knapp 3000 Besucher an diesem Sonntag belegen.

    Internationaler Museumstag

    Nur eine Woche nach Musiknacht und Kunstarealfest fand der Internationale Museumstag statt, der immer auf den Sonntag fällt, der am nächsten zum 18. Mai liegt – in diesem Jahr also eine nicht allzu glückliche Konstellation, denn am selben Tag zogen Streetlife-Festival und Leopold-Korso 300 000 Menschen in die Innenstadt – kein Wunder, daß es in diesem Jahr etwas ruhiger war als bei vergleichbaren Veranstaltungen. Dennoch fand das Angebot eines Familienprogramms mit dem Werkstattprogramm für Kinder und zweimaliger Lesung mit Signierstunde der Münchner Autorin Diana Hillebrand, zu dem parallel die Originalzeichnungen aus der Serie ihrer „Paula"-Bücher ausgestellt waren, sein (jugendliches) Publikum – es war nur etwas ruhiger, wie es wohl ohne die sonstigen Großveranstaltungen gewesen wäre.

  • 30. März 2015 Internationaler Museumstag - MuseumSound

  • 18. Mai 2014 Internationaler Museumstag 2014: Provenienzen

    Wie immer bei diesem Anlass, war vor allem das Angebot für Kinder/Familien lebhaft nachgefragt.

    Das Programm des diesjährigen Internationalen Museumstags am 18. Mai hatte unter dem Haupttitel „Provenienzen“ vier Vorträge auf dem Programm, die über die Sammlungsgeschichte des Museums, die Erwerbungen des Freundeskreises, die Fundteilungen mit der Ägyptischen Altertümerverwaltung und das neue Grabungsprojekt in Naga/Sudan informierten. In der Dauerausstellung standen Führungskräfte als „Uschebtis“ bereit, Fragen zu Objekten und zum Museum zu beantworten.

    Kinder konnten sich an diesem Tag an eine erste kleine Ausgrabung wagen (Archäologie live) und deren Ergebnisse anschließend museal aufbereiten und ausstellen (Mein Museum!). Oder die Dauerausstellung bei einer Museums-Rallye erkunden. Wie immer bei diesem Anlass, war vor allem das Angebot für Kinder/Familien lebhaft nachgefragt.

  • 12. Mai 2013 Internationaler Museumstag

    Wie immer wurde am Museumstag viel geboten.

    Kurz vor der Eröffnung des neuen Museums häufen sich am alten Standort die "letzten Male": die letzte Familienführung, die letzte Ferienaktion, diesmal war es der letzte Internationale Museumstag in der Residenz.

    Wie immer wurde viel geboten: Märchenstunde, Hieroglyphenschreiben und Lotosblütenbasteln für die Kinder, Suchspiel und Führungen durch die nachgebaute Grabkammer für Familien und Fachführungen in der Sonderausstellung des ArchäoBioCenters für Erwachsene.

    Alle angebotenen Termine fanden lebhaftes Interesse – rund 400 Besucher nutzten die Möglichkeit des letzten Museumstages am alten Standort.

  • 20. Mai 2012 Internationaler Museumstag

    Gähnende Leere in den Museumsräumen

    Es war alles vorbereitet: ein abwechslungsreiches Programm mit diversen Vorträgen und Führungen für Erwachsene und einem vielfältigen Werkstattprogramm für Kinder, die Mitarbeiter und freiwillige Helfer aus dem Freundeskreis. Seit mehr als 20 Jahren beteiligt sich das Ägyptische Museum an dieser weltweiten Aktion, zwischen 600 und 1000 Besucher folgten in den vergangenen Jahren dieser Einladung und strömten zu „den Ägyptern", meist warteten die ersten Gäste schon vor geschlossenem Tor..

    Als sich jedoch am 20. Mai die Museumstüren öffneten – nichts. Gähnende Leere in den Museumsräumen, woran sich auch in den kommenden Stunden nicht allzu viel ändern sollte. Gut, es war ein strahlender Sonnentag, aber das war auch in den vergangenen Jahren öfters so gewesen und hatte die Besucher nicht davon abgehalten, ins Museum zu kommen. Keine Werbung? Wir hatten das Programm wie in den vergangenen Jahren über Newsletter und Website angekündigt, Programmzettel lagen seit Wochen im Museum aus.

    Ratlosigkeit. Allerdings: Es war der Tag nach dem 19. Mai, dem Tag des Champions League Finales. Ganz München lag in Agonie...Vielleicht eine Erklärung? Bei einer vergleichbaren Situation (die EM steht vor der Tür!) werden wir jedenfalls zur Sicherheit der deutschen Mannschaft die Daumen drücken...

  • 18. Mai 2008 Veranstaltungen Internationaler Museumstag 2008

  • 20. Mai 2007 Mai '07: Internationaler Museumstag

    Lebhaftes Interesse fand auch in diesem Jahr das Programm zum Internationalen Museumstag, das sich vor allem an Familien richtet
    Lebhaftes Interesse fand auch in diesem Jahr das Programm zum Internationalen Museumstag, das sich vor allem an Familien richtete - und die verschiedenen Angeboten wurden meist auch gemeinsam wahrgenommen: Da bemalten Kinder und Eltern Amulette nach altägyptischen Vorbildern und schrieben ihre Namen in Hieroglyphen auf echte Papyrusblätter, die Aufgaben des Museumsquiz wurden gemeinsam gelöst, und die Führungen und Märchenstunden zusammen wahrgenommen.

    Rückfragen bei den Besuchern ergaben, daß die meisten ganz gezielt ins Ägyptische Museum gekommen waren, viele auch von auswärts, sich vorher informiert hatten und das Angebot möglichst vollständig wahrnehmen wollten. So war die Verweildauer sehr lang, viele blieben mehrere Stunden im Museum - und da das "Bistro Pharao" auch leibliche Stärkung anbot, ließ sich gleich noch die Pause auch im Museum verbringen.

    Dem Motto des diesjährigen Museumstages "Museen und universelles Erbe" entsprechend, standen am Nachmittag zwei Vorträge zum Thema "Weltkulturerbe im Sudan" auf dem Programm, die zahlreiche und überaus interessierte Zuhörer fanden. So konnte die Gelegenheit genutzt werden, gleich für die nächsten Veranstaltungen im Museum zu werden: für das Kinderprogramm in den Pfingstferien und den "Sudantag" am 14. Juli.

  • 21. Mai 2006 Internationaler Museumstag

    Wie viele Hieroglyphen musste ein Schreiber lernen? Was ist ein Pektoral? Woran starb Tutanchamun? Wer war Senenmut? Wovon ernährten sich die Ägypter? Wann wurde das Glas erfunden?
    Diese und viele andere Fragen wurden bei den verschiedenen Veranstaltungen im Ägyptischen Museum anlässlich des Internationalen Museumstages am 21. Mai eröffnet, der in diesem Jahr unter dem Motto „Museum und junge Besucher" stand. Mehr als 600 Besucher nutzten die verschiedenen Programmangebote, wobei erfreulicherweise alle Altersgruppen vertreten waren: viele Familien mit Kindern, jugendliche Paare und ältere Einzelbesucher.

    Neben Kinder- und Erwachsenenführungen gab es einen Bastel- und Maltisch für die ganz Kleinen, eine Hieroglyphenschule für Größere, wurden Märchen erzählt, und ein Museumsquiz verführte nicht nur Kinder, sondern auch überraschend viele Erwachsene zur genauen Beobachtung der Objekte. Dia-Vorträge zur Entdeckungsgeschichte des Tutanchamun-Grabes und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um den „Goldenen Pharao" stießen (immer wieder) auf lebhaftestes Interesse. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zu fachlichen und organisatorischen Fragen, aus denen sich ergab, dass ein Großteil der Gäste an diesem Tag zum ersten Mal das Ägyptische Museum besuchte.

    Die Fülle der positiven Rückmeldungen wird hoffentlich dazu führen, dass es nicht das letzte Mal war. Die lange Verweildauer – manche Familien blieben mehrere Stunden, um das Programm in seiner gesamten Vielfalt ausnützen zu können – zeigt ebenfalls ein starkes inhaltliches Interesse: Man wollte den Tag „bei den Ägyptern" verbringen.

    Ein kleiner Flohmarkt sowie Sonderangebote von museumseigenen Publikationen und Katalogen fanden ebenfalls zahlreiche Interessenten, so daß die Veranstaltung auch finanziell ein Erfolg war - der Gewinn wird vollständig für die nächsten museumspädagogischen Programme verwendet. Und wer sich nach all den Aktivitäten stärken wollte, konnte in der Eingangshalle, direkt neben einem monumentalen Steinsarkophag, noch einer weiteren Frage nachgehen: Was ist eigentlich Fuhl? (Es sei auch hier verraten: Es handelt sich um das ägyptische Nationalgericht, einen kräftigen Bohneneintopf, der aus dem traditionellen Messinggefäß serviert wurde...)
  • 16. Mai 2004 Internationaler Museumstag mit Ausstellungseröffnung, 16. Mai 2004

    Zum Auftakt afrikanische Trommeln: Die Gruppe „Alafia" umrahmte am Vormittag die Eröffnung der Ausstellung „Ritual oder Spiel? Puppen aus Afrika und Ägypten?", die am Internationalen Museumstag, dem 16. Mai, eröffnet wurde.

    Die Direktorin, Sylvia Schoske, begrüßte die Gäste, und Christine Stelzig, Ethnologin aus Berlin und Kuratorin dieser Ausstellung, führte anschließend durch die Ausstellung – es sollte nicht die einzige Führung an diesem Tag werden.

    Um 13 Uhr begann das Familienprogramm – und bis 17 Uhr strömten stündlich rund 150 Besucher ins Ägyptische Museum, von denen die meisten ganz gezielt gekommen waren. Unter dem Thema „Ägypten und Afrika" gab es Dia-Vorträge, Märchenstunden für Kinder, Führungen für die ganze Familie – quer durchs Museum und in der neuen Ausstellung.

    Dazu gab es ein Suchspiel, eine Malecke für die kleineren, Hieroglyphen-Lernen für die größeren Kinder – und viele Familien blieben den ganzen Nachmittag, um alle Angebote wahrzunehmen, stärkten sich zwischendurch im „Bistro Pharao" und nahmen aus dem Ägypten-Basar ein Andenken mit nach Hause.

    Überaus lebhaftes Interesse fand der Informationsstand der beiden Restauratorinnen: Frau Diepold und Frau Steinegger hatten mitten im Museum einen kleinen „Arbeitsplatz" aufgebaut und erläuterten Problematik und Vorgehensweise am Beispiel der Objektgruppen Keramik und Bronze. Ganz unspektakulär – und vielleicht gerade deshalb hochinteressant.

    An eine Pause war jedenfalls den ganzen Nachmittag nicht zu denken, auch die Kinder waren interessierte Fragesteller und Zuhörer. So lief das Programm vier Stunden lang Non-Stop, bis es gegen 17 Uhr hieß: Tschüß bis zum nächsten Jahr!
  • 12. Mai 2002 Internationaler Museumstag mit Eröffnung der Ausstellung arte animale - Installationen von Marlies Poss

    Anmerkungen zur Ausstellung"arte animale" - Installationen von Marlies Poss
    Mehrfach waren in den vergangenen fünfzehn Jahren zeitgenössische Künstler mit ihren Arbeiten im Museum Ägyptischer Kunst München zu Gast. Ungewohnt für den auf Altägypten eingestellten Besucher, spannend für die Museumsägyptologen, aufregend für den Künstler: Wie wird es ausgehen, dieses Treffen über die Jahrtausende hinweg? Wird es ein Streitgespräch werden oder ein Dialog? Im Idealfall ergänzen sich die beiden Partner auf Zeit, vermag der Blick auf den einen das Verständnis für den jeweils anderen zu schaffen oder zu differenzieren.

    Die Künstlerin schreibt dazu:
    "Aufmerksamen Besuchern wird nicht entgangen sein, daß ich mit dem Thema „ÜberLeben" (vgl. dazu den Katalog von 1995) schon einmal im Ägyptischen Museum ausgestellt habe.
    In den letzten Jahren habe ich mich mit den Themen Mensch, Tier und Natur und ihrem Verhältnis zueinander beschäftigt. Besonders in Ägypten und Mexiko konnte ich Tierdarstellungen der alten Kulturen studieren. Sie haben mich in meiner künstlerischen Arbeit inspiriert.
    Bezogen auf unsere profit- und nutzenorientierte Lebensweise haben mich diese „Bilder" nachdenklich gestimmt. Denn im Vertrauen auf unsere Überlegenheit gegenüber der Natur fragen wir nur selten danach, wie wohl andere Lebewesen ihre Lebensräume wahrnehmen.
    Aber sind wir wirklich so überlegen?
    Unsere Vorfahren hatten einen respektvolleren Blick für die immense Vielfalt der Sinneswelten, die andere Lebewesen erfahren. Außergewöhnliche Welten, in die wir vielleicht nie vordringen werden, die uns aber lehren könnten, ihnen die gebotene Achtung entgegen zu bringen."
    Marlies Poss


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