Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Thema "Veranstaltungen"

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Es gibt insgesamt 74 Berichte
  • 01. September 2017 Programm 4. Quartal 2017

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  • 26. Juli 2017 Programm 3. Quartal 2017

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  • 30. Juni 2017 3. Kunstareal-Fest

    Am 24. und 25. Juni fand das inzwischen 3. Kunstareal-Fest statt.In unserem Haus wurde dieses Jahr am 23.6. zusätzlich noch die Eröffnung des Festes mit Minister Spaenle gefeiert.Ein vielfältiges Programm wurde geboten: Der Samstag steht traditionell im Zeichen der Kurse und Führungen. neben einem Angebot für Kinder gab es eine Doppelführung mit der Neuen Pinakothek zu den Erwerbungen Ludwigs II. 839 Personen fanden den Weg ins Museum!Am Sonntag spielte der Wettergott zunächst nicht mit. Bei Dauerregen war die gesperrte Gabelsbergerstraße verlassen, die für die Freitreppe geplanten Aufführungen der Band Six, Alps & Jazz mussten in die Museumsräume ausweichen, was der Stimmung keinen Abbruch tat. Und nachdem das Wetter gen Nachmittag dann doch aufklarte, konnte dieser Tag mit run 2.500 Besuchern trotzdem als voller Erfolg verbucht werden!Wir freuen uns auf Teil 4 des Kunstareal-Festes in 2 Jahren!
  • 15. März 2017 Programm 2. Quartal 2017

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  • 25. September 2016 Programm 4. Quartal 2016

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  • 01. Juli 2016 Programm 3. Quartal 2016

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  • 10. Mai 2016 Brot und Bier

    Bayern feiert 500 Jahre Reinheitsgebot, doch schon seit 5000 Jahren gibt es das Bier im alten Ägypten!

    Das bayerische Jubiläum war für uns ein Anlass, uns ein wenig näher mit dem altägyptischen Bierbrauen zu beschäftigen und uns dem Bier experimentalarchäologisch anzunähern. Zwar hat man viele Darstellungen des Bierbrauens – eine sogar bei uns im Museum! – doch genaue Rezepte sind nicht überliefert. Wir sind auf die Ergebnisse naturwissenschaftlicher Untersuchungen oder auch Textüberlieferungen aus griechisch-römischer Zeit angewiesen, die uns verraten, dass Bierbrauen und Brotbacken eng zusammengehören und für die Braubrote vorwiegend Gerste verwendet wurde.

    Am 23.April fand unser Brauexperiment mit Pressebegleitung auf dem Bajuwarenhof Kirchheim statt – das kleine Freilichtmuseum bietet einfach ein passendes Ambiente und dazu einen historischen Lehmbackofen!Erste Versuche in der heimischen Küche brachten mit einfachen Mitteln ein durchaus trinkbares Ergebnis zustande – säuerlich, erfrischend und von goldgelber Farbe.

    Schauen, hören oder lesen Sie das Brauexperiment nach, kommen Sie ins Museum oder buchen Sie selber eine Führung zum ägyptischen Bier – mit Verkostung!
  • 01. April 2016 Quartalsprogramm April - Mai - Juni 2016

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  • 23. Dezember 2015 Quartalsprogramm Januar - Februar - März 2016

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  • 08. Oktober 2015 KUNSTSALON 2015 – ZWISCHENTÖNE –

    Erdacht, konzipiert und realisiert von Künstlern für Künstler –gemacht für Menschen, die sich unabhängig vom Kunstmarkt eine eigene Meinung bilden wollen
    –informativ – unabhängig – kritisch – abwechslungsreich – unterhaltsam.

    Zum 56. Mal in Folge und zum dritten Mal im Ägyptischen Museum präsentiert die Jahresausstellung KUNSTSALON 2015 in Selbstorganisation und nach dem Prinzip der „Freien Einsendung" zeitgenössische Strömungen der Gegenwartkunst. Unter dem Titel ZWISCHENTÖNE präsentieren sich insgesamt 61 Künstler mit 95 Werken.
    Erdacht, konzipiert und realisiert von Künstlern für Künstler

    Der KUNSTSALON 2015 mit dem Untertitel ZWISCHENTÖNE ist eine Bestandschau zeitgenössischen Kunstschaffens, die durch "freie Einsendung" (Künstler bewerben sich ohne Ansehen der Person) und anschließender Auswahl durch eine Jury zusammengestellt wird. Die Jury besteht aus einem Team wechselnder Künstler und ist wie die gesamte Organisation ein ehrenamtliches Engagement von Künstlern für Künstler.
    Bei der Einreichung gibt es weder Material-, Größen- oder technische Einschränkungen. Das wesentliche Kriterium der Auswahl ist die erkennbare Qualität und Originalität, wie auch die stets vorhandene Beschränkung der Ausstellungsfläche.
    Wir zeigen, was heute in den Ateliers entsteht, unabhängig von Bewertungen Dritter und den Vorgaben des Kunstmarktes. Das entspricht der Tradition der Pariser Salons, als sich Künstler gegen das Diktat der Händler und Museumskuratoren zur Wehr setzten.
    Gezeigt werden dieses Jahr rund 95 Exponate von 61 deutschen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

    Künstler engagieren sich für Flüchtlinge

    Künstler gelten als Seismographen und Chronisten ihrer Zeit. Doch die FMDK e.V. brauchte keine große prophetische Gabe zu beweisen, als sie mit der Ausschreibung Ende letzten Jahres eine Kunstversteigerung zugunsten der Flüchtlinge in der Welt beschlossen. Nach den aktuellen Entwicklungen ist es uns deshalb ein besonderes Anliegen, in Form dieser Benefiz-Kunstauktion auf die dramatischen Zustände in vielen Teilen der Welt hinzuweisen und dazu beizutragen, den Betroffenen zu helfen.

    Benefiz-Kunstauktion mit prominentem Auktionator
    Freitag 23. Oktober 2015, 17-21 Uhr
    Schirmherr: Dr. Wolfgang Heubisch (Münchner Stadtrat, Bayr. Staatminister a.D.)
    Auditorium Ägyptisches Museum
    Interessenten willkommen
    Eintritt frei
    Eine Präsentation der zur Versteigerung stehenden Werke finden Sie hier: Link zu den Werken

    Ceterum censeo

    Als 2009 den Künstlerverbänden deren Ausstellungsverträge im Haus der Kunst gekündigt wurden, vorsorglich wegen Renovierung des Hauses, die bis heute noch nicht begonnen wurde, wollte sich der FMDK e.V. mit diesem Rauswurf nicht abfinden.
    Das Haus der Kunst war als Ersatz für den im Jahr 1931 abgebrannten Glaspalast und Ausstellungsort im Alten Botanischen Garten geplant und bereits in Finanzierung gegangen, bevor sich Hitler nach seiner Machtergreifung des Projektes bemächtigte. Nach dem Krieg – vorübergehend als Offizierskasino der US-Streitkräfte benutzt – stifteten die Amerikaner 1949 das Haus dem Land Bayern und der bayerischen Künstlerschaft. Diese Zweckbestimmung wurde erst mit den letzten Direktoren des Hauses aufgeweicht und zweckentfremdet.
    Nachdem die FMDK e.V. diese Entwicklung in die Öffentlichkeit getragen und gegen den Rauswurf in der Presse ein vielfältiges Echo erzeugen konnte, fand ihre Jahresausstellung KUNSTSALON, vom Ministerium eingefädelt und gefördert, seit 2013 eine neue Bleibe im damals neu eröffneten Ägyptischen Museum.
    Mit dem Ausweichquartier sind wir überglücklich: Der Veranstaltungsort im Kunstareal ist hoch attraktiv und das Team des Ägyptische Museum unter Leitung von Direktorin Dr. Sylvia Schoske bietet uns die größte Gastfreundschaft, die wir in vollen Zügen genießen können.
    Und trotzdem beharren wir aus kulturpolitischen Gründen auf den notwendigen Kurskorrekturen.
    Ceterum censeo: Das Haus der Kunst gehört den Künstlern! Und nicht privaten Sammlern. die – wie bundesweit bei so vielen vergleichbaren Institutionen und Museen – öffentlich-rechtliche Einrichtungen zur Wertsteigerung ihrer eigenen Privatsammlungen missbrauchen und einverleiben. München braucht kein neues Museum, München braucht Ausstellungshallen - für Künstler.

    Eintrittspreise:
    Kombikarte: Eintritt Ägypt. Museum + Aufschlag € 1,-
    Katalog Kunstsalon: € 5,-


  • 30. September 2015 Quartalsprogramm - Oktober - November - Dezember

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  • 24. September 2015 Rhythm 'n' Rituals

    Nach dem großen Erfolg beim Kunstarealsfest im Mai: Die Double Drums kommen wieder!

    Das preisgekrönte Münchner Perkussion-Duo Double Drums macht Musik und Rhythmus auf allen möglichen und unmöglichen Gegenständen des Alltagslebens. Nichts ist vor ihren Trommelstöcken sicher. So war es auch am Anfang der Perkussion – einer der ältesten Arten zu musizieren überhaupt. Und wenn man sich dem faszinierenden Sog hingibt, den die Double Drums entfesseln, wird schnell klar, warum Schlagwerk schon im alten Ägypten viele Rituale begleitete...

    Alexander Glöggler und Philipp Jungk sind Absolventen des Studienganges klassische Perkussion an der Hochschule für Musik in München. Für ihre große Experimentierfreudigkeit und die unkonventionelle Mischung verschiedenster Einflüsse wurden sie 2010 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Das explosive Duo präsentiert in mitreißender Spielfreude ein Arsenal an Schlaginstrumenten von Gongs und Marimbas bis hin zu Haushalts- und Baumarktutensilien: Akkuschrauber, Leitern und Ölkanister werden in den Händen der temperamentvollen Perkussionisten zu Musikinstrumenten: Double Drums sind ein Erlebnis für Augen und Ohren, das unter die Haut geht.

     
     
    Samstag, 7. November 2015, 20 Uhr

    Eintrittspreis 35 €, ermäßigt 24,50 € (Schüler, Studenten)
    (ggf. zzgl. Vorverkaufsgebühr beim Erwerb über München Ticket)
    Vorverkauf/Abendkasse im Museum
  • 13. Juli 2015 Quartalsprogramm Juli - August - September

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  • 02. Juli 2015 Gamer Poetry Slam - Slammin' the Games

    Als Begleitveranstaltung zur aktuellen Sonderausstellung „Archäologie der Zukunft" gab es erstmals im Ägyptischen Museum am 2. Juni ein neues Veranstaltungsformat, das wir längst einmal ausprobieren wollten – einen Poetry-Slam.
    „Niemand hat die Absicht, eine Firewall zu errichten", das war eine der Erkenntnisse dieses Abends. „Gamer Poetry Slam – Slammin' the Games" lautete der Obertitel in Anspielung auf die Ausstellung. Jeder Poetry Slam braucht ein Grundthema, auf das die Texte ausgerichtet sind – hier waren es Video- und Computerspiele. Sieben der bekanntesten Münchner Poeten waren im Museum zu Gast – sie traten in zwei Runden an, aus denen jeweils ein Sieger gekürt wurde, die im Finale dann um die erste Meisterschaft im Museum slammten.
    Im Finale standen sich Sven Kemmler und Dominik Erhard gegenüber, letzterer gewann mit einer beeindruckenden Performance zu „Wir spielen alle in einem Theaterstück". Der Poetry-Slam hat über 150 begeisterte Besucher ins ausverkaufte Auditorium gezogen, und es wird mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.
    Ein besonderer Dank geht an Ko Bylansky für Organisation, Unterstützung und Moderation dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. Teilnehmer und Zuhörer hatten viel Spaß und „jeder ist seines eigenen Glückes Programmierer".
  • 01. Juli 2015 Objekt des Monats - Die Sitzfigur des Cheti

  • 15. Juni 2015 Großveranstaltungen im Mai

    2. Kunstarealfest und Lange Nacht der Musik

    Die Neuauflage des Kunstarealfestes am Wochenende 9./.10 Mai nach dem Auftakt im Jahr 2013 war diesmal auf zwei Tage ausgelegt – mit dem Gedanken, am Samstag eher inhaltlich orientierte Veranstaltungen und am Sonntag ein Familienprogramm anzubieten.
    Da einerseits am Samstag die „Lange Nacht der Musik" stattfand – es ist nahezu unmöglich, in München ein „freies" Wochenende außerhalb von Ferien, Oktoberfest und Winter zu finden, andererseits das allgemeine Motto „Begegnungen" hieß, hatten wir uns nach der Devise „wenn schon, denn schon" entschlossen, dann auch gleich noch an der Langen Nacht teilzunehmen und als Generalthema diesmal die Musik zu wählen. Keine schlechte Entscheidung, wie das Interesse (und die Besucherzahlen) an beiden Tagen und in der Nacht belegten.

    Unter dem Titel „Rhythm 'n' Ritual" standen am Samstag Vorträge und Lesungen auf dem Programm, die es dieser Konzentration und Vielfalt so noch nie in unserem Haus gegeben hat – was bei unserem ganzjährigen Programm seit vielen Jahren schon etwas heißen will! Zwei Vorträge widmeten sich speziellen Instrumenten im alten Ägypten – den Klappern und der Flöte, zwei Vorträge stellten altägyptische Literatur mit Lesungen der „Harfnerlieder" und der „Liebeslieder" in den Mittelpunkt, und zwei weitere Vorträge spürten altägyptischen Vorlagen in der Neuzeit nach, nämlich Altägypten in der Oper und im Notendruck des frühen 20. Jahrhunderts.

    Am Abend war zur Musiknacht dann der in Luxor geborene (und in Berlin lebende) Mohamed Askari zu Gast, der seit Jahrzehnten eine prägende Persönlichkeit der arabischen Musik in Deutschland ist. Als Musiker, Komponist und Musikpädagoge vermittelt er mit seiner Nay-Flöte authentisch die klassische Musik seiner ägyptischen Heimat. An immer anderen Orten im Museum – zum Auftakt im Raum „Kunst und Form", später vor der Amarna-Wand, bei den Göttern oder den Pharaonen - schuf er eine ganz besondere Atmosphäre, die zu einer neuen, intensiven, ja meditativen Begegnung mit den altägyptischen Kunstwerken einlud.
    Nichts für den ungeduldigen Besucher, den es ja bei einem solchen „Event" auch immer gibt, aber offenbar ein nachhaltiges Erlebnis für manch anderen, wie nicht nur die zahlreichen positiven Rückmeldungen am Abend selbst, sondern auch ein paar Mails in den folgenden Tagen belegten.

    Am Sonntag hieß es dann „Aufschlag" für das Münchner Percussion Duo Double Drums, das ab 11 stündlich auf der Freitreppe vor dem Museum auftrat und damit alle Passanten von der Gabelsbergerstraße geradezu magisch anzog – waren es in der Früh zunächst 20, 30 Zuhörer, strömten am Nachmittag dann die Massen, die Freitreppe war gut besetzt, weitere Zuhörer standen oben auf dem Gehsteig, beim letzten Auftritt waren es rund 250 Gäste – und die meisten kamen anschließend auf Einladung der Musiker ins Museum! Die beiden Musiker, Alexander Göggler und Philipp Jungk, Absolventen der Musikhochschule München und Träger des Bayerischen Kunstförderpreises, spielen nicht nur auf „klassischen" Instrumenten wie Schlagzeug, Trommeln oder Marimbaphon, sondern auf allem, was sich dazu anbietet, diesmal waren es Leitern, Kartons, Kochtöpfe...
    Im Inneren des Museums gab es an diesem Tag ergänzend zwei Trommel-Workshops für Kinder, ein Werkstattprogramm und ein musikalisches Museums-Quiz. Außerdem standen den ganzen Tag „Uschebtis", die „Antworter" in Gestalt von Mitarbeitern und Führungskräften, für Fragen und Kurzführungen zur Verfügung – Trommelwirbel auf der Freitreppe und Konzentration und Stille im Museum. Das Konzept, mit dem Auftritt der Double Drums Aufmerksamkeit zu erzeugen unter den Passanten, nach außen zu gehen, um die nach innen zu bringen, war voll aufgegangen, wie die knapp 3000 Besucher an diesem Sonntag belegen.

    Internationaler Museumstag

    Nur eine Woche nach Musiknacht und Kunstarealfest fand der Internationale Museumstag statt, der immer auf den Sonntag fällt, der am nächsten zum 18. Mai liegt – in diesem Jahr also eine nicht allzu glückliche Konstellation, denn am selben Tag zogen Streetlife-Festival und Leopold-Korso 300 000 Menschen in die Innenstadt – kein Wunder, daß es in diesem Jahr etwas ruhiger war als bei vergleichbaren Veranstaltungen. Dennoch fand das Angebot eines Familienprogramms mit dem Werkstattprogramm für Kinder und zweimaliger Lesung mit Signierstunde der Münchner Autorin Diana Hillebrand, zu dem parallel die Originalzeichnungen aus der Serie ihrer „Paula"-Bücher ausgestellt waren, sein (jugendliches) Publikum – es war nur etwas ruhiger, wie es wohl ohne die sonstigen Großveranstaltungen gewesen wäre.

  • 18. Mai 2015 Ausstellung "Paula und die geheimnisvolle Miss Bloom"

    Noch bis zum 14. Juni gibt es im Auditorium des Museums eine kleine Ausstellung zum Kinderbuch "Paula und die geheimnisvolle Miss Bloom" der Münchner Kinderbuchautorin Diana Hillebrand. Paula ist in diesem Bch u.a. auch im Ägyptischen Museum zu Gast!

    Gezeigt werden 11 Original-Zeichnungen und -Collagen der Künstlerin und Illustratorin Stefanie Duckstein.

    Der Eintritt ist frei!

    Informationen zu den Paula-Büchern unter http://www.diana-hillebrand.de/

    Informationen zu Stefanie Duckstein unter http://www.stefanie-duckstein.de/

    Hier finden Sie noch ein kleines Interview mit Diana Hillebrand, daß anlässlich ihrer Lesung am Internationalen Museumstag entstanden ist.
  • 05. Mai 2015 MahlZeitZeichen

    Der Sonderausstellungsraum war abgedunkelt, in seiner Mitte stand eine lange Tafel, mit schwarzem (Kreide-)Papier abgedeckt und künstlerisch eingedeckt mit Zeichnungen von Henning von Gierke. Die 50 Teilnehmer konnten Platz nehmen an den Tischen, deren Segmente mit Begriffen wie „Sehnsucht", „Begierde", „Hunger", „Kultur", „Wahn", „Verzicht" oder „Suche" bezeichnet waren.

    Das „Kultmahl" schloß sich nicht nur an einen gleichnamigen Vortragsnachmittag an, sondern bildete den Abschluß einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe, die monatlich dem Thema „Feste im christlichen und altägyptischen Kalender" nachgegangen war – mit Vorträgen, Lesungen und Gottesdiensten. Zu einer frühmorgendlichen Performance im Sommer mit Ruth Geiersberger, dem Alphornensemble und Tänzerinnen im Atrium waren zum Sonnenaufgang um 5 Uhr gleichfalls rund 50 Teilnehmer der Einladung ins Museum gefolgt.

    Auf der Speisekarte der Essperformance fanden sich so exotische Gerichte wie Lotuswurzel in den Farben des angehenden Tages, Nilbarschling mit Venusmuscheln im Algenbett, Goldenes Milchlamm auf einer Frühlingswiese mit süßem Erdapfelgrund und Blutorangeninferno mit confierten Zitrusfrüchten, dazu gab es Anch-Brezen und Kreuzbrot und wurden Weine des Südens und Wasser des Nils gereicht. Die wie gemalt drapierten Speisen wurden aufgetragen mit begleitenden Texten aus der Bibel, Märchen oder altägyptischen Erzählungen; zwischen den Gängen gab es performative Texte und Klanginterventionen von Ruth Geiersberger und Martina Koppelstätter, vom Zwiefache über das Couplet bis zur Arie.

    Ein Kultmahl der ganz anderen Art, wohlschmeckend und überraschend, besinnlich und lustig, zum Nachdenken und Vergnügt-Sein – ein wunderbarer Abschluß einer interessanten Reihe.
  • 05. Mai 2015 Thementag "Sudan"

    Mit der Übernahme des Naga-Forschungsprojekts im Mai 2013 hat das Ägyptische Museum einen neuen Schwerpunkt gesetzt, der auch im Raum „Nubien und Sudan" thematisiert wird.Gleichzeitig baut das Institut für Ägyptologie der Ludwig-Maximiliansuniversität eine Abteilung zur Sudanforschung auf. Durch die bereits bestehende enge Zusammenarbeit von Universitätsinstitut und Museum entsteht somit in München ein gewichtiger Standort der Sudanforschung.

    Am 25. April 2015 präsentierte sich das Institut für Ägyptologie beim Thementag „Nubien und Sudan" im Ägyptischen Museum mit vier Beiträgen aus dem Team des Instituts.Der Institutsvorstand Friedhelm Hoffmann ließ das Bild der Nubier in altägyptischen Texten lebendig werden. Von den Expeditionsberichten der Pyramidenzeit bis zu demotischen Romanerzählungen spannte sich der historische Bogen. Durch alle Texte bis zu den Papyri der Römerzeit zieht sich das Leitmotiv des unbewältigten „Nubien-Traumas" der Ägypter.Martina Ullmann resümierte ihre Habil-Schrift über die nubischen Tempel Ramses' II. und arbeitete klar heraus, wie im Bild- und Textprogramm und in der Kulttopographie dieser sechs Tempel von Beit el Wali bis Abu Simbel die theologische Integrierung Nubiens in ein pharaonisches Weltbild betrieben wird.

    Rosemarie Klemm führte in die Goldlagerstätten zwischen Nil und Rotem Meer. Als Ergebnis der mit ihrem Mann D. D. Klemm über viele Jahre durchgeführten Feldforschungen konnte sie die antiken Techniken der Goldgewinnung demonstrieren und einen Einblick in die unendlich entsagungsvolle Arbeit der antiken Goldgräber geben.

    Julia Budka, soeben als Sudanarchäologin an die LMU berufen, stellte ihr bereits seit einigen Jahren laufendes und nun von München aus betriebenes Grabungsprojekt auf der Insel Sai vor, dem „Brückenkopf" der ägyptischen Kolonisation im Norden des Sudan während des Neuen Reiches. Minutiöse Grabungstechnik und interdisziplinäre Fragestellungen versprechen ein neues Bild der Präsenz Ägyptens in der letztlich nie völlig unterworfenen südlichen Nachbarregion.

    Arnulf Schlüter schloß den langen, spannenden Nachmittag mit einem Kurzbericht über die Grabungssaison 2014/2015 in Naga, die am 19. September 2015 das Thema des ganztägigen „Naga-Tags" sein wird.

    Der Nubien- und Sudan-Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie die Archäologie der südlichsten Region der antiken Welt in Deutschlands südlichstem Standort der Ägyptologie ein neues Zentrum gefunden hat.
  • 29. April 2015 Gamer Poetry Slam - Slammin' the Games

    Schon gesehen? Am 2. Juni findet in unserem Haus ein Poetry Slam statt!

    Ein Startplatz ist noch frei! Wenn Du selbst Gamer bist und Geschichten zu erzählen hast oder Dir zu diesem Thema so mancher Reim einfällt, dann bewerbe Dich mit Deinem Text bei uns.
    Belohnt wirst Du mit einem Platz in einem hochkarätig besetzten Line-Up sowie einer Gage von 300 €. Und wer weiß – vielleicht ist dies ja für Dich der Startschuss für eine Slam-Karriere.

    Schreib uns über buchungen@smaek.de

    Einsendeschluß ist der 17. Mai 2015!
  • 25. Februar 2015 Auf den Spuren der 5 Freunde

    Hast Du auch schon das neueste Abenteuer von Dick, Julian, Anne, George und Timmy in Ägypten im Kino gesehen? Wusstest Du, daß ein Teil des Filmes in unserem Museum gedreht wurde? Und willst Du jetzt wissen, ob es Tutalun I. wirklich gab, ob es noch mehr unentdeckte Schätze in Ägypten gibt und welche Bedeutung die Mumie im alten Ägypten hatte?
    Dann komm doch zu uns und begib Dich an den Original-Schauplätzen auf die Spuren der 5 Freunde und stelle Dir in der Werkstatt Dein eigenes Königsamulett her!

    Solange der Film "Fünf Freunde 4" in den Kinos läuft, gibt es folgende besondere Angebote:

    Kindergeburtstag 5 Freunde
    Verkleiden, Führung und Werkstattprogramm, Suchspiel
    Dauer 120 min (optional +30 min Verlängerung zum Kuchenessen),
    ab 7 Jahren, max 15 KinderKosten 85 € (100 € mit Verlängerung) inkl. Eintritt für 2 erwachsene Begleitpersonen

    Familienführung 5 Freunde
    Dauer 60 min, für Kinder und erwachsene Begleiter, max. 25 Teilnehmer
    Kosten 35 € zzgl. Museumseintritt für Erwachsene

    Schulklassenführung 5 Freunde
    Dauer 60 min, max. 20 Kinder (bei größeren Klassen können zwei Gruppen parallel geführt werden!)
    Kosten 35 €, Eintritt frei

    Werkstattprogramm 5 Freunde
    Dauer 60 min, nur in Kombination mit einer Führung! Max. 30 Kinder
    Kosten 35 € + 1 € Materialgeld/Kind, Eintritt frei

    Buchungen unter
    0 89 / 289 27 - 626
    0 89 / 289 27 - 707
    buchungen@smaek.de



  • 14. Januar 2015 Die Lange Nacht der Architektur

    Das Ägyptische Museum beteiligt sich am 23. Januar an der Langen Nacht der Architektur.
    Hier ist der aktuelle Trailer der Veranstaltung, mit spannenden Einsichten in unser Haus!

     

  • 31. Oktober 2014 Lange Nacht der Museen 2014

    Auch die diesjährige Museumsnacht brachte einen Ansturm aufs Ägyptische Museum – nach den Erfahrungen der letzten Jahre nicht unerwartet, zumal in diesem Jahr die lebensgroße Stand-Schreitfigur eines falkenköpfigen Gottes, das erste Objekt in der Dauerausstellung, Titelmotiv der Veranstaltung war und seit Wochen von Plakatsäulen und Transparenten herab Werbung für die Veranstaltung machte.
  • 15. Juli 2014 Performance zum Sonnenaufgang: „...das Beste ist, am Morgen mit dem ersten Licht hell zu werden“

    Morgendämmerung über dem Kunstareal und eine Veranstaltung zu einem gewöhnungsbedürftigen Zeitpunkt, um 5 Uhr in der Früh!
  • 18. Mai 2014 Internationaler Museumstag 2014: Provenienzen

    Wie immer bei diesem Anlass, war vor allem das Angebot für Kinder/Familien lebhaft nachgefragt.

    Das Programm des diesjährigen Internationalen Museumstags am 18. Mai hatte unter dem Haupttitel „Provenienzen“ vier Vorträge auf dem Programm, die über die Sammlungsgeschichte des Museums, die Erwerbungen des Freundeskreises, die Fundteilungen mit der Ägyptischen Altertümerverwaltung und das neue Grabungsprojekt in Naga/Sudan informierten. In der Dauerausstellung standen Führungskräfte als „Uschebtis“ bereit, Fragen zu Objekten und zum Museum zu beantworten.

    Kinder konnten sich an diesem Tag an eine erste kleine Ausgrabung wagen (Archäologie live) und deren Ergebnisse anschließend museal aufbereiten und ausstellen (Mein Museum!). Oder die Dauerausstellung bei einer Museums-Rallye erkunden. Wie immer bei diesem Anlass, war vor allem das Angebot für Kinder/Familien lebhaft nachgefragt.

  • 14. Mai 2014 Ein Angebot der besonderen Art: Führung zur Ausstellung "Nofretete - tête-a-tête"

    Ein Angebot der besonderen Art, bei der die Teilnehmer durch zwei Experten verschiedener Fachgebiete geführt werden
    Dietrich Wildung hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Artikel und Katalogbeiträge zur Thematik der Auseinandersetzung von Künstlern der klassischen Moderne mit der Kunst des alten Ägypten verfaßt und zeichnet verantwortlich für die deutsche Übersetzung des Ausstellungskataloges. Jochen Meister, der als Leiter des Besucherdienstes der Staatsgemäldesammlungen über eine vieljährige Praxis gerade auch im Ausstellungsbereich verfügt, hat gemeinsam mit dem Ägyptischen Museum diese besondere Form der Führung entwickelt, die zum ersten Mal im vergangenen Herbst zum Kunstarealsfest unter dem Stichwort „Begegnungen“ (mit anderer Thematik) realisiert wurde. So haben die beiden Referenten zum Beispiel im Museum Brandhorst den altägyptischen Motiven in den Arbeiten von Cy Twombly nachgespürt – ebenfalls im „Doppelpaß“.
     
    Führung zur Sonderausstellung „Nofretete – tête-à-tête"
    15. Mai, 16 Uhr
    Führung Doppelpaß
    mit Jochen, Meister, M.A. - Kunsthistoriker
    und Prof .Dr. Dietrich Wildung - Ägyptologe
    Teilnahme (mit Museumseintritt) frei
  • 07. Mai 2014 Eröffnung der Ausstellung "Nofretete - tête-a-tête"

    Viel Zeit nahm sich Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle bei der Eröffnung der ersten großen Sonderausstellung im neuen Haus am 6. Mai.
    • Dr. Sylvia Schoske
    Viel Zeit nahm sich Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle bei der Eröffnung der ersten großen Sonderausstellung im neuen Haus am 6. Mai. Nach der Eröffnung vor geladenen Gästen im Auditorium ging er mit den Kuratoren der Ausstellung – Sam Bardaouil und Till Fellrath sowie Dietrich Wildung – und der Museumsdirektorin Sylvia Schoske auf einen ausführlichen Rundgang durch die Ausstellung und interessierte sich besonders für die Konstellationen zwischen moderner und altägyptischer Kunst (hier vor einer Büste von Alberto Giacometti, die im Dialog steht mit Porträtköpfen der griechisch-römischen Zeit).
    Am folgenden Abend hatten die Mitglieder des Freundeskreises die Gelegenheit, in einer Exklusivveranstaltung die Ausstellung kennenzulernen.
     
    Ausgewählte Pressereaktionen: Focus, Bayern 2, Münchner Merkur, Donaukurier
  • 20. März 2014 Kunstsalon der Münchener Künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868

    Zu sehen sind 114 Werke von 74 Künstlern und Künstlerinnen.
    Für die Jahresausstellung 2014 präsentiert sich die Münchener Künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868 erstmals in den Räumen des Ägyptischen Museums. Zu sehen sind 114 Werke von 74 Künstlern und Künstlerinnen. Das Besondere in diesem Jahr: Für alle Besucher und Freunde der MKG liegt das Buch der Geschichte dieser seit 146 Jahren bestehenden Künstlergemeinschaft vor, aus deren Mitgliedern bedeutende Vertreter der bildenden Kunst hervorgingen.
  • 17. September 2013 Kunstareal-Fest

     
  • 09. Juni 2013 “aus um ein Zug – eine Prozession”

     
  • 12. Mai 2013 Internationaler Museumstag

    Wie immer wurde am Museumstag viel geboten.

    Kurz vor der Eröffnung des neuen Museums häufen sich am alten Standort die "letzten Male": die letzte Familienführung, die letzte Ferienaktion, diesmal war es der letzte Internationale Museumstag in der Residenz.

    Wie immer wurde viel geboten: Märchenstunde, Hieroglyphenschreiben und Lotosblütenbasteln für die Kinder, Suchspiel und Führungen durch die nachgebaute Grabkammer für Familien und Fachführungen in der Sonderausstellung des ArchäoBioCenters für Erwachsene.

    Alle angebotenen Termine fanden lebhaftes Interesse – rund 400 Besucher nutzten die Möglichkeit des letzten Museumstages am alten Standort.

  • 23. Juli 2012 Münchener Forum

  • 18. Juli 2012 Konzertabend “in between”

    Konzert mit dem ensemble lukas, Leitung Gerd Kötter und Ruth Geiersberger (Performance)

    Ein Abend der „Zwischen-Räume": Chorgesang hallt aus unterschiedlichen Richtungen. Sänger bewegen sich durch die Räume des leeren Museumsneubaus, bringen ihn zum klingen und schwingen. Die Performance-Künstlerin Ruth Geiersberger irritiert und inspiriert dazu mit ihren geistreichen „Verrichtungen". Und die Cellistin Johanna Varner reagiert improvisierend mit neuen, zeitgenössischen Klängen auf die künstlerischen Interaktionen. Diese spannende Versuchsanordnung erlebten mehr als 100 Besucher des Konzerts „in between" im Juli. Gerd Kötter als musikalischer Leiter des Ensemble Lukas hatte Chorliteratur für gemischten Kammerchor aus fünf Jahrhunderten zusammengestellt – von Palestrina bis ins 20. Jahrhundert reichte die musikalische Bandbreite. Das Publikum, das sich in den Weiten von Kunst II – der großen Halle links des Glasatriums – versammelt hatte, wurde Zeuge eines sinnlich- musikalischen Glanzereignisses: Die A-Cappella-Klänge des glockenrein intonierenden Lukas-Ensembles bekamen eine fast mystische Komponente im leeren Museum mit seinen großen Nachhallzeiten. Mit den sphärischen Chorklängen kontrastierten die performativen Entreactes von Ruth Geiersberger, die den Freunden des Ägyptischen Museums schon lange keine Unbekannte mehr ist, sowie die zum Teil improvisatorischen Klangereignisse, die Cellistin Johanna Varner schuf. Ein begeistertes Publikum verließ das Haus in der Überzeugung, dass der Abend eigentlich viel zu kurz war.

  • 20. Mai 2012 Internationaler Museumstag

    Gähnende Leere in den Museumsräumen

    Es war alles vorbereitet: ein abwechslungsreiches Programm mit diversen Vorträgen und Führungen für Erwachsene und einem vielfältigen Werkstattprogramm für Kinder, die Mitarbeiter und freiwillige Helfer aus dem Freundeskreis. Seit mehr als 20 Jahren beteiligt sich das Ägyptische Museum an dieser weltweiten Aktion, zwischen 600 und 1000 Besucher folgten in den vergangenen Jahren dieser Einladung und strömten zu „den Ägyptern", meist warteten die ersten Gäste schon vor geschlossenem Tor..

    Als sich jedoch am 20. Mai die Museumstüren öffneten – nichts. Gähnende Leere in den Museumsräumen, woran sich auch in den kommenden Stunden nicht allzu viel ändern sollte. Gut, es war ein strahlender Sonnentag, aber das war auch in den vergangenen Jahren öfters so gewesen und hatte die Besucher nicht davon abgehalten, ins Museum zu kommen. Keine Werbung? Wir hatten das Programm wie in den vergangenen Jahren über Newsletter und Website angekündigt, Programmzettel lagen seit Wochen im Museum aus.

    Ratlosigkeit. Allerdings: Es war der Tag nach dem 19. Mai, dem Tag des Champions League Finales. Ganz München lag in Agonie...Vielleicht eine Erklärung? Bei einer vergleichbaren Situation (die EM steht vor der Tür!) werden wir jedenfalls zur Sicherheit der deutschen Mannschaft die Daumen drücken...

  • 03. Mai 2012 Klangspaziergang - warten, was da kommt

    Anfang Mai gab es im Neubau einen Klangspaziergang mit der Performerin Ruth Geiersberger, der Sängerin Martina Koppelstetter und dem Bratschisten Gunter Pretzel.

    Ruth Geiersberger, in den vergangenen Jahren schon aktiv sowohl in der Dauerausstellung in der Residenz als auch am neuen Standort, nahm die Besucher mit auf einen Spaziergang durch die künftigen Räume, die noch leer sind, sich im Wartezustand befinden, neugierig auf Kommendes...

    Da wurde rezitiert und gesungen, erklangen Opernarien und Volkstümliches. Auftakt war im ersten Skulpturensaal, in der nächsten Halle durften die Besucher länger verweilen, im engen Gang der künftigen Chronologie wurde Altägyptisches zitiert, und im Raum „Königtum" stießen die überraschten Besucher auf eine Direktorin, die in einer Endlosschleife das Materialkonzept des Baues und das Funktionieren der Mustervitrinen zu erklären schien, denn ihre Stimme begleitete die zum nächsten Standort Eilenden noch eine ganze Weile...In hohen Hallen auseinandergezogen und im Medienraum eng aneinandergedrückt folgten die Besucher den Stimmen von Ruth Geiersberger und Martina Koppelstätter, um dann zum fulminanten Abschluß von den Improvisationen Gunter Pretzels auf der Bratsche in den großen Raum für Sonderausstellungen gelockt zu werden.

    Das neue Haus ist den verschiedensten Künsten eine wunderbare Bühne!

  • 01. März 2012 Munic Creative Business Week

    In der 2. Februarwoche fand in München die erste internationale Design-Woche MCBW statt.

    In diesem Kontext wurde im Neubau des Ägyptischen Museums eine Ausstellung mit rund 15 Ständen in den Räumen der künftigen Dauerausstellung präsentiert, ergänzt durch Vorträge im Auditorium: „mcbw Momente – Denkräume für Design"

    Das Büro für Ausstellungsgestaltung DIE WERFT hatte die Stände der internationalen Aussteller in alle Räume des Neubaus platziert, dabei raffiniert die Unfertigkeit der noch leerstehenden Vitrinenöffnungen ausnutzend, mit den Durchblicken von Raum zu Raum spielend und das offene Atrium mitausnutzend. Meterhohe Lichtinstallationen wechselten ab mit kleinteiligen Präsentationen japanischer Lackkunst oder südafrikanischen Recycling-Produkten aus Kunststoff.

    Mit den über 4000 Besuchern der Messe waren die Veranstalter hochzufrieden – und für das Museum war diese Woche eine gute Gelegenheit, die Gegebenheiten des Neubaus in einem ersten Publikumsbetrieb zu testen.

    Fotos: Anna Luft

  • 25. Februar 2012 Empfang der kuwaitischen Botschaft im Neubau

    Zum kuwaitischen Nationalfeiertag lud der kuwaitische Botschafter Musaed Al-Haroun zum Empfang.

    Anlass der Veranstaltung war der kuwaitische Nationalfeiertag am 25. Februar, mit dem alljährlich die Unabhängigkeit vom britischen Protektorat im Jahr 1961 gefeiert wird. In Zusammenarbeit mit der DAFG (Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft) mit Sitz in Berlin hatte der kuwaitische Botschafter Musaed Al-Haroun zu diesem Empfang eingeladen und würdigte die traditionell guten Beziehungen zwischen Deutschland und Kuwait in seinem Grußwort.

  • 31. Januar 2012 "hab! Seligkeiten" dürfen auf den Sockel

    An den Tagen der offenen Tür im Juli 2011 konnten Besucher Habseligkeiten in die neuen, noch leeren Räume des Ägyptischen Museums mitbringen.

    Es ging um etwas Alltägliches, ein Buch, ein Schmuckstück, ein Kochtopf, ein Kleidungsstück, ein Hocker, eine Tasche..., ein Ding an dem etwas Herzblut, eine Geschichte, eine Erinnerung, eben ein Stück gelebtes Leben hängt!

    Ruth Geiersberger begutachtete das Mitgebrachte. Dabei wurden die Geschichten zu den Dingen in einem "Kundengespräch" gesammelt, die Objekte auf einem Sockel positioniert und somit für eine kurze Weile zum "KunstWerk" erhoben.

    Marius Winterstein photographierte die Habseligkeiten mit einer Grossbildkamera auf Polaroid Film. Die Photocollage konnte im Eingangsbereich betrachtet werden. Durch diese Art der Präsentation wurde ein musealer Blick auf die "Dinge" ermöglicht.

    Am Ende nahm jeder Gast seine Habseligkeiten wieder mit nach Hause, aber die Abbilder blieben noch eine Weile. Die Habseligkeiten verschwanden wieder aus dem Kunstraum, sie sind ein flüchtiges "KunstWerk" gewesen.

    Diese Bilder sind nur ein kleiner Vorgeschmack. Sämtliche “KunstWerke” der Vorschautage können Sie hier sehen:
    verrichtungen Screenshot

  • 22. Januar 2012 Französische Tage im Museum

    Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut français und der AFLM (Association Français Langue Maternelle de Munich e.V.)

    Schon lange kann man im Ägyptischen Museum Führungen für Gruppen oder Schulklassen in einer Fremdsprache buchen, doch ein fremdsprachiges Programm für alle Besucher hat es bislang noch nicht gegeben. Premiere also für ein vielfältiges offenes Angebot: Der Französische Tag am 22. Januar war Teil einer größeren Aktion mit zwei verschiedenen Kooperationspartnern.

    Erster Teil der Deutsch-Französischen Woche war ein zweitägiges Programm in Zusammenarbeit mit dem Institut Français, das zum Jahrestag des Deutsch-Französischen Kooperationsvertrages jedes Jahr deutschen Schulen die Gelegenheit bietet, die französische Sprache zu entdecken. Zehn Schulklassen haben am 19. und 20. Januar an dem Programm „Von der Entzifferung zum Wörterbuch" teilgenommen, in dem sie über die altägyptischen Hieroglyphen und deren Entzifferung informiert wurden: Die eigentliche Entzifferung gelang dem Franzosen Jean-Francois Champollion, der Zugang zu den Texten wurde durch das Wörterbuch-Projekt des Deutschen Richard Lepsius ermöglicht – eine französisch-deutsche Pionierleistung also .Für die Schüler gab es zunächst eine Führung in französischer Sprache, darauf folgte eine Powerpoint-Präsentation auf Deutsch, die die Grundlagen des Hieroglyphensystems erklärte; anschließend durfte jede Klasse einen Abschnitt des sog. Elysée-Vertrages in Hieroglyphen übertragen. Das hieroglyphische Dokument wurde dann zum Abschluß in einer kleinen Feierstunde Kultusminister Spaenle und dem französischen Generalkonsul Cohet übergeben, zur Weiterleitung an den französischen Botschafter in Berlin.

    Der zweite Teil begann mit einem Werkstattprogramm am Samstagmorgen, in dem zwölf Kinder der Association Français Langue Maternelle de Munich e.V. insgesamt siebzehn Beschriftungen für verschiedene Museumsobjekte erarbeitet haben. Diese französischen Beschriftungen wurden am nächsten Tag feierlich vorgestellt und begleiteten ein öffentliches, gänzlich in französischer Sprache gehaltenes Programm, an dem über 600 Besucher, davon rund 250 Kinder, teilnahmen, darunter eine Führung mit Dietrich Wildung zu den Hauptstücken der Sammlung, eine Familienführung zum Thema: „Asterix und Kleopatra: Wahrheit oder Lüge?", zwei Märchenstunden und ein Werkstattprogramm.

    Den ganzen Tag ging es über aus lebhaft im Museum zu, und viele Teilnehmer äußerten den Wunsch nach einer Wiederholung des Angebots.

  • 05. Dezember 2011 Büchertisch im Völkerkundemuseum

    unter dem Motto: "Lesefreuden seitenweise. Bücher nicht nur für Eingeweihte"

    Auf Anregung und Einladung von Frau Dr. Christiane Stelzig, der neuen Direktorin des Völkerkundemuseums, fand unter dem Motto "Lesefreuden seitenweise. Bücher nicht nur für Eingeweihte" am letzten Wochenende im November im Völkerkundemuseum ein Verkauf von Katalogen zu herabgesetzten Preisen, Dubletten aus der Bibliothek, Sonderdrucken u.ä. statt, an dem sich auch das Ägyptische Museum, das Nationalmuseum, die Münzsammlung und die Zoologische Staatssammlung beteiligt haben. Die ersten Interessenten stürmten bereits am Samstagmorgen kurz nach der Öffnung des Museums die Bücherstände. Die folgenden eineinhalb Tage ging es dann zwar ruhiger zu, aber es waren stets Interessenten an den Ständen, die die Gelegenheit nutzten, die eigene Bibliothek zu ergänzen oder Weihnachtsgeschenke zu erwerben. Vorträge aus den beteiligten Häusern ergänzten das Angebot an die Besucher. Ein herzliches Dankeschön an die Kollegen des Völkerkundemuseums für diese Initiative!

  • 04. Dezember 2011 Freundeskreistag

    Ein dichtes und abwechslungsreiches Programm und ein interessiertes Publikum

    Zum dritten Mal hatten Museum und Freundeskreis am 4. Dezember zu einem Informationstag mit Vorträgen, Führungen und Präsentationen über seine vielfältigen Aktivitäten eingeladen, und in diesem Jahr waren rund 300 Besucher dieser Einladung gefolgt, mehr als je zuvor. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Präsentation einer hochkarätigenDauerleihgabe aus Privatbesitz, der Quarzitkopf einer Amarna-Prinzessin, die Dietrich Wildung in einem Vortrag vorstellte und die bis zum Umzug ins neue Haus in Raum II des Museums in der Residenz zu sehen ist. Anschließend präsentierte Sylvia Schoske die aktuellen Planungen zu Vitrinengestaltung und Besucherführung im Neubau. Am Nachmittag standen dann Führungen in der aktuellen Sonderausstellung und der im Sommer neu eingerichteten Dauerausstellung auf dem Programm. Ein interaktiver Workshop „Vom Text zum Rezept" zur Medizin im alten Ägypten erläuterte deren Theorie und Praxis am Beispiel von Hustenmitteln – sozusagen jahreszeitlich aktuell mit praktischer Umsetzung.

    Ein modernes Antiquariat bot Museumspublikationen zu herabgesetzten Preisen und das Bistro Pharao die Stärkung an einem langen Museumstag. Zahlreiche Gäste machten von der Möglichkeit Gebrauch, sich über die Aktivitäten des Freundeskreises zu informieren. Besonders erfreulich: An diesem Tag (und in den darauf folgenden Wochen) konnten wir rund ein Dutzend neue Mitglieder begrüßen!

  • 22. Oktober 2011 11. Münchener Wissenschaftstage

    In diesem Jahr standen die Wissenschaftstage im Hauptgebäude der Münchner Universität unter dem Motto „Herausforderung Gesundheit".
  • 15. Oktober 2011 Lange Nacht der Münchener Museen am 15. Oktober

    In diesem Jahr wurde das Programm an zwei Standorten angeboten
  • 14. Oktober 2011 Uraufführung “The Pomegranate Tree”

    Rund 200 Gäste waren zu einer Klangwanderung durch den Neubau gekommen, für die meisten war es gleichzeitig auch die erste Begegnung mit der unterirdischen Ausstellungsarchitektur.

    Fotos: Marianne Franke

    Die Klang-Installation des Münchner Komponisten Mark Polscher, im Hinblick auf die Ausstellungsräume entstanden, spiegelt sowohl die Architektur als auch die Inhalte der künftigen Präsentation. Jeder der 13 Ausstellungsräume klingt anders, in die Musik verwoben sind Zitate aus der altägyptischen Literatur.

    Rund 200 Gäste waren zu einer Klangwanderung durch den Neubau gekommen, für die meisten war es gleichzeitig auch die erste Begegnung mit der unterirdischen Ausstellungsarchitektur. Wie nicht anders zu erwarten, fielen die Reaktionen völlig unterschiedlich aus: Einige ließen sich bald auf dem Boden nieder, um meditativ den Klängen zu lauschen, andere spazierten unbekümmert plaudernd durch die Räume, manche verließen das Haus nach kurzer Zeit. Die blieben, wurden immer ruhiger, konnten sich den faszinierenden Klangereignissen kaum entziehen.

     


    In den kommenden Monaten sind weitere Aufführungen geplant.

    Siehe auch: Neue Zeitschrift für Musik

  • 12. August 2011 Erstmals in der Langen Nacht der Museen: Klanginstallation von Mark Polscher

    Der Komponist und Produzent Mark Polscher erarbeitet eine permanente Klanginstallation für den Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in München.

    Der Komponist und Produzent Mark Polscher erarbeitet eine permanente Klanginstallation für den Neubau des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in München. Das 63minütige Werk, das am 14. Oktober 2011 uraufgeführt wird, ist für 64 Zuspielkanäle konzipiert und wird die Architektur der Ausstellungsräume und die altägyptischen Kunstschätze im Medium zeitgenössischer Klangkomposition spiegeln. Jeder der dreizehn Ausstellungsräume wird dabei anders klingen; sie bilden Zonen, an deren Grenzen sich die Klänge mischen. In das Werk für Elektronische und Konkrete Musik sind gesprochene, gesungene, teils akustisch verfremdete Originaltexte aus der altägyptischen Literatur eingewoben. Diese Zitate greifen die thematische Gliederung des Museumsrundgangs auf.

    Das alte Ägypten hat seit dem 17. Jahrhundert immer wieder angeregt. Vor allem für das Musiktheater lieferten ägyptische und ägyptisierende Stoffe wiederholt musiktheatralische Dramaturgien, bis hinein in die Opernkomposition der Gegenwart. „The Pomegranate Tree" aber ist eine gänzlich neuartige Annäherung zeitgenössischer Klangkunst an das alte Ägypten: Die Installation entsteht eigens für die Architektur des Museums und setzt sich klanglich mit der inhaltlichen Bestimmung der Räume und ihrer Exponate auseinander.

    Die Direktorin des Museums, Dr. Sylvia Schoske, zielt mit dem Projekt auf eine Integrierung Altägyptens in den zeitgenössischen Kunstbegriff: Auch die Kunst des Alten Ägypten war einst zeitgenössisch. Im Sinne der spartenübergreifenden Tendenzen zeitgenössischer Kunst soll die Klanginstallation eine Brücke zwischen Bildender Kunst und Musik schlagen und dem Museumsbesucher ein sinnliches Gesamterlebnis ermöglichen. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine bloße „Illustration" des Museums als gefällige Klangkulisse, sondern um eine weitere, künstlerische und emotionale Erschließung der Exponate.

    Die Uraufführung von „The Pomegranate Tree" wird am Freitag, den 14. Oktober 2011 stattfinden. Karten sind über München Ticket erhältlich. Am darauf folgenden Tag wird die Münchner Öffentlichkeit die Gelegenheit haben, während der „Langen Nacht der Münchner Museen" die Klanginstallation zu erleben. Weitere Aufführungen sind im Rahmen der eigentlichen Museums-Eröffnung (voraussichtlich Frühjahr 2013) geplant. Bis mindestens 2015 werden regelmäßige Wiederaufführungen stattfinden.

    siehe auch:

  • 26. Juli 2011 Vorschautage: Impressionen

    Impressionen der Aktion von Ruth Geiersberger und Marius Winterstein

    Fotos: Patricia Rex, Sonia Focke

  • 06. Juni 2011 Vorschautage: Wimpernschlag der Zeit

    Bevor die altägyptischen Objekte einziehen, können die Besucher an diesem Wochenende die neuen Museumsräume mitgestalten

    Mit dem 6. Juni 2011 wird das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst München Hausherr im Neubau an der Gabelsberger Straße im Herzen des Kulturareals sein. Dieser Schlüsselübergabe folgen am 23. und 24. Juli zwei „Vorschautage", bei der die – noch leeren – Ausstellungsräume erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. An diesem Wochenende wird der Museumsneubau – bei freiem Eintritt – täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet sein. Am Samstag, 23. Juli findet parallel dazu das Bürgerfest der Maxvorstadt statt.

    Bevor die altägyptischen Objekte einziehen, können die Besucher an diesem Wochenende die neuen Museumsräume mitgestalten: Sie werden gebeten, einen Gegenstand aus ihrem persönlichen Umfeld, ihrem Alltag mitzubringen: vielleicht ein Buch oder ein Stück Geschirr, ein Spielzeug oder ein Schmusetier – ein Ding, an dem eine Geschichte, eine Erinnerung, ein wenig Herzblut, eben ein Stück gelebtes Leben hängt. Diese „hab! Seligkeiten" dürfen dann auf den Sockel und die Münchner Performance-Künstlerin Ruth Geiersberger wird das Mitgebrachte begutachten. Dabei werden die Geschichten zu den Dingen in einem „Kundengespräch" gesammelt. Die Habseligkeit wird dann auf einem Sockel positioniert und ist damit für eine kurze Weile „KunstWerk" im noch leeren Museum.

    Die Aktion wird von dem Photokünstler Marius Winterstein festgehalten für einen Wimpernschlag der Zeit. Der Bringer wird mit seiner Habseligkeit auf ein Polaroid gebannt, die wachsende Zahl der Bilder wird an einer Wand im Eingangsbereich des Museums ihren Platz finden. Am Ende seines Besuches nimmt der Gast seine Habseligkeit wieder mit nach Hause, das Bild bleibt hängen und wird auch auf der Website des Museums seine digitale Verewigung finden. Die Habseligkeit verschwindet wieder aus dem musealen Raum nach ihrer flüchtigen Existenz als „KunstWerk".

  • 15. April 2011 Sonderausstellung “Königsstadt Naga”: Eröffnung am 15. April 2011

    „Im Namen Gottes, des Allmächtigen, des Allerfahrenen“, so begann S.E. Mohamed Abu Zeid Mustafa, Minister für Altertümer, Tourismus und Naturschutz des Sudan sein Grußwort.
    • Gespräche
    • Dr. Sylvia Schoske
    • S.E Mohamed Abu Zeid Mustafa und Dr. Werner Daum
    •  Hassan Hussein Idris
    • Prof. Dietrich Wildung
    • Dr. Werner Daum
    • Dr. Wolfgang Heubisch
    • Zuhörer
    • Veronika Ponzer (Harfe)
    • Besucher
    • Gespräche
    • Ausstellungsbesucher
    • Ausstellungsbesucher
    • S.E Mohamed Abu Zeid Mustafa
    • Dr. Sylvia Schoske
    • Gäste in der Residenz
    • Gespräche
    • Gruppenbild, Details siehe Bildvergrößerung

    „Im Namen Gottes, des Allmächtigen, des Allerfahrenen“, so begann S.E. Mohamed Abu Zeid Mustafa, Minister für Altertümer, Tourismus und Naturschutz des Sudan sein Grußwort bei der Ausstellungseröffnung im Kaisersaal der Münchner Residenz. Seine in arabischer Sprache gehaltene Rede wurde – wie auch die Worte der nachfolgenden Redner – von Dr. Werner Daum, Botschafter a.D. der Bundeserepublik Deutschland im Sudan, simultan übersetzt, was der Veranstaltung eine ganz besondere Atmosphäre verlieh.

    Mehr als 500 Gäste waren der Einladung des Museums am Freitagabend des 15. Aprils gefolgt und nahmen teil an einer Veranstaltung, bei der die Redner nicht nur die Inhalte der Ausstellung vorstellten und die bei einem solchen Anlaß üblichen Danksagungen austauschten, sondern auch deutlich machten, welch wichtige Rolle die Archäologie im politischen Kontext der Völkerverständigung einnehmen und welchen Beitrag sie auch in aktuellen Diskussionen zu liefern imstande ist. Den Video-Mitschnitt der Reden können Sie hier über die Museums-Website nachverfolgen.

    Die eigentliche Eröffnung der Ausstellung erfolgte durch Staatsminister a.D. Dr. Otto Wiesheu, der hier in seiner Funktion als Präsident der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft auftrat. Veronika Ponzer (Harfe) und Christoph Bachhuber (Flöte) umrahmten die Eröffnung musikalisch.

    Bereits am Vormittag hatte Dr. Wolfgang Heubisch, Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst die sudanesische Delegation und weitere Gäste im Rahmen einer Vorbesichtigung, zu der auch die Presse geladen war, begrüßt. Dem Ausstellungsrundgang hatte sich ein Essen im Vierschimmelsaal der Münchner Residenz für die ausländischen Gäste angeschlossen.

  • 14. März 2011 Operngala “Sands of Time”

    An beiden Abenden waren die Zuhörer begeistert, und einige kamen sogar am zweiten Abend zurück, um dieses musikalisches Erlebnis noch einmal genießen zu können!
    „Princes come, princes go" – eine einprägsame Beschreibung Altägyptens und seiner 31 Herrscherdynastien und gleichzeitig eine stimmungsvolle Einleitung zum Musikabend „Sands of Time". Das Titellied des Abends, eben „Sands of Time" aus dem Musical Kismet von Wright und Forrester, rahmte als Prolog und Epilog eine musikalische Reise durch den Orient, die durch Zeit und Raum führte.

    Im Begleitprogramm der Ausstellung Ägyptomanie en miniature reisten die Zuhörer nach Ägypten, Persien, Baktrien, Babylon, Israel und die Türkei, trafen Moses, Samson, Jephté, Juditha, Salomon, Kroesus, Kyrus und Kleopatra, zum letzten Mal in den Räumlichkeiten in der Residenz, mitten unter den Originalen.

    An diesem Abend traten wieder, wie in den vergangenen Jahren die Künstler Andrea Edith Moore (Sopran), Tatjana Halttunen (Alt) und Jonathan Guss (Baß) auf, diesmal verstärkt durch die beiden Neuzugänge Michael Connaire (Tenor) und Nadja dan Bernhardt (Klavier) – und fesselten das Publikum erneut: An beiden Abenden waren die Zuhörer begeistert, und einige kamen sogar am zweiten Abend zurück, um dieses musikalisches Erlebnis noch einmal genießen zu können!

  • 15. Januar 2011 Operngala “Sands of Time”: Kartenvorverkauf ab 4. Februar

    Eine musikalische (Zeit-)Reise durch den Orient
    Freitag, 11. März um 19:00 und Samstag, 12. März um 19:30
    Komponisten und Librettisten bedienten sich immer wieder gerne der Faszination des Alten Ägypten: Altägypten im Musiktheater und im Konzertsaal bedeutet eine mehr als 300jährige Tradition abendländischer Musikgeschichte. Beginnend mit Jean-Philippe Rameaus La Naissance d'Osiris über Georg Friedrich Händel (Julius Caesar), Wolfgang Amadeus Mozart (Die Zauberflöte), Giuseppe Verdi (Aida) und Richard Strauß (Die ägyptische Helena) bis zu Phil Glass (Akhnaten) haben sich – mit Ausnahme der ägyptischen Komponisten Sayed Darwiche/Mohammed Abdel Wahab (Cléopâtre) – fast ausschließlich abendländische Komponisten mit verschiedensten Themen aus dem Bereich der altägyptischen Mythologie und Geschichte beschäftigt. Das klassische Sujet Altägypten im Musiktheater ist in jüngster Zeit nicht nur durch Günter Steinkes Musik für Osiris – mit den Toten reden in die Moderne weiter-, sondern auch durch Instrumentalwerke von Kaija Saariaho (Spins & Spells) und Mathias Pintscher (Osiris) in eine neue klangweltliche Dimension hinübergeführt worden.

    Sands of Time ist eine musikalische (Zeit-)Reise durch Altägypten und den Orient mit Arien aus Werken von Oscar Straus: Die Perlen der Cleopatra (1923); Arthur Sullivan: The Rose of Persia, or The Story-teller and the Slave (1899); Reinhard Keiser: Croesus (1710/1730); Gioacchino Rossini: Mosè in Egitto (1818); Christoph-Willibald von Gluck: La rencontre imprévue, ou les Pèlerins de la Mecque (1763) und Le Cadi dupé (1761); Georg Friedrich Händel: Jephta (1752), Samson (1743), Alexander's Feast, or The Power of Musick (1736), Belshazzar (1745) und Serse (1738); Wolfgang Amadeus Mozart: Die Entführung aus dem Serail (1782); Robert Wright & George Forrest: Kismet (1953); Giuseppe Verdi: Aida (1871); Camille Saint-Saëns: Samson et Dalila (1877); Antonio Vivaldi: Juditha Triumphans (1716); Jean-Philippe Rameau: Zoroastre (1756); Charles Gounod: La Reine de Saba (1862).

    Mitwirkende:
    Klavier und Music Director: Nadja Dan Bernhardt
    Sopran: Andrea Moore
    Alt: Tatjana Halttunen
    Tenor: Michael Connaire
    Baß und Artistic Director: Jonathan Guss

  • 17. Oktober 2010 Lange Nacht der Museen 2010

    Die diesjährige Museumsnacht am 16. Oktober hat mit dem vorausgehenden Kinderprogramm wieder mehr als 8000 Besucher ins Ägyptische Museum gelockt
    Die diesjährige Museumsnacht am 16. Oktober hat mit dem vorausgehenden Kinderprogramm wieder mehr als 8000 Besucher ins Ägyptische Museum gelockt – die exakte Zahl lässt sich bei der starken Fluktuation und den beiden Eingängen im Vierschäftesaal nicht ermitteln.
    Unter dem Motto Zauber-haftes Altägypten gab es stündliche Führungen in der Sonderausstellung „Isisblut &Steinbockhorn“ sowie laufend Kurzführungen unter dem Titel „Pharao, der Herr der Welt“, die Königsbildnisse aus allen Epochen einem überaus interessierten Publikum vorstellten.
    Imbiss und Getränke am „Bistro Pharao“ fanden lebhaftes Interesse zur Stärkung im Museums-Marathon, und ein letztes Mal konnte der Obelisk (mitsamt einer umfangreichen Dokumentation) in der Residenz besichtigt werden.

    Außerdem gab es an diesem Abend einen weiteren Standort: Mit einer Großprojektion „Pharao ante Portas“ auf die Portalwand, dem künftigen Museumseingang, wurde der Neubau an der Ecke Gabelbergerstraße/Arcisstraße ins Rampenlicht gestellt. Riesengroß entwickelten sich die Objekte aus dem Grundriß der Museumsräume und stellten den künftigen Rundgang durch die Dauerausstellung vor. Leider war der Abend mit Nieselregen und frostigen Temperaturen so ungemütlich, dass nur wenige Passanten sich die Zeit für die insgesamt viertelstündige Vorführung nahmen.
     
  • 05. Dezember 2009 Freundeskreistag

    Impressionen
  • 31. Oktober 2009 Naga Sudantag 2009

    Programm des Sudantages 2009
    Naga-Projekte des Ägyptischen Museums Berlin
    Zeitrahmen: 14-18:30 Uhr
    • 14:00 Uhr Dietrich Wildung:
      Begrüßung
    • 14:15 Uhr Karla Kröper:
      Naga - Kampagnen 2008/2009
    • 14:45 Uhr Alexandra Riedel:
      Tempel 200 - Architektur und Bautechnik
    • 15:15 Uhr Josefine Kuckertz:
      Tempel 200 - Riesenpuzzle - Das Reliefprogramm 
    • 15:45 Uhr Pause
    • 16:00 Uhr Thomas Bauer, Mark Prauß:
      Scannen statt Zeichnen - Innovative Dokumentationstechniken
    • 16:30 Uhr Jan Hamann, Thomas Lucker :
      Erschwerte Bedingungen - Restaurierung der Hathor-Kapelle
    • 17:00 Michael Freytag, Martin Reichert, Alexander Schwarz:
      'That's loneliness' - David Chipperfields Naga-Museum
    • 17:30 Dietrich Wildung:
      Archäologie und Politik - Das Naga-Projekt als Beitrag zur auswärtigen Kulturpolitik

    Ort: Brugsch Pasha Saal,
    Geschwister Scholl-Str. 2-8 (5. Etage)
    10117 Berlin
    Tel (030) 2090-5101

    Dokumente

  • 30. August 2008 "Naga"-Sudan-Tag 2008

    Alljährlich präsentiert das Grabungsteam des Museums beim Sudan-Tag die aktuellen Ergebnisse seiner Arbeiten in Naga, einer königlichen Stadt des antiken Reiches von Meroe.

    Seit 1994 arbeitet das Ägyptische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin in der archäologischen Feldforschung im Sudan. Die wissenschaftliche und denkmalpflegerische Arbeit wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und vom Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e. V.

    Alljährlich präsentiert das Grabungsteam des Museums beim Sudan-Tag die aktuellen Ergebnisse seiner Arbeiten in Naga, einer königlichen Stadt des antiken Reiches von Meroe.

    Programm:

    • 14:00 Uhr Dietrich Wildung: Begrüßung
    • 14:15 Uhr Karla Kröper: Neues und Altes von Naga - Kampagnen 2007/2008
    • 15:00 Uhr Dietrich Wildung: Dezentrales Zentrum - Kunst in Naga
    • 15:45 Uhr Pause
    • 16:00 Uhr Alexander Schwarz: Ein Museum für Naga - Ein Projekt von David Chipperfield
    • 16:30 Dominique Valbelle und Charles Bonnet: Last discoveries at Dukki Gel (Kerma) and opening a new museum
    • 17:30 Jacques Reinold: Human sacrifice - New excavations in Kadada
  • 31. Mai 2008 Lange Nacht der Musik 2008

  • 18. Mai 2008 Veranstaltungen Internationaler Museumstag 2008

  • 24. April 2008 Uraufführung „Osiris – mit den Toten reden"

    Im Rahmen der Münchner Musik-Biennale fand am 22. April die Uraufführung des Musiktheaterprojektes „Osiris – mit den Toten reden" im Ernst von Siemens-Auditorium in der Pinakothek der Moderne statt.
    Diese Produktion der Folkwang Hochschule Essen hatte das Ägyptische Museum nach München geholt. Nach einer Idee des Regisseurs Brian Michaels und in der Übersetzung von Jan Assmann stellt sie den Versuch einer Annäherung an die altägyptischen Vorstellungen vom Jenseits dar, fokussiert auf den Jenseitsherrscher und Auferstehungsgott Osiris.

    Vier Schauspieler deklamierten die altägyptischen Texte, zu denen der Komponist Günther Steinke eine Klangflächenkomposition geschaffen hat. Das siebenköpfige Kammerensemble (Streichquartett, Flöte, Klarinette und Schlagwerk) zeigte eine beachtliche Bandbreite von Klangmöglichkeiten, die den ägyptischen Inhalten nachspürte, sie teils kommentierte, teils interpretierte. Trotz vorgerückter Stunde (zwei der drei Aufführungen fanden um 22 Uhr statt), waren jeweils zwischen 100 und 130 Besucher gekommen, die dieses Experiment einer Annäherung an Altägypten überwiegend positiv mit langanhaltendem Applaus würdigten. Im kommenden Herbst sind weitere Aufführungen im Rahmen der Ruhr-Triennale geplant.
  • 20. Oktober 2007 Lange Nacht der Münchner Museen 2007

    Ein letztes Mal stand er im wahrsten Sinne im Blickpunkt: der Münchner Obelisk vor dem Eingang des Ägyptischen Museums in der Residenz.
    Von allen Seiten in wechselnden Farben beleuchtet, ist er vielleicht manchem Passanten zum ersten Mal wirklich aufgefallen... Zu spät. Schon in der kommenden Woche wird er eingerüstet werden, um dann Ende des Monats abgehoben und in die große Eingangshalle verbracht zu werden, um dort in den kommenden zwei Jahren einer gründlichen Restaurierung unterzogen zu werden, bevor er an seinen neuen Standort im Neubau wechselt.

    Neben diesem Leuchtpunkt im kühlen Außenbereich gab es ein vielfältiges Führungsprogramm im wärmeren Innern des Museums: In Teil 1 gab es ununterbrochen Kurzführungen zu den Highlights des Museum, in Teil 2 ausführliche Einführungen in die aktuelle Sonderausstellung "Aus Pharaos Werkstatt". Und auch um 1 Uhr nachts war das Interesse daran immer noch lebhaft. Gut 7000 Besucher sind es dann schlussendlich gewesen, eine Zahl, die seit Jahren nahezu stabil ist. Auffällig waren die vielen Kinder, die zumindest in den ersten Abendstunden noch mit ihren Eltern unterwegs waren - vielleicht hatte sich das nachmittägliche Kinderprogramm nicht herumgesprochen?

    Am Nachmittag war das Museum fest in Familienhand: Führungen und Märchenstunde, Suchspiel und Hieroglyphenschule - von 14 bis 18 Uhr hatten die Mitarbeiter des Museums und freiwillige Helfer aus dem Freundeskreis alle Hände voll zu tun. Viele kamen gleich zu Beginn und "arbeiteten" sich durch das Programm, mit einer kleinen Pause zur Stärkung am Bistro zwischendurch. Besonders interessant: Der Tisch mit den Steinproben in der Sonderausstellung - endlich durfte man im Museum etwas anfassen!
  • 01. September 2007 Erntedankfest: Früchte der Erde - Gaben der Götter

    Ein Erntedankfest der besonderen Art gab es am letzten Septembersonntag im Ägyptischen Museum.
    Kurzvorträge zu Ernährung, Landwirtschaft und Ernteritualen im alten Ägypten wechselten ab mit Lesungen aus Originaltexten wie dem "Sonnengesang des Echnaton" oder einem "Hymnus an den Nilgott".

    Im Vorfeld war nach altägyptischem Vorbild ein Opfertisch mit Obst, Gemüse und Broten aufgebaut, die die zahlreichen Gäste (mehr als 130 Besucher waren zu dieser Veranstaltung gekommen) anschließend verzehren durften.

    In den kommenden Monaten werden immer wieder "jahreszeitengemäße" Veranstaltungen angeboten werden, z.B. eine Taschenlampenführung für Kinder zu Halloween.

  • 22. Juli 2007 Sommerfest im Zweigmuseum Schloss Seefeld

    Rund 120 Besucher hatten sich am 22. Juli zu einem nachmittäglichen Familienprogramm im Schloß Seefeld eingefunden.
    Neben Führungen durch die Ausstellung "Ton-Künstler" und Märchenstunden in der Kulisse eines altägyptischen Grabes konnten sich die kleinen Besucher verkleiden und schminken lassen.

    So wimmelte es im Museum bald von Göttinnen und Priestern, Pharaonen und hohen Beamten - en miniature. Und viele faßten den Entschluß, in Bälde zur Ferienaktion wieder ins Museum zu kommen....
  • 31. Oktober 2006 Halloween im Ägyptischen Museum

    Wenn leibhaftige Mumien, kleine Gespenster und Vampire im Ägyptischen Museum unterwegs sind, dann ist es wahrscheinlich wieder Halloween!
    Und so trafen sich in diesem Jahr Kinder und ihre Eltern zur Führung in den abgedunkelten Räumen des Museums, jeder eine Taschenlampe fest in der Hand.

    "Bei Göttern und Geistern", so das Thema der Führung, fühlten sich auch die kleinen Fledermäuse und Vampire sichtlich wohl, auch wenn die altägyptischen Götter, Totenmasken, Särge und Kanopen, die da im Licht der Taschenlampen auftauchten, dem einen oder anderen sicher einen kalten Schauer über den Rücken jagten. Kurzum, Kinder und Eltern waren begeistert, wir auch, und deshalb hoffen alle auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!
  • 01. Juli 2006 Eröffnung "Mumienmasken"

    Trotz Fußballweltmeisterschaft gut besucht war die Eröffnung der kleinenWorkshop-Ausstellung „Datenträger Mumienmasken" bei hochsommerlichen Temperaturen am 6. Juli.
    Sie gibt einen Einblick in die Arbeit der Papyrusrestaurierung am spannenden Beispiel der Rückgewinnung von Papyri aus den Kartonagemasken der griechisch-römischen Zeit.

    Diese Veranstaltung mit einem Einführungsvortrag von Alfred Grimm war zugleich der Auftakt einer kleinen Vortragsserie zum Thema Restaurierung. Im Herbst wird diese Serie, die im Kontext der Veranstaltungen zum „Wissensspeicher" steht, dann fortgeführt werden.

    2006  Datenträger Mumienmasken - Die Rückgewinnung antiker Papyri

    Infos zur Multimedia-Produktion
    Eigenschaft Beschreibung
    Wissensspeicher. Datenträger Mumienmasken. - Zur Wiedergewinnung antiker Papyri
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  • 27. Mai 2006 Zum ersten Mal: Girls' Day im Ägyptischen Museum

    Seit einigen Jahren findet jeweils am 4. Donnerstag im April der Girls' Day statt, an dem sich Mädchen in Firmen und Betrieben, Universitätsinstituten und Behörden über Berufe orientieren können
    Bundesweit gab es rund 7000 Veranstaltungen mit mehr als 120 000 Teilnehmerinnen. Ursprünglich konzipiert, um Mädchen über technische Berufsfelder zu informieren, entwickelt sich der Girls' Day immer mehr zu einem allgemeinen beruflichen Informationstag - speziell für Mädchen.

    Und so hatte am 27. April erstmals das Ägyptische Museum aus diesem Anlaß eingeladen - mit einem speziell zusammengestellten Programm, das möglichst vielfältig über das Berufsfeld Museum informieren sollte. Die per Internet ausgeschriebenen 10 Plätze waren in wenigen Tagen ausgebucht, wie sich überhaupt im Vergleich zu anderen Städten in München ein generell sehr lebhaftes Interesse am Girls' Day feststellen ließ.

    Und so standen pünktlich um 9 Uhr die zehn Mädchen (im Alter von 13-15 Jahren) vor der Residenz, die aus Real- und Wirtschaftsschulen sowie Gymnasien kamen. Nach der Begrüßung durch die Direktorin Sylvia Schoske stand zunächst ein Rundgang durch das Museum auf dem Programm, bei dem das Aufgabengebiet des Museumspädagogen vorgestellt wurde. Danach kam die Gruppe in die Museumsverwaltung in der Meiserstraße, und die Mädchen erhielten Informationen zum Studienfach Ägyptologie. Als Beispiel für den Einsatz von Computern im Museum stellte die Volontärin Roxane Bicker dann das Programm zur Museumsdokumentation vor, verbunden mit Informationen, was für Aktivitäten und Aufgaben in der alltäglichen Museumsarbeit anfallen.

    Die anschließende Mittagspause diente gleichzeitig als Möglichkeit einer Fragerunde, bevor es dann ins Magazin ging - Särge, Keramik, Stein, die Schubladen mit den Kleinfunden wurden geöffnet, ebenso die Schränke mit den - wohlverpackten - Mumien. Dabei wurden Fragen nach Notwendigkeit und Rahmenbedingungen einer sachgerechten Aufbewahrung ebenso angesprochen wie praktische Probleme beim Verpacken und Transport von Objekten im Vorfeld von Ausstellungen. In der letzten Runde ging es dann in die Restaurierungswerkstatt, wo Stephanie Steinegger die Mädchen nicht nur über den Beruf und die Ausbildung zum Restaurator informierte, sondern die Teilnehmerinnen beim Abgießen eines Amuletts auch selbst aktiv werden durften.

    Zu allen vorgestellten Berufen - Restaurator, Museumspädagoge, Ägyptologe - erhielten die Mädchen auch schriftliche Materialien als weiterführende Informationen. Fazit: Die Mehrheit der Mädchen bewertete in einem Fragebogen die Veranstaltung mit ?gut", ein Mädchen formulierte auch direkt den Wunsch nach einem Schulpraktikum. Allerdings war es für einige wohl etwas zu theoretisch - was für den Ablauf im kommenden Jahr geändert werden soll. Denn auch von Museumsseite bestand Einstimmigkeit über die Notwendigkeit, über das Berufsfeld Museum zu informieren.
  • 27. Mai 2006 "Lange Nacht der Musik" 2006 im Ägyptischen Museum

    Ungewohnte Klänge zwischen Statuen und Reliefs, neben Götterbildern und Sarkophagen
    Im Ägyptischen Museum war Mohamed Askari zu Gast, der aus Ägypten stammende und heute in Berlin lebende Meister des Nay-Spiels, der arabischen Bambus-Flöte. Die orientalische Musik wurde nicht in Form eines konventionellen Konzertes vor sitzendem Auditorium dargeboten, sondern an wechselnden Orten im ganzen Museum. Im Zusammenspiel mit den altägyptischen Originalen ergab erzeugte dies eine stets sich verändernde Atmosphäre, ein sich wandelnder Klangteppich vor wechselnder Kulisse. Manche Besucher unterbrachen ihren Rundgang, um konzentriert zu lauschen, andere nahmen das Flötenspiel als Untermalung ihrer Betrachtung altägyptischer Kunst.

    Ein ruhiger, meditativer Abend im manchmal etwas lauten Programmangebot dieser Nacht. Über 900 Besucher waren "zu den Ägyptern" gekommen, ein ständiges Kommen und Gehen zwischen 8 Uhr abends und 2 Uhr in der Früh - manche zufällig, die meisten jedoch ganz gezielt. Und manche liessen sich gleich dazu verleiten, am nächsten (Sonntag-)Morgen zum Vortrag ins Museum zu kommen
  • 21. Mai 2006 Internationaler Museumstag

    Wie viele Hieroglyphen musste ein Schreiber lernen? Was ist ein Pektoral? Woran starb Tutanchamun? Wer war Senenmut? Wovon ernährten sich die Ägypter? Wann wurde das Glas erfunden?
    Diese und viele andere Fragen wurden bei den verschiedenen Veranstaltungen im Ägyptischen Museum anlässlich des Internationalen Museumstages am 21. Mai eröffnet, der in diesem Jahr unter dem Motto „Museum und junge Besucher" stand. Mehr als 600 Besucher nutzten die verschiedenen Programmangebote, wobei erfreulicherweise alle Altersgruppen vertreten waren: viele Familien mit Kindern, jugendliche Paare und ältere Einzelbesucher.

    Neben Kinder- und Erwachsenenführungen gab es einen Bastel- und Maltisch für die ganz Kleinen, eine Hieroglyphenschule für Größere, wurden Märchen erzählt, und ein Museumsquiz verführte nicht nur Kinder, sondern auch überraschend viele Erwachsene zur genauen Beobachtung der Objekte. Dia-Vorträge zur Entdeckungsgeschichte des Tutanchamun-Grabes und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um den „Goldenen Pharao" stießen (immer wieder) auf lebhaftestes Interesse. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zu fachlichen und organisatorischen Fragen, aus denen sich ergab, dass ein Großteil der Gäste an diesem Tag zum ersten Mal das Ägyptische Museum besuchte.

    Die Fülle der positiven Rückmeldungen wird hoffentlich dazu führen, dass es nicht das letzte Mal war. Die lange Verweildauer – manche Familien blieben mehrere Stunden, um das Programm in seiner gesamten Vielfalt ausnützen zu können – zeigt ebenfalls ein starkes inhaltliches Interesse: Man wollte den Tag „bei den Ägyptern" verbringen.

    Ein kleiner Flohmarkt sowie Sonderangebote von museumseigenen Publikationen und Katalogen fanden ebenfalls zahlreiche Interessenten, so daß die Veranstaltung auch finanziell ein Erfolg war - der Gewinn wird vollständig für die nächsten museumspädagogischen Programme verwendet. Und wer sich nach all den Aktivitäten stärken wollte, konnte in der Eingangshalle, direkt neben einem monumentalen Steinsarkophag, noch einer weiteren Frage nachgehen: Was ist eigentlich Fuhl? (Es sei auch hier verraten: Es handelt sich um das ägyptische Nationalgericht, einen kräftigen Bohneneintopf, der aus dem traditionellen Messinggefäß serviert wurde...)
  • 01. April 2006 Wiedereröffnung des Zweigmuseums Seefeld

    Traditionsgemäß wurde am Palmsonntag das Zweigmuseum Seefeld nach der Winterpause mit der Ausstellung "Aus Pharaos Werkstatt" wiedereröffnet.
    Sylvia Schoske führte die aufmerksamen Premierengäste durch die Ausstellung, wobei unter anderem die Proben ägyptischer Steinmaterialien viel Interesse fanden. Gabi Ulrich überbrachte die Willkommensgrüße der Gemeinde für die neue Saison und den Dank für die harmonische Zusammenarbeit. In diesem Jahr gibt es ein umfangreiches Programmangebot - und die ersten Besucher konnten gleich selbst aktiv werden auf der "Hasenjagd" quer durchs Museum.
  • 01. Februar 2006 Eröffnung der Ausstellung "Das Alte Ägypten (be)greifen

  • 18. Oktober 2005 Ausstellungseröffnung "Zu den Ufern des Nil"

    Vor einem fachkundigen Auditorium fand am Abend des 18. Oktober die Eröffnung der neuen Ausstellung "Zu den Ufern des Nil - Historische Photographien aus der Sammlung Wilhelm Reiss" statt.
    Nach der Begrüßung durch die Museumsdirektorin Dr. Sylvia Schoske führte Dr. Alfred Grimm mit einem kurzen Abriß zur Geschichte der frühen Photographie - die zu einem nicht unerheblichen Teil in Ägypten spielt - in die Ausstellung ein.
  • 15. Oktober 2005 Lange Nacht der Münchner Museen

    Am 15. Oktober fand zum 7. Mal die "Lange Nacht der Münchner Museen" statt.
    Dank milden Herbstwetters waren insgesamt wieder mehr Besucher unterwegs als in den vergangenen Jahren, wobei im Ägyptischen Museum die Zahlen mit 6-7000 Teilnehmern relativ konstant sind. Eine exakte Zählung ist wegen des lebhaften Betriebs schlichtweg unmöglich! Dabei ließen sich im Ägyptischen Museum diesmal zwei Trends beobachten; Einerseits waren auch zahlreiche ältere Besucher unterwegs, andererseits verteilten sich die Besucherströme besser, so dass immer gutes Durchkommen war und niemand Schlange stehen musste. Waren früher ab etwa 23 Uhr deutlich weniger Besucher gekommen, ging es diesmal bis zum Ende um 2 Uhr morgens durchgehend lebhaft zu.

    Auf dem Programm stand die Vorbesichtigung der Photo-Ausstellung "Zu den Ufern des Nil", die von vielen Besuchern zielstrebig angesteuert wurde. Lebhaften Zuspruchs erfreuten sich auch die in viertelstündigem Turnus angebotenen Kurzführungen zu den Highlights des Museums: Da sie parallel in beiden Teilen des Museums stattfanden, konnte jeder Besucher bei Interesse während seines Aufenthaltes an mindestens einer Führung teilnehmen, ohne warten zu müssen. Aus der positiven Resonanz ergibt sich, dass diese "Schnupperführungen" genau das Richtige für die Lange Nacht" sind - und die vielfältige Frage nach dem regulären Veranstaltungsprogramm lässt doch auf Folgewirkung hoffen.

    Es geht immer lebhaft zu im Ägyptischen Museum, wenn ein Programm für Familien angeboten wird - doch der diesjährige Andrang zum Kinderprogramm im Vorfeld der "Langen Nacht" übertraf alle Erwartungen: Mit gut 1000 kleinen (und großen) Besuchern zwischen 14 und 18 Uhr war das Ägyptische Museum an diesem Tag die am besten besuchte Institution von allen! Familienführungen und Museumsquiz, Hieroglyphenschule, Amulett-Werkstatt und Märchenstunde - Mitarbeiter und freiwillige Helfer aus dem Freundeskreis hatten alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen. Dabei herrschte durchweg eine erwartungsvolle Stimmung, man wartete geduldig auch einmal ein paar Minuten - und manche konnten sich gar nicht trennen und blieben bis zur letzten Minute.
  • 27. Juli 2003 Hilferuf und Finderglück - Sudantag 2003 im Ägyptischen Museum Berlin

    Die Saubohnen gehören zum Sudantag wie der Rotwein zum Dienstag-Vortrag. So war es nicht erstaunlich, dass mehrere besorgte Anrufer sich erkundigten, ob die Einladung zum 27. Juli 2003 in die Remise nach Charlottenburg in diesem Punkt unvollständig sei oder ob man diesmal auf die lieb gewordene Köstlichkeit verzichten müsse.
    Man musste; denn es war abzusehen, dass die Teilnehmerzahl am Sudan-Tag 2003 weit größer sein würde als üblich. Zwei Vorträge standen auf dem Programm, die nicht nur die Sudan-Freunde aus dem Förderverein und wie immer auch aus dem Münchner Freundeskreis - anlocken, sondern auch die Fachwelt ansprechen würden. So waren nicht nur die Berliner Hochschulen vertreten, sondern auch Kollegen aus Köln, Wien und Paris, und als Ehrengäste konnten wir S. E. Ahmed Gaafar Abdelkarim, Botschafter der Republik Sudan in Berlin, und S. E. Dr. Werner Daum, deutscher Botschafter früher in Khartum und heute in Kuweit, mit seiner Frau Gemahlin begrüßen.

    Dr. Salah Mohamed Ahmed,Direktor für Ausgrabungen in der National Corporation of Antiquities and Museums in Khartum, berichtete über das bereits in Gang befindliche Großprojekt des Staudamms am Vierten Katarakt und seine Konsequenzen für die Archäologie. 180 Kilometer Niltal werden ab 2008 unter Wasser gesetzt. 48.000 Menschen müssen in neue Siedlungsgebiete bei ed Damer, Nuri und Debba umgesiedelt werden. Tausende von archäologischen Stätten liegen in diesem nahezu unerforschten Teil des Niltals.

    Ein Vergleich mit der Nubian Campaign der sechziger Jahre erscheint zunächst unzutreffend, da spektakuläre Bauten wie Abusimbel, Wadi es Sebua, Kalabscha (und letztlich ja auch Philae) unter den von der Überflutung bedrohten Denkmälern fehlen. Diese Rettungsaktionen waren aber nur die medienwirksame, spektakuläre Oberfläche, unter der Hunderte von Grabungen und Surveys eine gewaltige Menge neuer Funde und Befunde ans Licht brachten, die vom Paläolithikum bis in die jüngste Vergangenheit reichen. Kein anderer Teil des Niltals ist heute archäologisch so gut erforscht wie die 350 Kilometer von Wadi Halfa bis Aswan.

    Ähnliches gilt es am Vierten Katarakt zu leisten, und so kann die Nubian Campaign auch als Logistik- und Organisationsmodell für die neue Rettungsaktion dienen. Bei einer ersten internationalen Konferenz in London haben sich bereits mehrere Länder, darunter Deutschland, zur Mitarbeit bereit erklärt. Für einen effektiven Start fehlt aber bislang nicht nur eine solide finanzielle Basis, sondern eine internationale Medienkampagne und eine Koordinierungsstelle, die die Aktivitäten bündelt und zwischen Politik, Bauträgem und Archäologen vermittelt. Gespräche zwischen Dr. Salah, den bei den Botschaftern (Kuweit ist einer der Finanzträger des Staudammprojekts) und dem Ägyptischen Museum haben gemeinsame Schritte zur Lösung dieser Fragen vorbereitet.

    Die Arbeit in Naga bildete den mittleren Block der Vortragsfolge. Karla Kroeper beobachtete den Anflug des sudanesischen Staatspräsidenten Omar el Baschir per Helikopter zum Besuch unserer Grabung. Dietrich Wildung stellte eine erste kunsthistorische Analyse der im Amun-Tempel gefundenen Statuen vor. Das Restauratorenteam 'Restaurierung am Oberbaum' berichtete über die Aufstellung der Säulen im Hypostyl des Amun-Tempels und die Anwendung historischer Arbeitstechniken im Steinbruch und entwickelte das Konzept für die Restaurierung der Hathor-Kapelle, das dringlichste Projekt in Naga.

    Den Höhepunkt des Sudan-Tages bot Charles Bonnet mit dem Bericht über seine neuesten Entdeckungen in Kerma. Erstmals vor einer breiteren Öffentlichkeit zeichnete er die Ereignisse Mitte Januar 2003 nach, die zur Freilegung eines Statuendepots führten. Bei der Reinigung der Schichtenfolge eines Tempels, der sich bis in die Mitte der 18. Dynastie zurückverfolgen lässt, kam eine Grube zum Vorschein, in der sauber geschichtet zunächst Arme und Beine, darunter die Körper und schließlich die Köpfe von sieben Königsstatuen lagen. Die teils überlebensgroßen Figuren aus Granit zeigen nach Ausweis ihrer hieroglyphischen Inschriften Takarka, Tanwatamani, Senkamanisken, Anlamani und Aspelta, stellen also eine fast lückenlose Herrscherfolge am Übergang von der kuschitischen zur napatanischen Dynastie im Zeitraum von 690 bis 575 v. Chr. dar. Atemlose Stille herrschte im Raum, und dem Simultan-Übersetzer D. Wildung verschlug es die Sprache, als Charles Bonnet den ersten Blick in die mit Statuenbruchstücken gefüllte Grube gewährte.

    Der Fund ist historisch und kunstgeschichtlich gleichermaßen bedeutend. Einen fast bis ins Detail gleichen Fund machte George Reisner 1917 im Tempel B 500 am Gebel Barkal, dieselben Könige, derselbe Zerstörungsgrad, ähnliche Fundsituation. Psammetichs H. Feldzug nach Napata im Jahr 592 v. Chr. erscheint noch deutlicher als bisher als ein Akt programmatischer Zerstörung der 'schwarzen Pharaonen' .

    Für die Kunst des Nordsudan ist der neu entdeckte Statuenkomplex das Zeugnis technischer Perfektion und stilistischer Meisterschaft, die in nichts hinter den gleichzeitigen Werken im ägyptischen Niltal zurückstehen.

    Ein Drittes kommt hinzu: Schon einen Tag nach der Entdeckung setzte ein nicht enden wollender Besucherstrom ein, aus Kerma, aus der näheren Umgebung, von weit her. Für die Bevölkerung der Region ist dieser Fund ein Akt der historischen Selbstfindung, und so ist es eine nachvollziehbare Entscheidung, die Statuen an ihrem Fundort zu belassen und ein lokales Museum zu errichten, mit dessen Bau bereits begonnen worden ist.

    Auch ohne Saubohnen zog sich der Abend noch lange hin, mit Charles Bonnet und seiner Kollegin Dominique Valbelle von der Sorbonne, die ihm in diesen aufregenden Tagen assistiert hatte und bei der Premiere in Berlin nicht fehlen wollte.

    Und noch jemand war symbolisch auf einem extra frei gelassenen Stuhl in der ersten Reihe anwesend: Trauthilde Körschner, deren Vermächtnis an den Verein alljährlich für einen Körschner-Gedenk-Vortrag verwendet werden soll. Charles Bonnets Bericht war ein würdiger Auftakt.

    Dietrich Wildung
    (Artikel der Mitgliederzeitschrift aMun)

     

  • 02. Mai 2003 Symposion "Spurensuche“

    Anläßlich der Sonderausstellung „Stimmen vom Nil – Altägypten im Spiegel seiner Texte" fand in München vom 2. bis 4. Mai unter dem Titel „Spurensuche" ein gemeinsam vom Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst München und vom Institut für Ägyptologie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität veranstaltetes Symposion zur altägyptischen Literatur statt.
  • 19. Oktober 2002 Lange Nacht der Museen

    Mit rund 6-7000 Besuchern zählte das Ägyptische Museum auch in dieser Langen Nacht wieder zu den Favoriten der Besucher.
  • 15. Juni 2002 Lange Nacht der Bücher: Jeder 10. Teilnehmer der Langen Nacht besuchte das Ägyptische Museum

    Am Samstag, den 15. Juni, fand in München die erste „Nacht der Bücher" statt.
    „Es geht nichts über die Bücher, es ist, wie oben auf dem Wasser zu schwimmen …"
    heißt es in der altägyptischen Lehre des Cheti. Auch wenn – kein Wunder bei den wahrhaft ägyptischen Temperaturen – die Beteiligung mit rund 10 000 Interessenten nicht ganz so überwältigend ausfiel wie bei den langen Museumsnächten: Es war doch eine stattliche Anzahl potentieller Leser und Zuhörer, die sich auf vier Touren literarisch durch die Münchner Innenstadt bewegte.
    „Hören ist besser als alles andere, es führt zu schöner Beliebtheit ..."
    wird in der Lehre des Ptahhotep formuliert. Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst hatte Lesungen aus den altägyptischen Weisheitslehren eingeladen, deren Texte in vielen Passagen verblüffend aktuell erscheinen. Vor rund 4000 Jahren entstanden, geben sie Einblicke in die Wertvorstellungen der alten Ägypter.
    Gut 900 Besucher waren dieser Einladung gefolgt, etwa 350 von ihnen folgten konzentriert und beeindruckt den Weisheiten der Ägypter, die wohl den meisten zuvor völlig unbekannt waren. Außerdem konnten die Besucher an Führungen zu den altägyptischen Hieroglyphen sowie dem Totenbuch teilnehmen – zwölf Termine wurden zwischen 19 Uhr und Mitternacht angeboten, und auch sie fanden mit jeweils 40-50 Teilnehmern lebhaftes Interesse.
    „Festige die Weisheit, dann werden deine Kinder leben ..."
    so steht es in der Lehre des Ptahhotep. Rund 150 Kinder und Eltern waren am Nachmittag der Weisheit der alten Ägypter auf der Spur: In der Schreiberwerkstatt konnten sie selbst ihre ersten Hieroglyphen schreiben und in Kurzführungen die altägyptische Schrift und das Totenbuch kennenlernen. Für die Kleineren wurde ein ägyptisches Märchen vorgetragen, und eine Leseecke lud zum Schmökern ein. Die frisch erworbenen Kenntnisse konnten anschließend in einem Suchspiel quer durchs Museum überprüft werden.

    Fazit: Eine gelungene Veranstaltung und Zufriedenheit auf beiden Seiten – bei den Teilnehmern über ein anspruchsvolles Programm, und bei den Museumsleuten über das interessierte Publikum.
  • 11. Februar 2002 Kolloquium: Das Geheimnis des Goldenen Sarges - Echnaton und das Ende der Armanazeit"

    Eine Woche vor Ende der Sonderausstellung in München fand ein Kolloquium statt ...
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