Panorama

Museum Ägyptischer Kunst München Neuigkeiten & Berichte Thema "Freundeskreis"

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Es gibt insgesamt 14 Berichte
  • 10. Mai 2016 Brot und Bier

    Bayern feiert 500 Jahre Reinheitsgebot, doch schon seit 5000 Jahren gibt es das Bier im alten Ägypten!

    Das bayerische Jubiläum war für uns ein Anlass, uns ein wenig näher mit dem altägyptischen Bierbrauen zu beschäftigen und uns dem Bier experimentalarchäologisch anzunähern. Zwar hat man viele Darstellungen des Bierbrauens – eine sogar bei uns im Museum! – doch genaue Rezepte sind nicht überliefert. Wir sind auf die Ergebnisse naturwissenschaftlicher Untersuchungen oder auch Textüberlieferungen aus griechisch-römischer Zeit angewiesen, die uns verraten, dass Bierbrauen und Brotbacken eng zusammengehören und für die Braubrote vorwiegend Gerste verwendet wurde.

    Am 23.April fand unser Brauexperiment mit Pressebegleitung auf dem Bajuwarenhof Kirchheim statt – das kleine Freilichtmuseum bietet einfach ein passendes Ambiente und dazu einen historischen Lehmbackofen!Erste Versuche in der heimischen Küche brachten mit einfachen Mitteln ein durchaus trinkbares Ergebnis zustande – säuerlich, erfrischend und von goldgelber Farbe.

    Schauen, hören oder lesen Sie das Brauexperiment nach, kommen Sie ins Museum oder buchen Sie selber eine Führung zum ägyptischen Bier – mit Verkostung!
  • 30. September 2015 Quartalsprogramm - Oktober - November - Dezember

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  • 24. September 2015 Rhythm 'n' Rituals

    Nach dem großen Erfolg beim Kunstarealsfest im Mai: Die Double Drums kommen wieder!

    Das preisgekrönte Münchner Perkussion-Duo Double Drums macht Musik und Rhythmus auf allen möglichen und unmöglichen Gegenständen des Alltagslebens. Nichts ist vor ihren Trommelstöcken sicher. So war es auch am Anfang der Perkussion – einer der ältesten Arten zu musizieren überhaupt. Und wenn man sich dem faszinierenden Sog hingibt, den die Double Drums entfesseln, wird schnell klar, warum Schlagwerk schon im alten Ägypten viele Rituale begleitete...

    Alexander Glöggler und Philipp Jungk sind Absolventen des Studienganges klassische Perkussion an der Hochschule für Musik in München. Für ihre große Experimentierfreudigkeit und die unkonventionelle Mischung verschiedenster Einflüsse wurden sie 2010 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Das explosive Duo präsentiert in mitreißender Spielfreude ein Arsenal an Schlaginstrumenten von Gongs und Marimbas bis hin zu Haushalts- und Baumarktutensilien: Akkuschrauber, Leitern und Ölkanister werden in den Händen der temperamentvollen Perkussionisten zu Musikinstrumenten: Double Drums sind ein Erlebnis für Augen und Ohren, das unter die Haut geht.

     
     
    Samstag, 7. November 2015, 20 Uhr

    Eintrittspreis 35 €, ermäßigt 24,50 € (Schüler, Studenten)
    (ggf. zzgl. Vorverkaufsgebühr beim Erwerb über München Ticket)
    Vorverkauf/Abendkasse im Museum
  • 01. September 2015 Objekt des Monats - Ein Armreif der Königin Amanishakheto

    Zwei kreisförmig gebogene Goldbleche sind durch ein Scharnier aneinandergefügt, das durch eine auf einer Lotosblüte stehenden, halbplastisch gearbeiteten Frauenfigur verdeckt ist. Zwei kreuzförmig angeordnete ausgebreitete Flügelpaare weisen sie als Göttin aus; ihre Kopfbedeckung – die Doppelkrone über einer Geierhaube – identifizieren sie als Mut, die Gemahlin des Gottes Amun.

    Das Goldblech ist durch parallel laufende, aufgelötete Stege aus Golddraht in einzelne Ornamentstreifen gegliedert, die abwechselnd mit kleinen Rauten und Kreisen gefüllt sind, die ihrerseits ebenfalls aus aufgelöteten Golddrähten gebildet und mit Glasfluß in verschiedenen Blautönen gefüllt sind. Granulierte Bänder umziehen mit winzigen Goldkügelchen den oberen und unteren Rand und rahmen die rechteckigen, wie Fenster ausgesparten Felder in der mit einem Federmuster bedeckten Mittelstreifen, das zusätzlich Elemente mit rotem Glasfluß aufweist. In diese freien Flächen sind gleichfalls halbplastisch gearbeitete Götterbüsten eingesetzt.

    Der am Unter- oder Oberarm getragene Reif wurde ursprünglich durch ein Verbindungsstück aus Leder oder Stoff zusammengehalten; er war also in seiner Größe verstellbar und umschloß nur einen Teil des Armes.Dieses Schmuckstück gehört zum Grabschatz der Königin Amanishakheto, der 1834 von dem Italiener Giuseppe Ferlini in der Pyramide dieser Herrscherin in Meroe gefunden wurde. Ein Teil des Schatzes wurde 1839 von Ludwig I. angekauft, der zweite Teil ging später an das Ägyptische Museum in Berlin.

    Gold, Glasfluß
    H. 4,6 cm; Br. der Teilstücke je 8,5 cm
    Um die Zeitenwende
    Ant. 2455

    (Das Objekt ist im Raum „Nubien und Sudan" ausgestellt.)
  • 13. Juli 2015 Quartalsprogramm Juli - August - September

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  • 05. Mai 2015 MahlZeitZeichen

    Der Sonderausstellungsraum war abgedunkelt, in seiner Mitte stand eine lange Tafel, mit schwarzem (Kreide-)Papier abgedeckt und künstlerisch eingedeckt mit Zeichnungen von Henning von Gierke. Die 50 Teilnehmer konnten Platz nehmen an den Tischen, deren Segmente mit Begriffen wie „Sehnsucht", „Begierde", „Hunger", „Kultur", „Wahn", „Verzicht" oder „Suche" bezeichnet waren.

    Das „Kultmahl" schloß sich nicht nur an einen gleichnamigen Vortragsnachmittag an, sondern bildete den Abschluß einer ganzjährigen Veranstaltungsreihe, die monatlich dem Thema „Feste im christlichen und altägyptischen Kalender" nachgegangen war – mit Vorträgen, Lesungen und Gottesdiensten. Zu einer frühmorgendlichen Performance im Sommer mit Ruth Geiersberger, dem Alphornensemble und Tänzerinnen im Atrium waren zum Sonnenaufgang um 5 Uhr gleichfalls rund 50 Teilnehmer der Einladung ins Museum gefolgt.

    Auf der Speisekarte der Essperformance fanden sich so exotische Gerichte wie Lotuswurzel in den Farben des angehenden Tages, Nilbarschling mit Venusmuscheln im Algenbett, Goldenes Milchlamm auf einer Frühlingswiese mit süßem Erdapfelgrund und Blutorangeninferno mit confierten Zitrusfrüchten, dazu gab es Anch-Brezen und Kreuzbrot und wurden Weine des Südens und Wasser des Nils gereicht. Die wie gemalt drapierten Speisen wurden aufgetragen mit begleitenden Texten aus der Bibel, Märchen oder altägyptischen Erzählungen; zwischen den Gängen gab es performative Texte und Klanginterventionen von Ruth Geiersberger und Martina Koppelstätter, vom Zwiefache über das Couplet bis zur Arie.

    Ein Kultmahl der ganz anderen Art, wohlschmeckend und überraschend, besinnlich und lustig, zum Nachdenken und Vergnügt-Sein – ein wunderbarer Abschluß einer interessanten Reihe.
  • 09. Dezember 2013 Freundeskreistag

  • 04. Dezember 2011 Freundeskreistag

    Ein dichtes und abwechslungsreiches Programm und ein interessiertes Publikum

    Zum dritten Mal hatten Museum und Freundeskreis am 4. Dezember zu einem Informationstag mit Vorträgen, Führungen und Präsentationen über seine vielfältigen Aktivitäten eingeladen, und in diesem Jahr waren rund 300 Besucher dieser Einladung gefolgt, mehr als je zuvor. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Präsentation einer hochkarätigenDauerleihgabe aus Privatbesitz, der Quarzitkopf einer Amarna-Prinzessin, die Dietrich Wildung in einem Vortrag vorstellte und die bis zum Umzug ins neue Haus in Raum II des Museums in der Residenz zu sehen ist. Anschließend präsentierte Sylvia Schoske die aktuellen Planungen zu Vitrinengestaltung und Besucherführung im Neubau. Am Nachmittag standen dann Führungen in der aktuellen Sonderausstellung und der im Sommer neu eingerichteten Dauerausstellung auf dem Programm. Ein interaktiver Workshop „Vom Text zum Rezept" zur Medizin im alten Ägypten erläuterte deren Theorie und Praxis am Beispiel von Hustenmitteln – sozusagen jahreszeitlich aktuell mit praktischer Umsetzung.

    Ein modernes Antiquariat bot Museumspublikationen zu herabgesetzten Preisen und das Bistro Pharao die Stärkung an einem langen Museumstag. Zahlreiche Gäste machten von der Möglichkeit Gebrauch, sich über die Aktivitäten des Freundeskreises zu informieren. Besonders erfreulich: An diesem Tag (und in den darauf folgenden Wochen) konnten wir rund ein Dutzend neue Mitglieder begrüßen!

  • 05. Dezember 2009 Freundeskreistag

    Impressionen
  • 01. April 2008 Neuerwerbungen des Freundeskreises

    Im vergangenen Jahr hatte das Museum die Mitglieder seines Freundeskreises zur Unterstützung beim Ankauf einiger zwar kleiner, aber hochinteressanter Objekte aufgerufen. Dieser Spendenaufruf ist überaus erfolgreich gewesen, alle drei Stücke konnten erworben werden und sollen hier kurz vorgestellt werden

    Relief mit Darstellung der Nofretete


    Das kleine Fragment eines Tempelreliefs stammt ursprünglich aus dem Aton-Heiligtum in Karnak, das Echnaton für seinen neuen Gott östlich des großen Amun-Tempels errichtet ließ und der nach seinem Tod abgerissen wurde.

    Es zeigt eine schlanke Frauengestalt mit Uräus und hoher Doppelfederkrone, die als Nofretete identifiziert werden kann. Aus der strikten Seitansicht ergibt sich, dass nicht eine lebende Person, sondern eine Statue dargestellt ist. Kleine Figuren von Echnaton und Nofretete finden sich als Dekoration an Altären mit Opferaufbauten. Der Gegenstand vor der Königin ist als Spitzbrot zu ergänzen, das hier überdimensional dargestellt ist.

    Fragment einer königlichen Beterstatue


    Das Fragment einer rechten Hand mit darunter liegendem Schurzteil stammt von einer Beterstatue: Dieser Statuentyp zeigt einen stehenden Mann mit ausgestreckten Armen, die Hände flach auf den Schurz gelegt - ein Betgestus. Aus der diagonalen Streifung des Schurzes sowie dem rechts noch erkennbaren Gehänge mit Uräusschlange erlaubt die Zuweisung des Fragmentes zu einer königlichen Statue.

    Aus ikonographischen und stilistischen Gründen lässt sich die Datierung ziemlich exakt auf das Ende der 12. Dynastie einengen, wozu auch das Material, ein sehr dichter Kalkstein, passt. Die hohe Qualität des Fragmentes lässt sich sowohl an den feinen Details der Innenzeichnung des Schurzes als auch an der Plastizität der Hand erkennen - die Statue ist ein Meisterwerk allerersten Ranges gewesen.

    Fragment vom Sarg der Königin Sat-djehutj


    Das Bruchstück eines hölzernen Sarges mit 15 Inschriftzeilen lässt sich sowohl paläographisch (also durch die "Handschrift") als auch durch die Nennung des Namens dem Sarg einer Königin der späten 17. Dynastie zuweisen, von dem das Museum bereits den überlebensgroßen vergoldeten Kopfteil besitzt. Bei dem Text handelt es sich um zwei Sprüche aus dem ägyptischen Totenbuch. Ursprünglich ist die gesamte Innenseite des Sarges mit diesen Jenseitstexten bedeckt gewesen.

    Alle drei Ankäufe sind hochinteressant:

    Mit dem Fragment eines Amarna-Reliefs besitzt nun auch München "seine" Nofretete. An der Hand von einer Beterstatue ließe sich trotz des fragmentarischen Zustandes die Kunstgeschichte einer ganzen Epoche festmachen. Und die Entdeckung eines zu einem schon vorhandenen Objekt passenden weiteren Stückes stellt immer einen besonderen Glücksfall dar.

    Diese drei Neuerwerbungen haben bereits ihren festen Platz in der künftigen Dauerausstellung im neuen Museum.

    Herzlichen Dank an alle, die mit ihrer Spende zum Erwerb beigetragen haben!

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