Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Thema "Naga"

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Es gibt insgesamt 41 Berichte
  • 10. Februar 2016 Die Naga-Grabung in den Medien

    Themen:
  • 08. Dezember 2015 Museum in den Medien

    Zum Jahresende wird das Museum zweimal ausführlich im Rundfunk und im Fernsehen erscheinen.

    „Blick ins Depot"

    Bereits im Sommer wurde im Rahmen einer vierteiligen Reihe, die einige Museen in Deutschland mit jeweils drei ungewöhnlichen Objekten aus dem Depot vorstellt, ein Beitrag zum Ägyptischen Museum München aufgenommen. Die Sendung wird am 23. Dezember um 19.30 Uhr im Deutschlandradio Kultur und am 27. Dezember um 7.30 und 22.05 Uhr auf WDR5 laufen.

    „alpha-Forum"

    Am 30. Dezember wird auf ARD alpha um 20.15 Uhr ein einstündiges Gespräch des Moderators Klaus Uhrig mit Sylvia Schoske und Dietrich Wildung ausgestrahlt.

    „Eins zu Eins. Der Talk"

    Und wer das Interview auf bayern2 von Stephanie Heinzeller mit Sylvia Schoske im Oktober verpasst hat, hier der Link zum Nachhören:br-online.de
  • 01. September 2015 Objekt des Monats - Ein Armreif der Königin Amanishakheto

    Zwei kreisförmig gebogene Goldbleche sind durch ein Scharnier aneinandergefügt, das durch eine auf einer Lotosblüte stehenden, halbplastisch gearbeiteten Frauenfigur verdeckt ist. Zwei kreuzförmig angeordnete ausgebreitete Flügelpaare weisen sie als Göttin aus; ihre Kopfbedeckung – die Doppelkrone über einer Geierhaube – identifizieren sie als Mut, die Gemahlin des Gottes Amun.

    Das Goldblech ist durch parallel laufende, aufgelötete Stege aus Golddraht in einzelne Ornamentstreifen gegliedert, die abwechselnd mit kleinen Rauten und Kreisen gefüllt sind, die ihrerseits ebenfalls aus aufgelöteten Golddrähten gebildet und mit Glasfluß in verschiedenen Blautönen gefüllt sind. Granulierte Bänder umziehen mit winzigen Goldkügelchen den oberen und unteren Rand und rahmen die rechteckigen, wie Fenster ausgesparten Felder in der mit einem Federmuster bedeckten Mittelstreifen, das zusätzlich Elemente mit rotem Glasfluß aufweist. In diese freien Flächen sind gleichfalls halbplastisch gearbeitete Götterbüsten eingesetzt.

    Der am Unter- oder Oberarm getragene Reif wurde ursprünglich durch ein Verbindungsstück aus Leder oder Stoff zusammengehalten; er war also in seiner Größe verstellbar und umschloß nur einen Teil des Armes.Dieses Schmuckstück gehört zum Grabschatz der Königin Amanishakheto, der 1834 von dem Italiener Giuseppe Ferlini in der Pyramide dieser Herrscherin in Meroe gefunden wurde. Ein Teil des Schatzes wurde 1839 von Ludwig I. angekauft, der zweite Teil ging später an das Ägyptische Museum in Berlin.

    Gold, Glasfluß
    H. 4,6 cm; Br. der Teilstücke je 8,5 cm
    Um die Zeitenwende
    Ant. 2455

    (Das Objekt ist im Raum „Nubien und Sudan" ausgestellt.)
  • 13. Juli 2015 Quartalsprogramm Juli - August - September

    Dokumente

  • 05. Mai 2015 Thementag "Sudan"

    Mit der Übernahme des Naga-Forschungsprojekts im Mai 2013 hat das Ägyptische Museum einen neuen Schwerpunkt gesetzt, der auch im Raum „Nubien und Sudan" thematisiert wird.Gleichzeitig baut das Institut für Ägyptologie der Ludwig-Maximiliansuniversität eine Abteilung zur Sudanforschung auf. Durch die bereits bestehende enge Zusammenarbeit von Universitätsinstitut und Museum entsteht somit in München ein gewichtiger Standort der Sudanforschung.

    Am 25. April 2015 präsentierte sich das Institut für Ägyptologie beim Thementag „Nubien und Sudan" im Ägyptischen Museum mit vier Beiträgen aus dem Team des Instituts.Der Institutsvorstand Friedhelm Hoffmann ließ das Bild der Nubier in altägyptischen Texten lebendig werden. Von den Expeditionsberichten der Pyramidenzeit bis zu demotischen Romanerzählungen spannte sich der historische Bogen. Durch alle Texte bis zu den Papyri der Römerzeit zieht sich das Leitmotiv des unbewältigten „Nubien-Traumas" der Ägypter.Martina Ullmann resümierte ihre Habil-Schrift über die nubischen Tempel Ramses' II. und arbeitete klar heraus, wie im Bild- und Textprogramm und in der Kulttopographie dieser sechs Tempel von Beit el Wali bis Abu Simbel die theologische Integrierung Nubiens in ein pharaonisches Weltbild betrieben wird.

    Rosemarie Klemm führte in die Goldlagerstätten zwischen Nil und Rotem Meer. Als Ergebnis der mit ihrem Mann D. D. Klemm über viele Jahre durchgeführten Feldforschungen konnte sie die antiken Techniken der Goldgewinnung demonstrieren und einen Einblick in die unendlich entsagungsvolle Arbeit der antiken Goldgräber geben.

    Julia Budka, soeben als Sudanarchäologin an die LMU berufen, stellte ihr bereits seit einigen Jahren laufendes und nun von München aus betriebenes Grabungsprojekt auf der Insel Sai vor, dem „Brückenkopf" der ägyptischen Kolonisation im Norden des Sudan während des Neuen Reiches. Minutiöse Grabungstechnik und interdisziplinäre Fragestellungen versprechen ein neues Bild der Präsenz Ägyptens in der letztlich nie völlig unterworfenen südlichen Nachbarregion.

    Arnulf Schlüter schloß den langen, spannenden Nachmittag mit einem Kurzbericht über die Grabungssaison 2014/2015 in Naga, die am 19. September 2015 das Thema des ganztägigen „Naga-Tags" sein wird.

    Der Nubien- und Sudan-Tag hat eindrucksvoll gezeigt, wie die Archäologie der südlichsten Region der antiken Welt in Deutschlands südlichstem Standort der Ägyptologie ein neues Zentrum gefunden hat.
  • 01. November 2014 Objekt des Monats November: Die Hathor-Kapelle in Naga

    Ausnahmsweise kein Originalobjekt: Die Hathor-Kapelle im Sudan-Raum des Museums hat als Modell dennoch die Ausstrahlung eines authentischen Werks der Architektur.
    Mit der Technologie des 3D-Streifenlicht-Scannens hat die Berliner Spezialfirma TRIGONART die Kapelle im Grabungsgelände des Münchner Naga-Projekts millimetergenau dokumentiert, und aus vielen Millionen Meßpunkten hat eine CNC-Fräsmaschine in einem mehrtägigen Prozeß das Modell gefertigt.

    In der Hathorkapelle, dem am besten erhaltenen Architekturdenkmal des Königsreichs von Meroë, manifestiert sich die Vernetzung der meroitischen Kultur mit ihrem historischen Umfeld. Um die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. haben lokale Architekten afrikanische, ägyptische und römische Formen und Bauornamente zu einer eigenständigen Architektursprache verschmolzen.

    Die Kapelle ist das südlichste Baudenkmal der Antike, in dem sich hellenistischer Einfluß artikuliert, vergleichbar der im Museum neben der Kapelle ausgestellten Isis-Statue aus Naga, die als „African Beauty" in pharaonischer Form in römischer Tracht dargestellt ist.

    Eine 3D-Animation der Kapelle finden Sie hier. (Flash-Plugin des Browsers erforderlich)
  • 04. April 2014 Naga 2014

    Im März fand unter der Leitung von Dr. Karla Kröper eine Restaurierungs-Kampagne in Naga als erste Unternehmung vor Ort unter Münchner Regie statt.
    Im März fand unter der Leitung von Dr. Karla Kröper eine Restaurierungs-Kampagne in Naga als erste Unternehmung vor Ort unter Münchner Regie statt.
    Bei Architekturgrabungen ist die Feldarbeit mit der Freilegung der antiken Ruinen und ihrer Dokumentation nicht beendet. Die seit Jahrtausenden unter Schutt und Flugsand liegenden Mauern sind nach der Grabung der Erosion durch Wind und Regen ausgesetzt und müssen durch konservatorische Maßnahmen in ihrer Substanz und ihrem authentischen Erscheinungsbild erhalten werden.
    Diese Konservierungsarbeiten betreffen im  Amun-Tempel von Naga besonders die Mauern aus ungebrannten Lehmziegeln. Dabei geht es nicht um die Rekonstruktion zerstörter Bauteile, sondern um die Bewahrung der Ruine und um die für den Besucher verständliche Sichtbarmachung der ursprünglichen Strukturen. Durch die Konsolidierung der erhaltenen unteren Wandzonen zeigt der große Eingangspylon des Tempels sein Volumen, und die Mauern der Innenräume vermitteln beim Durchschreiten des Tempels den ursprünglichen Raumeindruck.
    Die  vom Naga-erprobten Team von Restaurierung am Oberbaum (Berlin) ausgeführten Arbeiten wurden wie schon in den vergangenen Jahren vom Auswärtigen Amt finanziert. Die Arbeiten werden im kommenden Herbst fortgesetzt werden.
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  • 04. März 2014 Projekt: Naga

    Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst München hatte am 31.5.2013 die Trägerschaft des Forschungs- und Grabungsprojekts Naga im Norden des Sudan übernommen
    Themen:
  • 03. Juli 2012 Langfristige Leihgaben der National Corporation for Antiquities and Museums der Republik Sudan

    In Anerkennung des Münchner Engagements für die Sudanarchäologie überlässt die National Corporation for Antiquities and Museums der Republik Sudan dem Museum als langfristige Leihgabe vier herausragende Objekte.

    1839 wurde das königliche Antiquarium der Wittelsbacher mit der Erwerbung des Goldschatzes aus der Pyramide der Königin Amanishakheto in Meroe eine der ersten Sammlungen in Europa, die Altertümer aus dem antiken Sudan besitzen. Heute ist der Goldschmuck aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. ein Highlight im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in der Münchner Residenz.

    Nun ist Königin Amanishakheto selbst nach München gekommen: In Anerkennung des Münchner Engagements für die Sudanarchäologie überlässt die National Corporation for Antiquities and Museums der Republik Sudan dem Museum als langfristige Leihgabe vier herausragende Objekte, die in den letzten Jahren bei den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Ausgrabungen unter Leitung von Dietrich Wildung in den Tempelruinen der Stadt Naga in der Wüste nordöstlich von Khartum entdeckt wurden.

    Es handelt sich um eine Stele aus Sandstein, die die Königin selbst in Begleitung zweier Götter zeigt sowie eine bislang einmalige Statue der Göttin Isis aus Fayence. Bei den beiden anderen Leihgaben handelt es sich um zwei der wenigen erhaltenen Beispiele von meroitischer Wandmalerei, deren eine den Oberkörper einer Nilgottheit zeigt. Auf dem zweiten Stück ist ein Fragment einer großformatigen Königsdarstellung zu erkennen.

    Ohne vergleichbare Parallelen in anderen Museen stehen die Leihgaben auf höchstem künstlerischen Niveau repräsentativ für Skulptur, Relief, Inschriften und Malerei einer noch wenig bekannten, vor zwei Jahrtausenden blühenden Kultur zwischen Afrika und Europa. Sie sind bereits in das Ausstellungskonzept im Nubien-Sudan-Saal im Neubau des Ägyptischen Museums einbezogen, sind aber zunächst noch am alten Standort des Museums in der Residenz ausgestellt.

    Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Freundeskreises wurden diese Objekte Mitte Juni vom Ausgräber Dietrich Wildung, dem ehemaligen Direktor des Ägyptischen Museums, vorgestellt. Khaled Moussa Daffala, Gesandter der sudanesischen Botschaft in Berlin, würdigte die langjährige enge Zusammenarbeit und überbrachte die Grüße des Botschafters.

    Themen:
  • 22. Februar 2012 Königsstadt Naga - Bilanz einer Ausstellung

    Seit Ende Januar sind die Hauptstücke der Sonderausstellung "Königsstadt Naga" im National Museum Khartum zu sehen, und alle anderen Leihgaben warten im Grabungshaus in Naga auf das neue Naga Museum.
    • Museums-Gebäude in Khartum
    • Naga-Ausstellung Berlin 2011
    • Naga-Ausstellung Berlin 2011
    • Naga-Ausstellung Berlin 2011
    • Naga-Ausstellung Berlin 2011
    • Naga-Ausstellung Berlin 2011

    Von April 2011 bis Januar 2012 fand die Sonderausstellung in München und Berlin beim Publikum und in der Fachwelt sehr große Beachtung. Sie hat einen wichtigen Beitrag geleistet, die traditionelle Definition des Altertums um die historische und regionale Komponente des antiken Sudan zu erweitern. Die Begegnung mit den Originalwerken einer kaum bekannten Kultur, die die Brücke zwischen Afrika und der Welt des Mittelmeers schlägt, hat großes Erstaunen ausgelöst. In über einhundert Führungen hat das Naga-Team authentisch von der Grabung und den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen berichtet. Zusammen mit ihrer Begleitpublikation bildet die Ausstellung einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur vollen Integrierung der Sudan-Archäologie in den Kanon der Geisteswissenschaften und der Kulturgeschichte der Antike.

    Auch die Begleitpublikation trug dazu bei, den antiken Sudan in der Fachwelt und in der Öffentlichkeit als eine feste Größe der Kunst des Altertums zu verankern

    Bei der Finissage am 15. Januar 2012 in Berlin betonte der Botschafter der Republik Sudan, S. E. Dr. Baha' Eddin Hanafi, die Bedeutung der Ausstellung und der Archäologie für die historische und kulturelle Identität seines Landes und für die Wahrnehmung des Sudan als eine der ältesten Kulturen der Menschheit. Er drückte die Hoffnung aus, dass es bald gelingen möge, das Naga Museum von David Chipperfield zu errichten und damit einen Fokus der Geschichte seines Landes zu schaffen.

    Das Naga-Team dankt unseren Kollegen der National Corporation for Antiquities and Museum in Khartoumfür die großzügigen Leihgaben und dem Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin, der einen wesentlichen Teil der Kosten des Ausstellungsprojekts übernommen hat.

    Karla Kroeper, Dietrich Wildung

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